Thank you – Dank Dir!

Im Englischen ist es einfacher, da heisst es einfach „Thank you“. Im Deutschen aber heisst es: Danke Dir.

Eine meiner liebsten Lehrerinnen hat es letzthin geschrieben:

Wenn Du eine so einfache Instruktion erhältst wie „Danke Dir“, dankst Du Dir dann auch wirklich postwendend?

Danke Dir heisst ganz oft: „Ich danke Dir für“… Aber meistens heisst es doch auch: „Dank Dir“ habe ich das und das erkannt/geändert/entwickelt….

Und noch besser wäre es dann, sich zu sagen „Ich danke mir“ … nämlich…

dass ich so eine gute Freundin bin

dass ich ein so guter Partner bin

dass ich meinen Job so ernst meine

dass ich meine Eltern, meine Familie so unterstütze

dass ich das so gut gemacht habe

dass ich in der Lage war zu helfen…

diese Dankerei kann man endlos weiterziehen.

Wie oft dankst Du Dir?

Bist Du Dir dankbar?

Ich habe drei liebe Freundinnen, ja das ist für Dich M. und K. und T.

Die alle drei für Ihre Beziehungen, Ihre Ehen wirklich ALLES gegeben haben.
Alle drei verfügen über ein reines, goldenes, grosses, verständnisvolles Herz. Alle drei haben verziehen, neu angefangen, den Glauben nie verloren, sich immer wieder für die Liebe entschieden. Alle drei eint, dass der Partner das nicht genügend wertschätzen konnte, welche Meisterleistung sie da geschafft haben: Sie haben sich immer wieder der Liebe gewidmet.

Ich danke Euch dreien für das. Und noch mehr wünsche ich Euch, dass Ihr sagen könnt: Ich danke mir dafür, dass ich alles gegeben habe. Dafür dass mein Herz gross und weit ist und nicht klein und verschlossen und gebrochen.

Noch einmal: Dankst Du Dir?

Dankst Du Dir dafür, wie wunderbar Du bist?

Wie viel Du der Welt schenkst? Liebe und Wohlwollen und Wertschätzung?

Dankst Du Dir für Deinen Mut, deine Hingabe, deine Schönheit?

Dankbarkeit darf nicht nur nach aussen gehen.

Wenn Du erkennst, wie viel Du bist und wie viel Du der Welt geben kannst, dann erkennst Du einen unschätzbaren Schatz, den Du immer hast. Auch dann wenn Deine Liebe verraten worden ist. Du sitzt sozusagen auf dem Goldschatz, der Dir immer zur Verfügung steht.

So sage ich auch immer wieder, wenn mir Coachees nach einem erfolgreichen Coaching danken: Das hast Du ganz alleine gemacht. DU bist den Weg gegangen, DU hast jeden einzelnen Schritt gemacht. Ich habe Dich nur angeschubbst.

Ich wünsche Dir, lieber Leser, liebe Leserin, dass Du Dir immer danken kannst. Das bringt Frieden und Fülle und sogar so etwas wie Segen in Dein Leben. Es beruhigt Dich. Es bringt Dich zu Dir zurück. Du bleibst bei Dir und damit bei Deiner grössten Kraftquelle.

Ich danke Dir, dass Du diesen Blog liest und Dich davon inspirieren lässt.

Dank Dir schreibe ich diesen Blog.

Und ich danke mir, dass ich das so gerne mache.

Herzlich Willkommen in der Adlerperspektive.

 

Ich vermisse mich

Letzte Woche wurde ich gleich zweimal mit dem selben Thema konfrontiert.

Eine Freundin erzählte mir von einer Frau, die einmal wild und stürmisch, autonom und frech, selbstbestimmt und verrückt, cool und waghalsig war.

Eine Frau, die inzwischen ein bisschen braver und angepasster und damit auch ein klein wenig unglücklicher und lethargischer ist: Sie erinnerte mich an mich selbst. Als meine Freundin mich damit triggerte, wer ich war, als wir uns kennenlernten, dachte ich: Ich vermisse mich.

