Neujahr und Plan A – JETZT!

Schon steht er wieder an, der Jahreswechsel. Hast Du einen Vorsatz für das neue Jahr? Wirst Du es schaffen, das umzusetzen?

In den vergangenen Jahren hatte ich viel mit grossen Plänen und Visionen zu tun. Jeder Coachee schreibt nach einem gelungenen Coaching eine Vision, wie er das Leben fortan leben will. Mehr als die Hälfte der Coachees aber verweigert diese letzte Aufgabe, sagt er würde sich dann melden, wenn sie geschrieben wäre. Dabei bleibt es dann in der Regel. Ich höre nichts mehr, meist für immer, manchmal für Jahre. Die Umsetzung der Pläne, das wirklich wirklich gehen für die eigenen gefundenen Wahrheiten ist scheinbar genau die Schwelle, über die nicht einmal die Menschen kommen, die eigentlich richtig viel Anlauf geholt haben.

Meist versanden grossartige Ideen, meist scheitern wir mit unserem Plan A. Nicht weil er nicht machbar wäre, sondern weil uns eben die Lethargie wieder einholt.

Weil Plan B – die verdammte Komfortzone – eben einfach gemütlicher ist.

Niemand hat je gesagt, dass Plan A einfach ist. Niemand hat je gesagt, dass er uns sofort glücklich machen wird. Denn für Plan A braucht es mehr als ein bisschen Motivation, ein paar schöne dekorative Sprüche an unserer Wand, mehr als ein breites Lächeln. Plan A kostet Disziplin. Blut, Schweiss und Tränen. Und: Die Umwelt will uns scheitern sehen mit unseren grossen Zielen. Warum? Weil sie dann beruhigt sagen kann: „Siehst Du, habe ich doch sowieso gewusst. Deswegen war ich schlau und hab mich gar nicht erst angestrengt“.

Wir sind gut im Ausreden erfinden. Wir sind super gut im Ausweichen.
Und so ganz nebenbei geht unsere gesamte Lebenszeit vorbei. Unser Leben besteht nur noch aus „hätte, wäre, würde, wenn“ und wir machen das Umsetzen der Ziele, das Umsetzen von Plan A abhängig von dem Umständen, unserem gesamten Gesundheitszustand, der Sonne, dem Wetter, dem Glück, dem Lottogewinn, den richtigen Chancen, dem nächsten Partner, dem Jobangebot.

Ich behaupte: Wir alle haben die Chance, etwas aus unserem Leben zu machen. Und wir müssen sogar. Mein Geistesvater C.G.Jung hat einmal gesagt: Wenn man seine Berufung im Leben gefunden hat, wenn man weiss, nach was das Herz strebt, dann gibt es keinen Wunsch mehr, das zu erfüllen, dann ist es unsere heilige Pflicht das zu tun. Wir müssen dem Drang unseres Herzens

G E H O R C H E N.

Weisst Du denn was Du willst? Kannst Du es Dir eingestehen? Kannst Du es aussprechen und dann diese Aufregung fühlen, die Du spüren kannst wenn Du weisst: JA das könnte ich wirklich?

Oder schreckst Du vor Deinen eigenen grossen Wünschen zurück, magst sie nicht laut aussprechen, weil es so schmerzhaft ist, dass Deine Angst dich davon abhalten wird, sie zu erreichen?

Bist DU mutig genug in die Welt zu gehen und zu sagen:

Ich will

Ich kann

Ich werde ?

Willst Du Dein Potential jetzt endlich leben, Mensch?

Willst Du 2020 nutzen um die grossen Schritte zu machen, mutig zu sein, durchzuhalten: Plan A und nichts als Plan A?

Was Du brauchst? Ein wildes, ein couragiertes Herz. Und Kraft. Verbündete. Du musst es laut sagen: DAS WILL ICH. Und dann alles dafür tun, es zu erreichen. Dann werden sich die nächsten Schritte spielerisch ergeben, wir werden die richtigen Menschen treffen, durch „Zu-fall“ an die richtigen Orte gelenkt.

Brich auf. Wenn es sein muss: Brich aus.

Aber bleib nicht länger auf der Wartebank.

Komm raus aus der Komfortzone. Sie ist der Tod all Deiner Kreativität.

Komm raus aus der Warteposition. Geh in die Vollen.

Halte Dir nicht alle Türen offen, sonst wirst Du immer im Flur bleiben.

Schreite mutig und kraftvoll, motiviert über die Schwelle: 2020 soll Dein Jahr werden. Hol Dir was Du willst: Es ist DEIN Leben. Und es wartet schon so lange darauf sich zu erfüllen.

Und Neujahr 2021? Da kannst DU Dir die Früchte eines reichen, abenteuerlichen und grossartigen Jahres anschauen.

Ich wünsche Dir ein grossartiges grossartiges neues Jahr.
Willkommen in der Adlerperspektive.

 

und wenn Du noch ein bisschen mehr Rückenwind brauchst: http://www.go-wild-coaching.ch

 

Das Geschenk

Morgen ist es wieder soweit: Die Geschenke werden aufgepackt.

Aber stimmt das auch wirklich?

Welche Geschenke sind es wohl, die bei Dir unter dem Baum liegen oder die Du selbst gemacht hast? Macht es Dich glücklich? Bereichert es Dein Leben? Siehst Du die Botschaft dahinter oder ist es etwas das Du haben wolltest? Hast Du bei Deinen Geschenken auf etwas Spezielles geachtet? Bist Du enthalten in Deinen Gaben?

