Tabula rasa

Der lateinische Ausdruck tabula rasa bezeichnet ursprünglich eine wachsüberzogene Schreibtafel, die durch Abschaben der Schrift geglättet wurde und wie ein unbeschriebenes Blatt neu beschrieben werden kann. Im übertragenen Sinne bedeutet tabula rasa so viel wie „leer und aufnahmebereit wie ein unbeschriebenes Blatt“

Wie war Dein Freudenfeuer? Hast Du alle negativen Geister der Vergangenheit verbrannt? Hast Du die Erleichterung gespürt als Du sie ein für alle Mal aus Deinem Leben verbannt hast?

Dann gehen wir einen Schritt weiter und dieser Schritt ist wirklich wichtig:

Wer glaubt nicht an Dich?

Wer be-lastet Dich?

Wer kommt immer nur zu Dir wenn er/sie Sorgen hat?

Wer hängt viel zu schwer an Dir?

Wer steht Dir im Weg?

Wer will Dich aufhalten?

Diese Woche geht es um Befreiung von Menschen, die Dir seit längerer Zeit keine positive Energie mehr geben. Vielleicht mehr noch: Die Dich runter ziehen. Oder Dich nachhaltig gekränkt haben. Oder die Du aus irgendeinem Grund einfach nicht mehr in Deinem Leben haben willst, weil sie Dir nicht gut tun.

Du darfst jeden gehen lassen, den Du nicht (mehr) in Deinem Leben haben möchtest.

Du darfst NEIN sagen zu allem, was Dich an Deinem Wachstum hindert.

Das ist ein grosser und schwerer Schritt.

Weil wir uns meistens doch irgendwie noch verpflichtet fühlen. Weil es eine gemeinsame Zeit gab, die einmal gut war. Weil wir uns aus irgendeinem Grund verantwortlich fühlen. Weil wir der guten alten Zeiten wegen an den schönen Erinnerungen hängen, die momentane ungute Entwicklung dieser Be-zieh-ung aber nicht sehen.

Es ist Zeit, weiter zu ziehen.

In der vergangenen Woche traf ich eine schöne Frau, die im Gespräch erzählte, dass sie die Energie einer Freundin nicht mehr gut erträgt. Sie formulierte das sehr schön: Das tut mir nicht mehr gut! Ich brauchen Menschen, die sich mit mir bewegen wollen, zu Abenteuern aufbrechen und die mich inspirieren. Sie hat beschlossen, bei der alten Verbindung die „Pause“ Taste zu drücken, die vielleicht irgendwann einmal sogar die „Löschen“ Taste wird.

Das ist die Aufgabe von dieser Woche:

Trenne Dich von unguten Kontakten. Schau Dir Deine Handydaten an. Und deine Social Media Verbindungen – und dann räume auf. Lösche alle Daten von Menschen, die Du nicht mehr in Deinem Spielfeld haben möchtest. Rigoros. Löschen.

Das ist noch einfach.

Und dann sieh Dich um in Deinem Leben: Wer tut Dir (noch) gut?

Wer tut Dir nicht mehr gut?

Auch hier darfst Du weiterziehen.

Du musst keine Abschiedsbriefe schreiben und das nicht ankündigen. Aber schreibe es in Deine Notizen: Ich verabschiede mich von …. weil ich hier keine Energie, keine Entwicklung und keine Wertschätzung mehr sehe.

Das reicht. Du musst es nicht direkt ansprechen, Du musst kein Ritual machen. Aber es muss Dir klar sein: Auf der Reise, die Du angetreten hast, um zu Deinem grössten Potential zu kommen, brauchst Du nur Mitspieler, energetische Menschen, die mit Dir den ganzen Weg tanzen, Dich ermuntern, unterstützen und antreiben. Und: An Dich glauben.

Von wem willst Du Dich verabschieden?

Breite Deine Flügel aus und fliege in die Freiheit!

Willkommen in der Adlerperspektive.

Scheiterhaufen

Heute beginnt die Kalenderwoche 3 des neuen Jahres. Nach dem Startschuss in der letzten Woche, in dem Du Dich entschieden hast, die Adlerperspektive weiterhin zu lesen – und einzunehmen! und nach ihr zu handeln! beginnen wir heute einen grossen Prozess. Denn am Ende des Jahres willst Du etwas für Dich erreicht haben. Du willst sagen können: Das war mein Jahr!