Und ein paar Tage später sah ich ein Theaterstück über die wunderbare Colette, die Grande Dame der französischen Literatur in der Belle Epoque. Es war ein grossartiges Stück, in dem Teile ihres Tagebuchs und ihrer Gespräche vorgetragen wurden. Colette, inzwischen in ihren späten Jahren, erinnerte sich an die wilde und lustige, dominante und selbstverliebte junge Frau, die sie einmal war. Sie skizzierte sich mit 12. Und dann sagte sie: Ich vermisse mich.

Wie ist das bei Dir, erinnerst Du Dich an Deine Energie, die Du hattest als Du jung warst?

An Deine Ideale, an Dein Temperament, an Deine Überzeugungen?

An das Schwärmerische, das Sehnsüchtige, das Unbedingte?

An Deine Rebellion, Deinen unbedingten Willen die Welt zu verändern – oder zumindest so zu gestalten, dass sie zu Dir passt?

Erinnerst Du Dich an Deine wahnsinnigen Ziele, Deine Pläne, Deine Ideen?

Deinen Mut? Deinen totalen Glauben daran, dass Du schaffen würdest was auch immer Du Dir vornimmst?

Und: Vermisst Du Dich?

Hat Dich der Zahn der Zeit eingeholt? Der Alltag gefressen? Haben Deine Beziehungen Dich verändert und ungut angepasst? Hat das Leben die Regie übernommen oder hast Du noch die Führung über Dein Leben? Was hast Du verloren auf dem Weg?

Mut und Wut, Idealismus und Wille, Kraft und Ausdauer?

Ich erinnere mich, dass eine Coachee von mir kürzlich sagte: „Ich kann einfach nicht mehr“…

Wann können wir denn nicht mehr?

Wenn wir zu lange, viel zu lange, an einer Sache gearbeitet haben, alles dafür gegeben haben, alles dafür geopfert haben, ohne dass die gewünschten Resultate heraus schauten. Und uns selbst dafür aufgegeben, verlassen haben.

Wir haben uns alle ein bisschen vergessen. Im Rausch des Alltags, im Mainstream, in übernommenen Lebensweisen, in der Moral und dem Anstand der Gesellschaft, in vorgekauten Modellen wie wir zu sein haben. Aber auch in nicht endend wollenden Pflichten, den eigenen und den aufgezwungenen. Vielleicht sogar wegen eines Leidens, eines Schicksalsschlags.

Es gibt viele gute Gründe, sich selbst auszuweichen. Abzurücken von unseren Sehnsüchten und Herzenswünschen. Von der Rebellion und der Wildheit in unserem Herzen.

Was bringt Dich zurück?

Was bringt das zurück, was Du einmal geliebt hast?

Was bringt zurück, was Du einmal an Dir geliebt hast?

Ich vermisse mich.

Und ich vermisse auch meine Freunde. Pan, mit dem ich am Feuer stundenlang über das Leben philosophieren konnte. Georg, mit dem ich so lachte, dass ich mir in die Hosen nässte. Ralf, mit dem ich still und schwärmerisch die Alleen von Bäumen bewunderte. M mit dem ich nachts aufs Dach kletterte um den Mond anzuheulen. Toni mit dem ich ausreiten konnte und dabei ohne Zügel, die Arme nach oben gestreckt im Galopp laut schrie. Ann, mit wunden Füssen nach stundenlangem Tanzen. Beatrice auf dem Roadtrip über die Insel Sylt. Ingrid, Jolanda und Coco im nackten, eiskalten Bad zum Sonnenaufgang. Wilde Zeiten.

Sie sind noch nicht vorbei. Wir sind nicht tot. Nur eben – ein bisschen älter und gehorsamer geworden.

Hier ist noch ein Satz für Dich. Er soll dich aufrütteln:

Das Wilde ist nicht das Gegenteil von kultiviert. Es ist das Gegenteil von gefesselt.

Sprenge die Fesseln. Lass das Bravsein sausen. Komm aus der Komfortzone. Erinnere Dich – an Dich selbst – erinnere Dich an das Ungestüme, das Frische und Junge und Eigensinnige in Dir. Nimm Dir ein paar alte Fotos aus Deinem Album. Schau Dir in die Augen! Erkennst Du Dich wieder? Kitzelt es in Dir?