Und was wäre denn ein Geschenk, das Du an den weiteren 364 Tagen bekommst, tagtäglich? Ohne glitzerndes Geschenkpapier, einfach so, frank und frei, quasi als Lebensversprechen?

Ja, genau: Dein Herzschlag. Deine Atmung. Deine Sinne. Deine Gesundheit. Deine Unversehrtheit. Deine Freiheit. Die Gunst, eine Wahl zu haben. Deine Potentiale. Deine Chancen. Deine Möglichkeiten. Deine Lebenspartner. Deine Liebe. Dein Feuer. Deine inneren Ressourcen.

Wenn Du morgen früh diesen Blog liest, den ich hier nächtlich schreibe, dann hast Du bereits zwei Geschenke geöffnet: Dein linkes und Dein rechtes Auge. Und Du kannst auch: Lesen. Laut der Unesco gibt es weltweit 781 Millionen Analphabeten, die das nicht können. Ach ja, und auch nicht jeder hat ein technisches, digitales Gadget, um so einen Text wie diesen hier abzurufen.

Weihnachten 2019. Erkennst Du, dass Du das wichtigste Geschenk schon hast?

Dein LEBEN?

Ich wünsche Dir, dass Du dieses Leben immer feiern kannst. Dass Du dieses Geschenk jeden Tag bewusst spürst. Dass Du jeden Tag dankbar dafür sein kannst, was Du ganz selbstverständlich jeden Tag immer wieder neu hast: Das Leben. Der erwachende volle Tag.

Schöne Weihnachten! Viele Geschenke wünsche ich Dir! SO oder SO.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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Adler sollen fliegen

In den Achtzigern bin ich einem wichtigen Mentor begegnet. Ich war, wie damals viele in meiner Generation, im spirituellen Tourismus unterwegs, suchte bei diversen Seminaren und Gurus meinen Weg. Einer war damals quasi ein esoterischer Superstar. Er hiess Harald und machte von sich reden, weil er eine neue Art der Bewusstseinserweiterung in die Welt brachte. Er hatte die von Robert Monroe entdeckte Hemisphären Synchronisation erlernt und brachte sie von den USA nach Europa. Er trug bunte Hawaiihemden und war unkonventionell. Umstritten war er erst viele Jahre später. In den Achtzigern aber musste man zu ihm gehen, wenn man auf dem „esoterischen“ Weg war.

Harald machte irre Dinge, Bewusstseinsreisen, geleitete Meditationen, entwickelte die mit der speziellen Klangtechnik untermalten Meditations- Cassetten, sprach über verschiedene Ebenen unseres Bewusstseins, brachte den Begriff „Astralreisen“ in die Welt. Viele Menschen suchten den Weg in seine Seminare, knallvoll gefüllte Säle und Vorträge. Ich zweifelte an ihm, ich war immer schon misstrauisch. Aber bei einer Begegnung fand ich ihn dann doch sehr überzeugend und wollte mehr davon.

Da ich schon immer frech und neugierig war, hatte ich es geschafft, dass er mit mir einen Kaffee trinken ging. Denn ich war quasi eine Kollegin, da ich in den Achtzigern schon mein erstes Seminar entwickelte und mich mit ihm austauschen wollte. Ich war extrem aufgeregt ihn persönlich zu treffen, denn er machte damals Readings und man wusste, dass er Telepathie beherrschte. Auch mich hatte er damit schon am Telefon verblüfft – oder sagen wir besser: überzeugt?

Wir hatten einen schönen Austausch, bei dem ich aber super kontrolliert blieb. Nur nicht zu viel denken, denn er könnte ja lesen was ich denke! Kannst Du Dir das vorstellen: Gedankenkontrolle? Unmöglich. Wie eine, die nicht an einen rosa Elefanten denken wollte, dachte ich, genau, nur an den rosa Elefanten. Er muss sich wohl sehr amüsiert haben. Wir blieben an der Oberfläche des Gesprächs. Ich wagte mich nicht genug zu fragen. Und war frustriert darüber.

Dann, in den letzten beiden Minuten unserer Begegnung, fragte ich ihn, was er wohl meinte, was ich brauche. Er schoss den Satz heraus, der mein ganzen Leben auf den Kopf stellen sollte: „Du brauchst hemmungslose Spontanität. Und Lust. Lust bis zum Krachen.“

Ich ging mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht aus dem Hotel in München, in die U-Bahn. Nach Hause. Irgendwas hatte er geöffnet. Es war die Geburtsstunde, die Stunde Null. Es war „mein Satz“. In den Folgejahren, bis heute, war ich hemmungslos spontan. Und die Lust am Leben, am Wirken, am Intervenieren, am Changemaker Dasein, sie war entfacht und wurde nie mehr zurück genommen.

Harald verdanke ich meine gesamte Karriere als Mental Coach. Nicht meinem Studium, den Lehren und Büchern, der Kreativität und dem Schlausein. Es war dieser Satz, der mich quasi ermächtigte, über meine Schatten zu springen und wirklich in die Welt zu gehen, meine Mission zu kreieren und laut hinaus zu brüllen.

Heute, viele Jahre später, es werden wohl etwa 30 sein, habe ich wieder eine Geburtsstunde erleben dürfen. Meine neue Webpage, das neue Coaching steht und es geht noch mehr in die Freiheit. Das WILDE ist in der Welt.