Ich danke allen für die Rückmeldungen auf meinen letzten Blogpost. Es war spannend zu lesen, wieviele Menschen Lust haben etwas anzupacken. Wir werden nun 50! Schritte gehen, Woche für Woche.

Du kannst selbst wählen, ob Du diese Schritte machen möchtest.

Wenn Du sie nicht machst, verpasst Du vielleicht eine fantastische Chance, denn so explizit hat Dich bisher nichts durch das Jahr geführt. Das ist dann auch Deine Wahl. Jede Woche einen Schritt.

Tamara hat geschrieben, sie kann nur kleine Schritte gehen. Das ist in Ordnung. Jeder Schritt den Du gehst ist ein guter Schritt. Nur das Verweilen im Stillstand ist gefährlich. Mach minikleine Schritte aber bewege Dich. So kommen wir alle zu einem fantastischen Jahresende.

Zunächst: Wir räumen auf.

Das Alte muss weichen, wir müssen abwerfen was uns schwer macht. Mit einer grossen Last, die man mitträgt wird man niemals in die höchsten Himmel aufsteigen können.

Diese Woche heisst: SCHEITERHAUFEN.

Wann bist Du gescheitert? Mit was? Nein, nicht schönreden. Nicht sagen: ja aber ich habe ja so toll daraus gelernt. Diesmal gilt das nicht: Wir sind alle irgendwo mit irgendwas gescheitert. Auch Beziehungen scheitern. Oder Pläne die wir hatten und die wir verwerfen mussten, die nicht klappen wollten oder die wir ausgetrocknet haben weil wir uns nicht da hin bewegen konnten.

Scheitern ist nicht romantisch und macht keinen Spass. Wir hassen es. Und: Wir versuchen es mit allen Mitteln zu vermeiden. So sehr, dass wir bisweilen nicht einmal aufstehen und losgehen. Die Courage fehlte uns vielleicht. Damit beschäftigen wir uns ein anderes mal.

Heute aber: Scheiterhaufen.

Was möchtest Du ultimativ und für immer immer aus Deinem Leben entlassen, weil es Dich schwer und handlungsunfähig macht?

Ich habe da diese liebe zarte Frau im Coaching die mit jeder Faser ihres Herzens noch an einer alten Liebe hängt. Sie muss diese Liebe, den Mann, nicht verbrennen. Aber: Ihre Bereitschaft weiter daran zu leiden.

Schreib gleich mal auf:

Was muss und will ich unbedingt loslassen?

Wen möchte ich aus meinem Leben radikal verabschieden?

Was will und muss ich jetzt endlich weggeben damit ich frei für Neues bin?

Schreibe das auf.

Im Scheitern steckt viel wilde Kraft!

Es gibt keine Transformation, keine Wandlung und keinen Kraftzuwachs ohne das wir scheitern. Erst das Scheitern macht unsere Geschichte spannend. Nicht das Rosarot und Zuckerwatte das wir probieren um jedes Scheitern zu umgehen.

Wenn wir scheitern, scheitern wir nicht an unserer Urkraft, oder unserem echten Wesen, sondern nur daran dass wir Dingen eine Wichtigkeit verleihen, die sie nicht (niemals) haben.

Im Scheitern kommen wir zu uns selbst. Im Scheitern bleibt das von uns, was unzerstörbar ist: Unser Atem, unsere Lebenskraft, unsere unzerstörbaren Träume und unser einzigartiges Talent.

Wenn wir scheitern, so scheitern wir nur an Illusionen. Die Buddhisten sagen Scheitern sei eine Übung im Nicht-Anhaften. Und tatsächlich ist unsere Angst (vermeidbar) vor dem Scheitern (unvermeidlich) grösser als das Scheitern uns trifft.

Das Element Feuer steht für die Transformationskraft in uns: Für den Funken, der unsere Lebensenergie entzündet und antreibt. Dieses Element ist für das Leben an sich verantwortlich, denn ohne diese Energie kann es nicht entstehen. Das Feuer entspricht unserem Stoffwechsel, der uns die Energie und Lebenskraft schenkt, die wir brauchen, um im Leben voranzugehen.