Brich aus. Brich auf: Zurück zu Dir.

Du bist immer noch da.
Herzlich Willkommen in der Adlerperspektive.

 

 

 

Gezeiten

Die ganze Welt besteht aus Ein- und Ausatmen.

Hast Du einmal längere Zeit das Meer beobachtet? Kennst Du vielleicht auch die Gezeiten? Also Ebbe und Flut? Welche Bilder entstehen in Dir, wenn Du daran denkst?

Anne Morrow-Lindbergh hat einmal einen wunderbaren Text dazu geschrieben:

Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe.

Wir haben Angst, die Flut würde nie zurück kehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab – in der Freiheit im Sinne von Tänzern, die sich kaum je berühren und doch in der gleichen Bewegung sind. Die einzig wirkliche Sicherheit liegt nicht im Soll oder Haben, im Fordern oder Erwarten, nicht einmal im Hoffen. Die Sicherheit liegt allein im lebendigen Bekenntnis zum Augenblick. Denn auch unser Leben muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen wie sie ist, in ihrer Begrenzung – eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immerwährend vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt. Man muss die Sicherheit des beschwingten Lebens anerkennen, seiner Ebbe, seiner Flut und seiner Unbeständigkeit.

Wir alle befinden uns in einem Ein- und Ausatmen. Wir alle gewinnen und verlieren. Wir befinden uns tagtäglich an Wendepunkten, an Kreuzungen, im Wandel. Der Wandel hält uns gewissermassen auch am Leben, denn jeden Tag sterben in unserem Körper zwischen 50 und 70 Milliarden Zellen. Und neue werden geboren. Unser Körper ist ein einziger Stoffwechsel.

Alles ist ständig in Bewegung.

Aber unsere Psyche versucht trotzdem, die Kontrolle zu behalten.
Wir wollen gewinnen, wir wollen die Aufregung, das Abenteuer, das Grossartige im Leben, die nie endende Liebe, den stetigen Wachstum, die Karriereleiter nach oben, das jugendliche Aussehen und Auftreten festhalten, immer weiter und nur in die richtige Richtung.

Aber das entspricht eben nicht der Natur. Und wir sind Natur, egal wie schlau wir zu sein scheinen, egal wie perfekt der Geist trainiert wurde. Wir sind natürlich – und damit auch im Wechsel unterwegs.

In meiner Coachingpraxis erlebe ich immer wieder, dass Menschen panische Angst vor dem Scheitern haben. Und auch privat, bei mir und im Freundeskreis sehe ich, wie wir festhalten und auf keinen Fall versagen wollen, wie wir das, was wir hart erkämpft, erlebt und erliebt haben, nicht aufgeben möchten.

Für manche Menschen kommt es ganz hart und schmerzvoll das Loslassen. Nicht eben durch einen Schicksalsschlag, der quasi ein schnelleres Finale ist, sondern durchs Enttäuschen, durch den Herzbruch, den eine oder beide Seiten herbei geführt haben. Oder die Kündigung, den Bankrott, den Verlust von Aufträgen und Sponsoren.

Warum wollen wir nicht scheitern?

Einige Jahre zurück sagte mir ein kanadischer Coachingkollege einmal, wir im deutschsprachigen Raum wären entsetzlich feige. Wir würden so lange über die möglichen Konsequenzen und das damit befürchtete Scheitern nachdenken, bis wir gar keinen Schritt machen würden.

Damals war ich sehr wütend über diese Beurteilung und kurz danach musste ich ihm zustimmen: Wir halten extrem lang fest. Auch an Dingen und Menschen, die uns nicht mehr gut tun. An einer Vergangenheit, die vorbei ist. An einer Idee wie etwas sein sollte und sich dann nicht so entwickelt hat.

Scheitern ist eine extreme Angst in uns allen.
Was wird denn dann, wenn…?

Was passiert im worst case?