Für mich heisst „GO WILD“ nicht: Ein komisches, kaufbares Outdoor Abenteuer bestehen. Nicht auf den Kilimandscharo wandern oder über das Feuer rennen. Nicht in risikofreudige Expeditionen aufbrechen. Nicht einen Bungee Sprung oder Canyoning machen.

Go wild heisst – radikal authentisch sein. Sich hemmungslos zeigen mit dem was in Dir ist. Zu Deinen Gedanken, Einsichten und Ansichten stehen. Fehler zugeben, Deine eigene Wahrheit aussprechen. Beziehungen beenden, wenn sie uns nicht förderlich sind. Sich frei machen von jeglicher Konvention, Beeinflussung oder Manipulation durch andere. Den eigenen Weg erkennen und nur diesen beschreiten. Die eigene Sprache finden. Selbstverantwortung übernehmen für sich und seine Bedürfnisse. Sich nicht mehr in der Angst verlieren sondern mutig und entschlossen voran schreiten und – Raum, Spielraum einnehmen. Go wild ist eben nicht Go zahm.

In der Geburtsstunde von Go wild denke ich gerne zurück an den wilden Harald, der sich Dinge traute, die niemand sonst tat. Er war herrlich wild. Und er hat mich geschubbst. In das Unbekannte, das Neue, das Aufregende. Ich winde ihm hiermit, etwas verspätet, einen Ehrenkranz.

Aber schau selbst, welche Pflanze da wachsen durfte:

www.go-wild-coaching.ch

Auf geht’s in die eigene innere Wildnis. Der Adler muss fliegen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

harald

Von ganzem Herzen

Eine der häufigsten Ursachen, warum Menschen in eine Krise geraten ist Liebeskummer. Eine Krankheit, die uns alles lähmen kann. Den Antrieb, die Lebensfreude, den Lebensmut. In seltenen Fällen sogar den ganzen Körper.

Im Laufe der Jahre hatte ich viele „Liebeskranke“ in meinem Coaching. Und auch ich wurde in meinem Leben nicht davon verschont.

Vor vielen Jahren hatte ich einmal so schweren Liebeskummer, dass ich überzeugt war, mein Herz würde auf der Stelle aufhören zu schlagen, weil es so schmerzte. Als es dann doch weiter schlug, empfand ich das irgendwie als Verrat. Schliesslich müsse man doch weiter leiden, wenn man das Wichtigste im Leben verloren hätte.

Moment mal, das Wichtigste?

Bestimmt hast Du auch schon mal Liebeskummer gehabt. Und wie geht es Dir heute wenn Du darauf zurück schaust? Genau, es ist vorbei. Vielleicht amüsierst Du Dich sogar, wie Du damals nur so leiden konntest.

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: „Ein Herz wird solange gebrochen, bis Du es öffnest“. Und… meinst Du auch, das wäre ein provokativer Satz? Ja. Denn Du meintest ja, es sei eben genau deswegen gebrochen, weil Du es geöffnet hast. Aber das stimmt so nicht. Du hast nur die Tür aufgemacht und den anderen eintreten lassen. Aber Du hast Dein eigenes Herz nicht für Dich geöffnet, für das Leben, für die Freude. Du hast es – genau – verschenkt.

Eine liebe Freundin sagte mir einmal, wenn sie wieder einen Mann treffe, den sie zu lieben bereit wäre, dann würde sie ihm „ihr ganzes Herz“ schenken. Ich entgegnete: Aber was soll er denn damit? Er hat ja schon eins! Dann hat er zwei und Du keins mehr!

Genau so entsteht die Krankheit Liebeskummer. Wir verschenken unser Herz und behalten nichts für uns zurück. Gibt der andere jetzt vielleicht am Anfang viel Futter für unser Herz, dann ist alles gut. Aber wenn es mit der Zeit nachlässt oder er/sie sich abwendet, dann bleiben wir alleine und ohne Trost zurück. Dann kommt er, der Herzschmerz. Weil wir meinen ohne den anderen nicht mehr komplett sein, ohne ihn nicht leben zu können.

Dabei hat sich das Leben nicht verändert. Noch immer scheint die Sonne, noch immer gibt es hunderte Möglichkeiten der täglichen Freude. Noch immer gibt es Herzberührungen, aber eben nicht mehr von dem/der einen.

In der Psychologie nennen wir das „emotionale Abhängigkeit“.

Bei der emotionalen Abhängigkeit handelt es sich per Definition um die einseitige, übertriebene Abhängigkeit von einem anderen Menschen, die sich in grosser Angst vor dem Verlassen-werden und der Vernachlässigung der eigenen Interessen bis hin zur völligen Selbstaufgabe äussert.

Wer emotional abhängig ist, kann zudem kaum Spass ohne den Partner empfinden – getrennte Unternehmungen werden deshalb zunehmend unwahrscheinlicher. Fällt der Partner also nach dem Bruch weg, so fühlt sich der Verlassene alleine und ungewollt, hat kaum noch drive für eigenes…

Wenn Du also im Gegenzug Dein Herz öffnest, für Dich, Deine Umwelt, Deinen Familien- und Freundeskreis, die Schönheiten des Lebens, dann wird die Welt wieder bunt.

Liebeskummer darf und soll man ernst nehmen. Es ist okay, eine Weile zu trauern um das, was wir verloren haben. Nimm Dir immer die Zeit das Herz wieder zu heilen. Und nach einer Weile, nach genügend Tränen und Trost, stehst Du wieder auf und lebst weiter.