Feuer steht für einen starken Willen und einen klaren Geist. Es hilft uns dabei Entscheidungen zu treffen, mutig zu sein und die eigenen Pläne zu verwirklichen.


Psychosomatisch kann sich diese Energie als Präsenz, Konsequenz, Zielstrebigkeit, Führungskraft, kognitive Stärke und Willenskraft ausdrücken.

Wenn Du alles aufgeschrieben hast, was Du dieses Jahr nicht mehr mitschleppen möchtest, dann besorge Dir eine Möglichkeit, ein Feuer zu machen. Wenn Du in der Nähe der Natur lebst oder Garten, Balkon und Waldstück hast, dann schreibe diese Dinge auf einzelne Zettel, binde sie an ein Holzstück, entfache ein Feuer, verbrenne es feierlich. Lass den Dreck los. Das Schwere. Das Leiden. Die Angst vor…. Die Einschränkungen, die Du nicht selbst wählst, die Verbindung zu Menschen, die Dir nicht gut tun.

Alles was Dich schwer macht. Verbrenne es. Versprich Dir, das diese Woche zu tun. Definiere einen Abend, an dem Du das tust. Tu es.

Für alle, die in meiner Nähe wohnen: Am Samstag mache ich im Wald so ein grosses Feuer an einer tollen Feuerstelle. Wenn Ihr mit Euren Holzklötzen kommen möchtet, an die Ihr die Zettel gebunden habt, dann kommt mit und wir feiern und feuern die Befreiung von dem, was uns noch hindert voran zu gehen. Melde Dich, wenn Du dabei sein willst.

Feuer hat grosse Kraft. Das ist ein wesentlicher Schritt.

Versprich Dir, das zu tun.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Startschuss, ultimativ

In den letzten beiden Wochen, danke liebe Leserin und lieber Leser, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen einer Atempause. Ich wollte mir überlegen, was ich als nächstes tue. Auch mit diesem Blog, der dieses Jahr, ganz bald, 4 Jahre alt wird. Ich könnte weiterhin content neue, nachdenkliche Texte schreiben, Woche für Woche. Das macht mir Spass. Dir vielleicht auch. Aber: Ich möchte nicht, dass mein Blog, wie früher das „Wort zum Sonntag“ einfach konsumiert wird. Ich will, dass dieser Blog eine Kraft hat, etwas bewegt. Dich bewegt. Das war immer meine Intention und für diese Jahr MUSS ES NUN SO SEIN.

Dieses Jahr soll er Dich ultimativ aufrütteln. Es soll, es muss radikal werden. Meine Worte sollen Gewalt haben. Ich möchte, dass er Dich begleitet, sehr radikal und fokussiert. Denn es wird das letzte Jahr sein, die „Adlerperspektive“. Es soll Dich in Bewegung setzen. Zum Fliegen. Zum Jagen. Zum Abspringen. Zum Selbstbewegen.


Wir müssen nun endlich anfangen aufzuhören – nur zu schauen, nur zu lesen. Nur zu überlegen. Nur zu reflektieren. Nur anzuklagen. Wir müssen in die Tat kommen.

Rosa Luxemburg hat einmal gesagt: Diejenigen, die sich nicht bewegen – werden ihre Fesseln nicht spüren.

Siehst Du diese Tragweite?

Wir müssen aufhören zuzuschauen. Auch unserer eigenen Bequemlichkeit. Auch der eigenen Langsamkeit. Auch dem eigenen Leiden an irgendwas. Auch der Anpassung. Auch dem Mitspielen bei einem Spiel, das wir uns nicht ausgesucht haben. Wir müssen in die Aktion kommen.