Wenn Du ehrlich zu Dir bist, hast Du aus jedem Scheitern Wertvolles gelernt. Wenn Du ehrlich zu Dir bist, siehst Du, dass gerade an diesen Wendepunkten des Lebens, als alles verloren schien, etwas Neues, Wunderbares gewachsen ist. Ein neuer Mensch kam in Dein Leben, eine nie vermutete Tür öffnete sich, manchmal war es sogar gut, alles zu verlieren.

Stirb und werde, hat Goethe einmal gesagt, ist der Kreislauf des Lebens.

Die Angst will Dich lähmen, den nächsten Schritt zu tun, der sich nur entfalten kann, wenn Du die Position, in der Du jetzt verharrst, verlassen kannst. Es ist doch nur ein Schritt! Probiere ihn aus!

Alles bewegt sich – die Ebbe. Die Flut. Alles was geht kommt durch eine andere Form zu Dir zurück. Die Natur besteht aus Ein- und Ausatmen.

Beweg Dich. Spring.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Rücksicht und Vorsicht

Sören Kierkegaard hat geschrieben: „Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.“

Dieser Satz ist für den Beginn eines neuen Jahres genau dann wertvoll, wenn man noch ein bisschen nachhängt. Ich höre sehr oft: Das habe ich schon so oft gemacht, das mache ich nie mehr! Oder: Das hat er/sie immer gemacht, das will ich nicht wieder.

Wir vergeben dem neuen Jahr, dem Leben oft die Chance, uns zu überraschen, weil wir zu fest hängen an den alten Erfahrungen, Erwartungen und auch an den alten Verletzungen. Man kann nicht Auto fahren und die ganze Zeit in den Rückspiegel schauen.

Wie fest hängst Du an den Bildern? An den Vorstellungen, wie etwas sein sollte? Wie weit kannst Du dem Leben erlauben, einfach weiter zu gehen, ganz weit weg von Deinen Ideen wie es denn hätte sein sollen?

Zugegeben, es ist schwer, sich dem Leben einfach hinzugeben, es laufen zu lassen.

Einmal mehr darf ich da aus der Adler-Weisheit erzählen:

Wenn der Adler sieht, dass es Fallwinde hat, dann fliegt er nicht, dann wird seine Jagd keinen Erfolg haben. Er wird nicht, wie wir so oft, losfliegen und flattern und damit wertvolle Energie verschwenden. Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht. Tut er es doch, so wird er kläglich scheitern: Er wird schwächer werden und schliesslich am vielleicht nächsten Tag, wenn die Thermik wieder Aufwind anbietet, los starten und sich den köstlichen Happen holen. Vielleicht dreht er sogar noch ein paar kapriziöse Runden im Girlandenflug, einfach so, nur aus Spass, weil es sich gerade anbietet.

Wir verharren alle oft in den Vor-Stellungen wie etwas sein soll – oder in den Rückblenden, wie es war. Daraus schliessen wir dann die Entscheidung im Jetzt. Wir wollen es genau so wieder haben oder genau das Gegenteil davon.

Kannst Du Dich dem neuen Jahr einfach einmal hingeben?

Kannst Du sagen: HALLO 2020 ÜBERRASCHE MICH?

Wer weiss, was Dir und mir zu bieten hat, welche spannenden Herausforderungen auf uns zu kommen, welche grossartigen Begegnungen wir haben werden.

Wem bist Du 2019 neu begegnet? Wer oder was hat Dich überrascht?

Und, traust Du 2020 zu, dass es vielleicht noch viel besser kommt?

Wenn es gerade keinen Aufwind gibt, dann warte noch ein bisschen. Sei geduldig und beobachte. Aber: Rechne mit einem Wunder.

Lass Dich überraschen, beschenken, staune: 359 frische Tage noch zu leben dieses Jahr!

Was wirst Du am Ende des Jahres sagen?

Ich hoffe für Dich: DANKE.

Ein gutes neues Jahr liebe Leserin, lieber Leser.

Alles wird gut.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

rücksicht

Neujahr und Plan A – JETZT!

Schon steht er wieder an, der Jahreswechsel. Hast Du einen Vorsatz für das neue Jahr? Wirst Du es schaffen, das umzusetzen?