Weil Dein Herz FÜR DICH schlägt. Und das Leben jederzeit da ist, um Dich wieder auf das aufmerksam zu machen, für was es sich lohnt da zu sein.

Behalte Dein Herz für Dich, verschenke es nicht, denn Du brauchst es noch. Dann wird es leicht und tanzt. Mit Dir – und bald auch wieder mit der neuen Liebe.

 

Willkommen in der Adlerperspektive!

Schenk Dir ein Lächeln!

Heute morgen war ich beim Bäcker. Ja, es gibt sie noch, die Bäckereien, in denen noch per Hand die Brotlaibe bearbeitet (massiert 😉 werden. In denen das Mehl stäubt und der Duft sich auf die Strasse schlängelt. Die Dame am Verkaufstresen schenkte mir ein Lächeln, das ich weiter trug. Zunächst zu ihr zurück, dann in den Milchladen, dann zur Nachbarin und schliesslich zu unserer charmanten Postbotin.

Wann hast Du das letzte Mal jemanden angelächelt?

Oder hat Dich jemand angelächelt?

Das ist die kleinste nonverbale Kommunikation, zu der wir in der Lage sind. Etwas, das immer funktioniert, etwas das auch immer glücklich macht. Und einen ganz winzigen Moment der Einheit schenkt. Egal wie weit wir voneinander weg sind.

Warum mir das auffiel? Gestern habe ich ein youtube über ein Interview mit Max Raabe gesehen, einem Sänger aus Deutschland. Sein Gesicht ist ein Teil seines Auftritts. Meistens leicht spöttisch, distunguiert, vornehm, seiner Singzeit, den 20er und 30er Jahren geschuldet. Raabe also in einem Interview, ein spannender Mensch. Manieren, schöne Artikulation, alles akkurat. Und dann, in einem Moment, in dem er sein Gesicht nicht mehr unter Kontrolle hatte – dieses volle breite Lächeln, nicht nur im Mund, sondern auch in den Augen, der ganze feine Mann strahlte. Ich war sofort schockverliebt. Wie schön, so ein Lächeln!

Und dann – sind nicht alle Menschen irgendwie sofort schön, wenn sie lächeln?

Wie können wir dieses alltägliche Geschenk nur übersehen? Wir bekommen es doch so oft! Manchmal weil es zur Etikette gehört (z.B. in der Gastronomie), manchmal als Kalkül (wenn uns jemand damit einfangen will) aber auch oft – einfach so, von Herzen. Sogar mein Hund lächelt. Und manchmal beobachte ich ein feines, verstecktes Lächeln, wenn ich jemandem ein Geschenk mache. Oder auch einfach so, auf der Strasse, wenn man verbal nicht die gleiche Sprache spricht. In meiner neuen Herzensheimat Holland muss ich mit einem Lächeln auskommen, denn ich spreche die Sprache noch nicht gut genug.

Lächeln baut Brücken, stellt Verbindung her, macht einander vertraut. Und es ist auch ein ganz kleines bisschen intim. Denn längst nicht alle Menschen trauen sich so einfach zu lächeln, manchmal wird es zurück gehalten, heimlich gemacht, unterdrückt. Dann zuckt es um die Mundwinkel. Aber irgendwie wissen wir ja doch, dass der Mensch lächelt, auch am Telefon.

Wir schicken ja alle gerne Emojis mit dem Smartphone. Vielleicht können wir diese Woche einmal bewusst ein Lächeln verschenken?

Schau, was damit passiert!

Kommt es zurück?

Vermehrt es sich, wenn Du es inflationär verschenkst?

Ich wünsche Dir eine vergnügte Woche. Und lächle Dir zu!

Willkommen in der Adlerperspektive.

Gänseblümchen im November

Diese Tage kam ich an meinen verlassenen Lieblingsorten vorbei. Überall lag das Laub, die Bäume waren fast kahl. Da und dort sah ich noch vergessene Gartenkerzen und schon halb verwitterte Dekorationen aus einem langen Sommer im Tessin. Die Orte, an denen im Sommer noch unendlich viele Menschen gesessen hatten, waren kahl und leer, nass und kalt, die Wege belegt mit den ungesammelten Maroni und Eichelnüssen. Da mein Hund immer gerne die Spuren liest und damit viel unserer Spaziergehzeit verbringt, fiel mein Blick entspannt auf den Boden unter meinen Füssen. Und da sah ich sie – die Gänseblümchen des Sommers, die letzten Boten des vergangenen Jahres.

Ich dachte bei den verlassenen Plätzen und Bänken und Wegen, wie es den Menschen wohl geht, die hier während des Jahres gewandert waren, die die Aussicht genossen hatten und die Ferien genossen. Was sie wohl jetzt gerade machen? Wie sie die letzten Wochen des alten Jahres verbringen?

Weisst DU wie Du dieses Jahr erlebt hast? Was es an Freud und Leid gebracht hat? Welche Menschen hast Du neu begrüsst, welche aus Deinem Leben entlassen? Was bleibt Dir in Erinnerung von 2019?

Wenn Du möchtest, kannst Du DEIN Jahr Revue passieren lassen. Ich hänge heute an diesen Blog einen Fragebogen.