In den vergangenen Jahren hatte ich viel mit grossen Plänen und Visionen zu tun. Jeder Coachee schreibt nach einem gelungenen Coaching eine Vision, wie er das Leben fortan leben will. Mehr als die Hälfte der Coachees aber verweigert diese letzte Aufgabe, sagt er würde sich dann melden, wenn sie geschrieben wäre. Dabei bleibt es dann in der Regel. Ich höre nichts mehr, meist für immer, manchmal für Jahre. Die Umsetzung der Pläne, das wirklich wirklich gehen für die eigenen gefundenen Wahrheiten ist scheinbar genau die Schwelle, über die nicht einmal die Menschen kommen, die eigentlich richtig viel Anlauf geholt haben.

Meist versanden grossartige Ideen, meist scheitern wir mit unserem Plan A. Nicht weil er nicht machbar wäre, sondern weil uns eben die Lethargie wieder einholt.

Weil Plan B – die verdammte Komfortzone – eben einfach gemütlicher ist.

Niemand hat je gesagt, dass Plan A einfach ist. Niemand hat je gesagt, dass er uns sofort glücklich machen wird. Denn für Plan A braucht es mehr als ein bisschen Motivation, ein paar schöne dekorative Sprüche an unserer Wand, mehr als ein breites Lächeln. Plan A kostet Disziplin. Blut, Schweiss und Tränen. Und: Die Umwelt will uns scheitern sehen mit unseren grossen Zielen. Warum? Weil sie dann beruhigt sagen kann: „Siehst Du, habe ich doch sowieso gewusst. Deswegen war ich schlau und hab mich gar nicht erst angestrengt“.

Wir sind gut im Ausreden erfinden. Wir sind super gut im Ausweichen.
Und so ganz nebenbei geht unsere gesamte Lebenszeit vorbei. Unser Leben besteht nur noch aus „hätte, wäre, würde, wenn“ und wir machen das Umsetzen der Ziele, das Umsetzen von Plan A abhängig von dem Umständen, unserem gesamten Gesundheitszustand, der Sonne, dem Wetter, dem Glück, dem Lottogewinn, den richtigen Chancen, dem nächsten Partner, dem Jobangebot.

Ich behaupte: Wir alle haben die Chance, etwas aus unserem Leben zu machen. Und wir müssen sogar. Mein Geistesvater C.G.Jung hat einmal gesagt: Wenn man seine Berufung im Leben gefunden hat, wenn man weiss, nach was das Herz strebt, dann gibt es keinen Wunsch mehr, das zu erfüllen, dann ist es unsere heilige Pflicht das zu tun. Wir müssen dem Drang unseres Herzens

G E H O R C H E N.

Weisst Du denn was Du willst? Kannst Du es Dir eingestehen? Kannst Du es aussprechen und dann diese Aufregung fühlen, die Du spüren kannst wenn Du weisst: JA das könnte ich wirklich?

Oder schreckst Du vor Deinen eigenen grossen Wünschen zurück, magst sie nicht laut aussprechen, weil es so schmerzhaft ist, dass Deine Angst dich davon abhalten wird, sie zu erreichen?

Bist DU mutig genug in die Welt zu gehen und zu sagen:

Ich will

Ich kann

Ich werde ?

Willst Du Dein Potential jetzt endlich leben, Mensch?

Willst Du 2020 nutzen um die grossen Schritte zu machen, mutig zu sein, durchzuhalten: Plan A und nichts als Plan A?

Was Du brauchst? Ein wildes, ein couragiertes Herz. Und Kraft. Verbündete. Du musst es laut sagen: DAS WILL ICH. Und dann alles dafür tun, es zu erreichen. Dann werden sich die nächsten Schritte spielerisch ergeben, wir werden die richtigen Menschen treffen, durch „Zu-fall“ an die richtigen Orte gelenkt.

Brich auf. Wenn es sein muss: Brich aus.

Aber bleib nicht länger auf der Wartebank.

Komm raus aus der Komfortzone. Sie ist der Tod all Deiner Kreativität.

Komm raus aus der Warteposition. Geh in die Vollen.

Halte Dir nicht alle Türen offen, sonst wirst Du immer im Flur bleiben.

Schreite mutig und kraftvoll, motiviert über die Schwelle: 2020 soll Dein Jahr werden. Hol Dir was Du willst: Es ist DEIN Leben. Und es wartet schon so lange darauf sich zu erfüllen.

Und Neujahr 2021? Da kannst DU Dir die Früchte eines reichen, abenteuerlichen und grossartigen Jahres anschauen.

Ich wünsche Dir ein grossartiges grossartiges neues Jahr.
Willkommen in der Adlerperspektive.

 

und wenn Du noch ein bisschen mehr Rückenwind brauchst: http://www.go-wild-coaching.ch

 

Das Geschenk

Morgen ist es wieder soweit: Die Geschenke werden aufgepackt.

Aber stimmt das auch wirklich?

Welche Geschenke sind es wohl, die bei Dir unter dem Baum liegen oder die Du selbst gemacht hast? Macht es Dich glücklich? Bereichert es Dein Leben? Siehst Du die Botschaft dahinter oder ist es etwas das Du haben wolltest? Hast Du bei Deinen Geschenken auf etwas Spezielles geachtet? Bist Du enthalten in Deinen Gaben?

Und was wäre denn ein Geschenk, das Du an den weiteren 364 Tagen bekommst, tagtäglich? Ohne glitzerndes Geschenkpapier, einfach so, frank und frei, quasi als Lebensversprechen?

Ja, genau: Dein Herzschlag. Deine Atmung. Deine Sinne. Deine Gesundheit. Deine Unversehrtheit. Deine Freiheit. Die Gunst, eine Wahl zu haben. Deine Potentiale. Deine Chancen. Deine Möglichkeiten. Deine Lebenspartner. Deine Liebe. Dein Feuer. Deine inneren Ressourcen.

Wenn Du morgen früh diesen Blog liest, den ich hier nächtlich schreibe, dann hast Du bereits zwei Geschenke geöffnet: Dein linkes und Dein rechtes Auge. Und Du kannst auch: Lesen. Laut der Unesco gibt es weltweit 781 Millionen Analphabeten, die das nicht können. Ach ja, und auch nicht jeder hat ein technisches, digitales Gadget, um so einen Text wie diesen hier abzurufen.

Weihnachten 2019. Erkennst Du, dass Du das wichtigste Geschenk schon hast?

Dein LEBEN?

Ich wünsche Dir, dass Du dieses Leben immer feiern kannst. Dass Du dieses Geschenk jeden Tag bewusst spürst. Dass Du jeden Tag dankbar dafür sein kannst, was Du ganz selbstverständlich jeden Tag immer wieder neu hast: Das Leben. Der erwachende volle Tag.

Schöne Weihnachten! Viele Geschenke wünsche ich Dir! SO oder SO.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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Adler sollen fliegen

In den Achtzigern bin ich einem wichtigen Mentor begegnet. Ich war, wie damals viele in meiner Generation, im spirituellen Tourismus unterwegs, suchte bei diversen Seminaren und Gurus meinen Weg. Einer war damals quasi ein esoterischer Superstar. Er hiess Harald und machte von sich reden, weil er eine neue Art der Bewusstseinserweiterung in die Welt brachte. Er hatte die von Robert Monroe entdeckte Hemisphären Synchronisation erlernt und brachte sie von den USA nach Europa. Er trug bunte Hawaiihemden und war unkonventionell. Umstritten war er erst viele Jahre später. In den Achtzigern aber musste man zu ihm gehen, wenn man auf dem „esoterischen“ Weg war.

Harald machte irre Dinge, Bewusstseinsreisen, geleitete Meditationen, entwickelte die mit der speziellen Klangtechnik untermalten Meditations- Cassetten, sprach über verschiedene Ebenen unseres Bewusstseins, brachte den Begriff „Astralreisen“ in die Welt. Viele Menschen suchten den Weg in seine Seminare, knallvoll gefüllte Säle und Vorträge. Ich zweifelte an ihm, ich war immer schon misstrauisch. Aber bei einer Begegnung fand ich ihn dann doch sehr überzeugend und wollte mehr davon.