Meistens tut der Blick zurück sehr gut. Manchmal hat man ja das Gefühl, es sei nichts Besonderes in diesem Jahr gewesen, man erinnert sich kaum an den April, den Mai… je weiter das Jahr voran schreitet, umso mehr vergessen wir die Highlights, die Wendepunkte, die Geschenke des Jahres. Möge Dich der Fragebogen also in die Dankbarkeit führen, in das Glück, das jedes Jahr in sich birgt. Und möge das Jahr noch ein bisschen Puderzucker auf Dich rieseln lassen im Dezember. Gold für Gold.

Ich wünsche Dir die Zeit, jetzt schon mit dem Jahresausklang die schönen Töne zu hören, die Jubelchöre, die feinen Dinge. Möge Dein Jahr reich gewesen sein. An Begegnungen, an schönen und erfüllenden und wertvollen Momenten und an Lektionen, die Dich zurück geleitet haben auf Deinen Weg.

Viel Freude bei der Revue.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Das war mein 2019

Mein schönstes Erlebnis
Meine grösste Frage
2 schöne Momente
Jemand der mich überrascht hat
Mein Lieblingsmensch 2019
Noch ein Lieblingsmensch 2019
Was mich am meisten glücklich gemacht hat
Etwas das ich besser gelassen hätte
Ein Schocker
Eine grosse Einsicht
Mein Geschenk des Jahres
Mein dunkelster Moment
Mein hellster Moment
Neue Menschen 2019
Davon habe ich mich verabschiedet oder werde ich mich verabschieden
Dafür bin ich dankbar 2019
Mein schönster Erfolg 2019
So wird mir das Jahr 2019 in Erinnerung bleiben
Mein Lieblingsort 2019

Die Würde und das Wertvolle

Kürzlich hatte ich wieder einmal das Vergnügen über ein Thema nachzudenken, das mir sehr am Herzen liegt.

Ich habe eine Freundin, die durch harte Zeiten gegangen ist. Finanziell, emotional und auch familiär. Einige Male in ihrem Leben hatte sie mit Respektverlust zu tun und ihr wurden immer wieder die Flügel gestutzt.

Kürzlich sah ich sie nach längerer Zeit wieder. Sie hat den Kopf nun erhoben, sie ging aufrecht und mit Spannung in der Haltung. Ich bewunderte ihre Erscheinung. Und ihre edlen Boots, die sie mit grosser Selbstverständlichkeit trug. Sehr edle und teure Boots, die sie sich selbst gekauft hatte. So wunderbar sie so zu sehen. Als wir auf das Thema Geldfluss kamen, sagte sie, das sei ihr wichtig: Schöne Dinge zu haben und zu tragen. Gute Qualität. Sie sagte das habe mit Würde zu tun, sie brauche das, damit sie noch besser um ihren Wert weiss. (der, by the way, pures Gold ist)

Das Thema „Würde“ findet sich kaum noch im alltäglichen Sprachgebrauch und ist doch so ein wichtiges Thema. So steht ja im deutschen Grundgesetz, Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Leider ist es gerade in Deutschland so, dass die Würde des Menschen vermehrt mit Füssen getreten wird. Die Strömungen dort sind klar sichtbar und es wird noch zu wenig darüber berichtet. Natürlich ist es auch so, dass wir das gar nicht wirklich wissen, sehen wollen. Wir alle schauen gerne weg und betäuben uns lieber mit schönen Nachrichten.

Ich gehöre ja auch zu denen, die die positive Psychologie praktizieren. Also nach Lösungen suchen, statt Probleme gross zu machen, auf Potentiale eingehen, statt Mangel zu thematisieren, Möglichkeiten zu sehen statt Hindernisse.

Aber es macht mir schon Sorgen, wenn ich sehe wie mit Menschen umgegangen wird, die zu einer Randgruppe gehören. Egal wie diese Randgruppe heisst. Künstler, Homosexuelle, Menschen mit ethnisch anderen Wurzeln, Aussteiger, psychologisch Originelle…

Was ist also dran am Thema Würde? Und wie kann man seine Würde zeigen?

Hier ein paar Stimmen:

Eine Coachee sagte einmal zu mir: Würde ist für mich die Möglichkeit, die Person zu sein, die ich sein kann.

Eine Andere: Dass jeder so leben kann wie er es möchte, ohne ausgeschlossen zu werden.

Eine Andere: Ein Schutz, der mir tagtäglich das Gefühl gibt, dass ich mich frei bewegen kann.

Ein Anderer: Das Recht, da zu sein und zu existieren. Der Mensch zählt grundsätzlich. Ohne die Würde des Anderen zu respektieren, geht es einfach nicht miteinander.

Ein Anderer: Wenn ich Respekt für meine Mitmenschen habe, dann garantiere ich damit ihre Würde.

Würde ist also ein Aspekt, den wir durchaus in unseren Gedanken haben. Ich füge da gerne ein, dass man sich selbst auch als „würdig“ erweisen kann. Eins der schönsten Worte in diesem Zusammenhang ist:

liebens – würdig.

Also der Liebe würdig.

Wie viele Menschen meinst Du, behandelst Du liebens-würdig?

Achtest Du auf die Würde des anderen – und zwar jederzeit?

Und: Auf Deine eigene Würde?

Es ist ein Ausdruck von Stärke, wenn man sich seiner Würde bewusst ist und sie auch einfordert. Das heisst manchmal auch, Menschen aus dem Leben zu entlassen, die unsere Würde mit Füssen treten. Sich lieber an Menschen zu orientieren, die unsere Würde aufrecht erhalten, die uns würdevoll behandeln und unseren Wert vergolden.

Oder – wie im Beispiel meiner Freundin: Sich der eigenen Würde bewusst sein, egal wie das Leben gerade mit uns umgeht.

Bleib bei Deiner Stärke! Sei Du selbst! Zeige Deine Grösse! Zeige Deine Brillanz! Lebe vertrauens-würdig, liebens-würdig, strahle Deine Würde aus. Sei einer Sache würdig. Vertrete sie mit der entsprechenden Ehre.

Wunderbar – würdevoll.

Ich wünsche Dir eine Woche, die sich Dir würdig erweist. Denn Du bist das Gold. Und Du verdienst Gold.

(diesen Blog widme ich in grossem Respekt Coco)

Willkommen in der Adlerperspektive!

 

Wer weiterlesen möchte: Gerald Hüther: Würde

 

würde

Think ! Big !

„Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam, bescheiden und rein – und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein“… kennt Ihr auch diese Sprüche?

Ich fand das Veilchen schon immer furchtbar. Die Rose auch, weil sie irgendwie in meinen Augen kompliziert ist. Aber eine Sonnenblume? So richtig ausladend gross? Oder eine Papageienblume, so kapriziös und schön und GROSS?

Bescheidenheit ist schon okay. Ich finde es auch wunderbar, wenn jemand angenehm bescheiden ist. Für mich ist das: Bei sich bleiben, den eigenen Werten folgen, das Leben selbst in der Hand haben, sich selbst versorgen. Keinen anderen brauchen für das eigene Glück. Mit den eigenen Ressourcen umgehen.

Aber die moralische Bescheidenheit, die uns gepredigt und moralisch eingefordert wird? Auf keinen Fall! Was soll das?

Hast Du schon einmal in der Natur ganz genau hingesehen? Alles in der totalen Fülle! Überall wo es Platzt hat, wächst es üppig, die Bäume strecken sich in den Himmel. Ich habe eine Clematis Blume vom Nachbarn, die inzwischen meinen ganzen Sitzplatz eingenommen hat, fröhlich wächst sie mein Kellerfenster zu, hangelt sich bereits den Balkon hoch, ich freu mich an ihr, die nimmt den Raum ein, der sich bietet. Und sie fragt auch gar nicht ob sie das darf. Ich liebe ihre Frechheit. Wie auch das Efeu der Nachbarin, das inzwischen die Rückseite des Hauses erobert hat. Die Nachbarin ist seit April auf der Alp, die wird ihre Freude haben wenn sie zurück kommt. Die Natur ist üppig.

Dieses Jahr hatten wir so viele Maroni und Baumnüsse auf den Wegen dass wir sie mit dem Rechen ernten konnten. Und auch die Feigen waren satt auf den Bäumen, jetzt die Kakis. Es war ein gutes Jahr. Genug Wasser und es ist überall gewachsen bis zum Geht-nicht-mehr. Die Natur liebt es, sich auszubreiten.

Noch nie habe ich einen Baum, der zu nah an einem anderen stand, sagen hören: „Nimm Du nur das Wasser aus dem Boden, ich bin bescheiden. Ich trinke dann ein anderes Mal.“

Ich glaube ganz ehrlich, dass Bescheidenheit mal hinterfragt werden müsste. Heute morgen bekam ich eine Mail, in der eine wunderschöne Coachee sagte: Ich denke jetzt mal gross, das hast Du mir ja auch geraten. Natürlich! Bitte!

Warum solltest Du nicht GROSS von Dir denken? Warum solltest Du Dich zurück halten, damit andere einen grösseren Raum beanspruchen?

Wir sind doch in der Fülle! Wir haben alle genug Liebe, genug Mut, genug Kreativität, genug Ideen, genug Intelligenz, genug Freude, genug Dopamine! genug Lust und Leidenschaft!

Wieso denn zurück halten? Aufsparen?

Geh doch i n f l a t i o n ä r mit dem um, was Du hast! Schmeiss Dich selbst komplett ins Leben, erobere Spielraum, nimm Dir Kraft und Energie und entfalte Deine besten Anlagen. Zeig was in Dir steckt! Stell das, was Du hast in Hülle und Fülle zur Verfügung! Gib Dich hin, der Welt, den Freunden, den Menschen, dem Job. Zeig was Du kannst! Sag wer Du bist und was DU zu bieten hast.

Sei eine Sonnenblume, ein riesiger orange farbener Kürbis, ein voller Nussbaum, eine Trauerweide. Oder – um uns von der Materie zu lösen:
Sei ganz einfach mal ein N A T U R E R E I G N I S.

Ein Donnersturm, eine Springflut, ein Morgenrot (nicht das Morgengrauen, das nicht). Ein wilder Wind. Ein Geisir. Oder verdammt noch mal:

Ein Vulkanausbruch!

Brich diese Woche einmal aus, lieber Leser, liebe Leserin. Stell Dich ins Licht, zeig Dich, gib Gas, lass Dich aufblühen. Das tut die Natur auch. Es ist natürlich sich zu zeigen, Raum einzunehmen.

Bescheidenheit ist für die allermeisten Menschen eine tolle Ausrede und eine antrainierte Kleinheit, damit die Gesellschaft keinen Anstoss an ihnen nimmt. Die Gesellschaft hat gerne kleine Menschen, weil sie sich leichter verwalten, kontrollieren und unterdrücken lassen.

Mach Gegendruck. Wachse in Deine eigene Grösse. Nimm Raum ein. Zum Spielen, zum Entfalten, zum Wirken und Ausschöpfen und zum Dasein.