Da ich schon immer frech und neugierig war, hatte ich es geschafft, dass er mit mir einen Kaffee trinken ging. Denn ich war quasi eine Kollegin, da ich in den Achtzigern schon mein erstes Seminar entwickelte und mich mit ihm austauschen wollte. Ich war extrem aufgeregt ihn persönlich zu treffen, denn er machte damals Readings und man wusste, dass er Telepathie beherrschte. Auch mich hatte er damit schon am Telefon verblüfft – oder sagen wir besser: überzeugt?

Wir hatten einen schönen Austausch, bei dem ich aber super kontrolliert blieb. Nur nicht zu viel denken, denn er könnte ja lesen was ich denke! Kannst Du Dir das vorstellen: Gedankenkontrolle? Unmöglich. Wie eine, die nicht an einen rosa Elefanten denken wollte, dachte ich, genau, nur an den rosa Elefanten. Er muss sich wohl sehr amüsiert haben. Wir blieben an der Oberfläche des Gesprächs. Ich wagte mich nicht genug zu fragen. Und war frustriert darüber.

Dann, in den letzten beiden Minuten unserer Begegnung, fragte ich ihn, was er wohl meinte, was ich brauche. Er schoss den Satz heraus, der mein ganzen Leben auf den Kopf stellen sollte: „Du brauchst hemmungslose Spontanität. Und Lust. Lust bis zum Krachen.“

Ich ging mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht aus dem Hotel in München, in die U-Bahn. Nach Hause. Irgendwas hatte er geöffnet. Es war die Geburtsstunde, die Stunde Null. Es war „mein Satz“. In den Folgejahren, bis heute, war ich hemmungslos spontan. Und die Lust am Leben, am Wirken, am Intervenieren, am Changemaker Dasein, sie war entfacht und wurde nie mehr zurück genommen.

Harald verdanke ich meine gesamte Karriere als Mental Coach. Nicht meinem Studium, den Lehren und Büchern, der Kreativität und dem Schlausein. Es war dieser Satz, der mich quasi ermächtigte, über meine Schatten zu springen und wirklich in die Welt zu gehen, meine Mission zu kreieren und laut hinaus zu brüllen.

Heute, viele Jahre später, es werden wohl etwa 30 sein, habe ich wieder eine Geburtsstunde erleben dürfen. Meine neue Webpage, das neue Coaching steht und es geht noch mehr in die Freiheit. Das WILDE ist in der Welt.

Für mich heisst „GO WILD“ nicht: Ein komisches, kaufbares Outdoor Abenteuer bestehen. Nicht auf den Kilimandscharo wandern oder über das Feuer rennen. Nicht in risikofreudige Expeditionen aufbrechen. Nicht einen Bungee Sprung oder Canyoning machen.

Go wild heisst – radikal authentisch sein. Sich hemmungslos zeigen mit dem was in Dir ist. Zu Deinen Gedanken, Einsichten und Ansichten stehen. Fehler zugeben, Deine eigene Wahrheit aussprechen. Beziehungen beenden, wenn sie uns nicht förderlich sind. Sich frei machen von jeglicher Konvention, Beeinflussung oder Manipulation durch andere. Den eigenen Weg erkennen und nur diesen beschreiten. Die eigene Sprache finden. Selbstverantwortung übernehmen für sich und seine Bedürfnisse. Sich nicht mehr in der Angst verlieren sondern mutig und entschlossen voran schreiten und – Raum, Spielraum einnehmen. Go wild ist eben nicht Go zahm.

In der Geburtsstunde von Go wild denke ich gerne zurück an den wilden Harald, der sich Dinge traute, die niemand sonst tat. Er war herrlich wild. Und er hat mich geschubbst. In das Unbekannte, das Neue, das Aufregende. Ich winde ihm hiermit, etwas verspätet, einen Ehrenkranz.

Aber schau selbst, welche Pflanze da wachsen durfte:

www.go-wild-coaching.ch

Auf geht’s in die eigene innere Wildnis. Der Adler muss fliegen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

harald