Die Welt braucht mehr denn je andere, die sich und ihre besten Eigenschaften und ihren Mut für Wachstum zeigen. Zeig Dich am Himmel. Du bist ein Adler und kein Huhn. Du pickst nicht bescheiden nach den paar miesen Körnchen sondern holst Dir das, was Dir schmeckt.

Wach auf aus der Bescheidenheit. Sie ist eine Lüge und ein Irrtum.

Komm in Dein Potential. Die Welt braucht Dich.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Der Tod und das Leben im November

Jetzt stehen Sie wieder in den Supermärkten, die roten Totenkerzen, die Gestecke für die Gräber. Die Menschen gehen auf die Friedhöfe und pflegen die Gräber. Halloween, eigentlich Samhain, ist längst vorbei. Der Allerheiligen, der Totensonntag, das Gedenken an unsere Vorfahren, die Verstorbenen.

Und auch in der Natur hat das grosse Loslassen begonnen, die letzten Blätter fallen von den Bäumen, alles Leben zieht sich zurück, es wird kalt, das Wachsen und Blühen hat aufgehört, fast alles abgeerntet. Ich sehe vielen Kakibäume, an denen orangeleuchtend die Früchte noch hängen, während sich die Blätter schon auf den Weg nach unten gemacht haben.


Wir rücken zusammen, entfachen Feuer im Kamin, stecken unsere Kerzen an, lesen zusammengerollt auf dem Sofa, kochen Eintöpfe und probieren den ersten Lebkuchen. Es ist eine Zeit der Stille.

Und immer wieder auch – eine Zeit der Erinnerung.

Genau dann bekam ich das neue Lied von Silbermond zu hören im Radio, ein Lied der Erinnerung. Auch ich konnte meine Liste machen von Menschen, von denen ich mich bereits verabschieden musste. Auch junge Leben dabei, die, die nicht damit gerechnet hatten keine Lebenszeit mehr zu haben. Schon so viele Jahren sind vergangen, während ich ohne ihre Anwesenheit weiter leben durfte und musste.

Ich dachte zurück. Zum Beispiel an Martin, der sich im zarten Alter von 23 das Leben nahm, zwei Monate später Marius, sein Bruder, der mit dem wortlosen Abschied seines Vertrauten nicht zurecht kam. Stefan, der mit 27 einer akuten Leukämie erlag. Arno, der nach dem Militärdienst endlich leben wollte und dann mit seinem Auto an einem Brückenpfeiler hängen blieb. Franzi, Andrea und Edith, die ihrer Krankheit das Leben gaben. Noch viele andere Schicksale kamen mir in den Sinn. Ich kramte ein paar Fotos heraus und schaute in Stefan’s Augen. Erinnerte mich.

Und dann kam – die Erinnerung an mich mit Stefan. Mich mit Martin und Marius… mich mit meinen lieben Wegbegleitern. Inzwischen sind so viele Jahre vergangen. Auch die junge Frau, die ich einmal war, ist weg. Auch dieses Leben kann nicht mehr zurück geholt werden. Wir leben zwar weiter – aber linear gehen wir auf das selbe Ende zu. Wir laufen jeden Tag ein Stück weg von dem Leben, das wir einmal geführt haben.

Kürzlich sprach ich mit einem Mann, der gerade 60 wurde und der festhielt an seinem Bild. Er war einmal schön, athletisch, sportlich, begehrt, ein Abenteurer, auf der Höhe des Erfolgs, reich, beliebt, wichtig und mächtig. Inzwischen – vorbei – ist er ein Anderer. Und trotzdem beschwört er alte Erfolge, alte Lebensweisen, längst vergangene Abenteuer, um sich besser zu fühlen und nicht mit der Endlichkeit konfrontieren zu müssen.

In unserer Gesellschaft wird das Thema Tod ausgeklammert, verschwiegen, verdrängt. Wir wollen ewig jung, dynamisch, erfolgreich, begehrt und voll im Saft sein. Aber das sind wir nicht. Und wir leben auch nicht ewig. Wir bleiben nicht ewig geschmeidig und straff, duftend und dynamisch. Nichts ist von Dauer. Auch eine zugemauerte Strasse wird früher oder später aufbrechen und neue Blumen heraus wachsen lassen. Das Leben geht weiter, das Leben bahnt sich den Weg. Ob mit oder ohne unsere Lieben. Mit oder ohne uns.

Nehmen wir doch mal diese stille Zeit zum Anlass zurück zu fühlen, zu lachen, zu erinnern, zu danken, zu schmunzeln, Geschichten zu erzählen. Und dann: LOSLASSEN.

Lassen wir los. Wie die Blätter, die Natur.

Der nächste Schritt?

Feiern wir doch das Leben, solange wir es haben. Machen wir doch schöne Erinnerungen, für uns, für unsere Freunde und Familien. Nehmen wir doch jeden Tag die Chance einen grossartigen Tag daraus zu machen. Ganz egal wo Du heute stehst. Ganz egal, was gerade passiert, was Dich quält oder beschäftigt. Es geht weiter.

Seneca hat gesagt: Man kann niemals in den gleichen Fluss zweimal steigen. Weil er eben weiter fliesst. Alles ist in Bewegung.

Bleiben wir also in Bewegung, fühlen zurück und nach vorne, sind dankbar für Begegnungen, auch mit Menschen, die nicht mehr da sind. Aber vor allem: Für die, die jetzt (noch) da sind.

La vie e belle – Das Leben ist schön.

Willkommen in der Adlerperspektive!

 

In meiner Erinnerung, Text von Silbermond

Auf einmal steh‘ ich hier allein
Hier im März 2003
Und es war viel zu zeitig
Es war viel zu zeitig
Und ich hab‘ noch zu dir gesagt
Wie immer: „Bis zum nächsten Mal“
Und es war viel zu zeitig
Viel zu zeitig
Ich hör‘ sie sagen: „Jetzt hast du’s geschafft
Bist jetzt an einem besseren Platz“
Meine Ohren verstehen das
Doch das Herz sagt, es fehlt was

Mit jedem Tag der vergeht, lebst du weiter
In meiner Erinnerung
Hab‘ all die Bilder mit dir gespeichert
In meiner Erinnerung
Alles endlich, alles verglüht
Geht so schnell eh du dich versieht
Ich hab‘ dich hier, ich trag‘ dich bei mir
In meiner Erinnerung

Schönen Gruß von deiner kleinen Madame
Aus Frankreich, hier wollten wir hin zusammen
Du hast gesagt: „Ich nehm‘ dich mit
Wenn du groß genug bist“
Jetzt steh‘ ich hier und frage mich
Würdest du unsere Lieder feiern?
Wärst du stolz auf mich?
Was würdest du sagen, könntest du mich sehen?
Sag mir, kannst du mich sehen?
Verrätst du mir, was bleibt
Übrig von der Lebenszeit?

Mit jedem Tag der vergeht, lebst du weiter
In meiner Erinnerung
Hab‘ all die Bilder mit dir gespeichert
In meiner Erinnerung
Alles endlich, alles verglüht
Geht so schnell eh du dich versieht
Ich hab‘ dich hier, ich trag‘ dich bei mir
In meiner Erinnerung

Verrätst du mir, was bleibt
Übrig von der Lebenszeit?

In meiner Erinnerung
Alles endlich, alles verglüht
Geht so schnell eh du dich versieht
Ich hab‘ dich hier, ich trag‘ dich bei mir
In meiner Erinnerung
In meiner Erinnerung
In meiner Erinnerung

Wertvoll

„Was hat denn heute schon noch Wert?“ hörte ich kürzlich eine Nachbarin fragen. Es ging um Qualität und in ihrem speziellen Fall um etwas Selbstgemachtes, das ich bewunderte. Es brachte mich zu diesem Thema – Werte – und damit zu etwas, das ich schon seit vielen Jahren beobachte.

Warum meinen so viele Menschen, sie seien

nicht – gut – genug ?

Irgendwie hat sich dieser Satz: „Ich bin nicht gut genug“ in so vielen Köpfen eingebrannt, dass es inzwischen quasi ein Negativ-Mantra geworden ist, das mir mittlerweile in fast jedem Coaching über den Weg läuft.

Wann ist ein Mensch wertvoll?

Wie viel Wert geben wir uns?

Welche Werte vertrittst Du in Deinem Leben, was ist für Dich sozusagen in Stein gemeisselt und wird unter keinen Umständen verraten?

Nur selten sind Werte veränderlich, in der Regel leben wir fast unser ganzes Leben danach und nicht selten prägen unsere tiefsten Werte auch unsere Ziele. Hier ein paar Gedankensplitter

Selbst-wert-gefühl

etwas wertschätzen

einen Eigenwert und Fremdwert bestimmen

Ist es das mir wert?

wertvolle Gedanken/Gefühle/Handlungen

Wertsachen

unter/über dem Wert verkaufen

sichere Werte

In meinem Coaching lasse ich Menschen jeweils drei Werte bestimmen, die sie federführend für ihre Entscheidungen, für ihre Haltung und ihre Lebensethik wählen. Eine feine junge Frau sagte kürzlich zu mir: Das fühlt sich an wie Säulen, das gibt irgendwie Stabilität.

An unseren Werten entscheidet sich Vieles. Ich habe beobachtet, dass wenn wir die Werte unserer Mitmenschen verletzen, wir sie wirklich bis ins Mark treffen. Für mich ist das jeweils Match-entscheidend. Wenn jemand über diese Schwelle, diese Linie tritt, dann gibt es für mich nur noch ein freundliches aber radikales Abschiednehmen.

Wie wert-voll wenn wir das uns und anderen klar machen können:

Worauf ist Dein Haus gebaut?

Welche Säulen tragen Dich?

Was ist für Dich elementar?

Woran willst Du Dich halten, was ist für Dich also quasi ein Gradmesser?

Und dann, bitte, setze Dich mit Deinem wahren Wert auseinander.

Was macht Dich wertvoll?

Was sind Deine besten und wertvollsten Eigenschaften?

Wo handelst Du so, dass Dein Wert erkannt werden kann?

Und: Bekommst Du den echten Gegenwert?

Wenn jemand Dich wertlos behandelt, dann verlasse diese Person.
Wenn jemand Dich wertschätzen kann, dann sei glücklich.

Vor allem aber: Danke Dir für Deine wertvollen Seiten. Erkenne sie an.

Hör auf zu suchen. Das Gold ist in Dir. Immer. Du musst es nur sehen.

Gehe diese Woche doch einmal mit diesen Fragen in eine innere Auseinandersetzung. Ganz sicher wirst Du Dich stabiler fühlen, wenn Du das definieren konntest.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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