Ich hatte einen kleinen Flashback. Am vergangenen Samstag, dem Vollmondtag, hatte ich eine wütende Auseinandersetzung mit einem fremden Mensch während eines scheinbar harmlosen Spaziergangs um einen Weiher. Ich hatte ein Gespräch mitgehört und meine alte (geliebte) Wut ist wieder in mir explodiert. Nicht wie sonst immer, habe ich mich in Gelassenheit geübt und habe mich nicht eingemischt. Diesmal habe ich eingegriffen und es wurde sehr schnell hitzig und zerstörerisch. Ich war ganz kurz vor der totalen Eskalation. Frag mich nicht, ob das richtig und angemessen war. Es war – ein Startschuss. Ich will nicht mehr nordisch-nobel die Klappe halten und mitspielen. Ich will das nicht mehr. Ich will die Dinge nicht mehr aushalten und verschweigen. Ich halte mich nicht mehr zurück. Ich sprenge die Ketten.

Machst Du mit?

Willst du dieses Jahr nutzen um Aufzuräumen – Wegzuwerfen? Auszubrechen? Neu zu beginnen? Zu erobern? Willst Du in eine befreiende Schlacht aufbrechen? Willst Du

r a d i k a l

für Dich und Deine Werte gehen? Willst Du Dich endlich in Bewegung setzen? In Deine Freiheit kommen?

Wenn Du weiterhin gemütlich jeden Montag einen Blog lesen möchtest, der Dich ein bisschen amüsiert und inspiriert und unterhält, dann musst Du diesen Blog hier abbestellen. Weil es so nicht weitergeht. Ich will, dass Du an Deinen Fesseln der Bequemlichkeit rüttelst. Dass Du sie spürst und Schritt für Schritt ablegst. Und dann aufbrichst in das, was aus Dir werden könnte, wenn es nur möglich wäre. Und ALLES ist möglich wenn Du Deine Kraft in Dir anzündest und brodeln lässt.

Mitte der Achtziger hatte ich einmal eine gewaltige Auseinandersetzung mit einem Vorgesetzten. Ich hatte damals eine Anstellung (spürst Du dieses Wort – Anstellung?) in einem Team mit gelangweilten und systemgehorsamen Menschen. Ich war Rebellin, durch und durch und konnte mich nicht anpassen, mich nicht beugen, nicht gehorchen. Versucht habe ich es trotzdem. Das hat sehr viel unnütze Kraft gekostet aber ich wusste meinen inneren Ferrari noch nicht zu lenken. Das Team, in dem ich gehorchen sollte, mobbte mich bald. Sie wollten, dass ich funktionierte wie sie. Das war spannend anzusehen, wie alle gemeinsam versuchten, mich zu brechen. Perfide Mittel, herrlich intrigant. Es dauerte nicht lange, bis ich explodierte, meine Zündschnur war damals lächerlich kurz. Ich bestand auf sofortige Kündigung. Mein Chefchef meinte, ich müsse die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten und noch drei Monate! gehorchen. Ich riss mir das T-Shirt vom Leib und schrie, wenn er mich nicht per sofort aus dem Vertrag lässt, würde ich behaupten er sei mir an die Wäsche gegangen. Ich war sofort draussen. Die Personalchefin kam, die Gewerkschafterin auch. Und sie sagten: „Du wirst auch noch ruhiger!“. Es klang für mich wie eine Drohung. Heute wie damals.

Willst Du ruhig und bequem dieses neue Jahr beginnen? Schöööön langsam und immer schön brav, mit minimalen kleinen Zündungen? Die schnell auch wieder vermotten bis zum nächsten glücklosen Impuls?

Oder willst Du dieses Jahr zum Jahr machen, in dem Du einen grossen Flächenbrand für Dich selbst entfachst und ENDLICH in deine Kraft kommst?

Okay, wenn Du dabei bist, dann hinterlasse ein Feedback, damit ich weiss, dass Du an Bord bist. Dass Du diesen Blog dazu nutzt etwas zu entwickeln, das Dich weit weg aus der verdammten Komfortzone bringt.

Und wenn Du lieber bequem und ruhig sitzen bleibst, damit Du die Fesseln nicht spürst – dann kündige dieses Abonnement. Ich habe keine Lust mehr, zu amüsieren.

Dieses Jahr muss etwas gehen.

Brennst Du schon? Brennst Du endlich? Brennst Du, verdammt noch mal?

Lichterloh?

Willkommen in der Adlerperspektive.

Heimweh

Kennst Du Heimweh?

Vor einigen Jahren las ich einmal von einem Homöopathen: Alles Weh ist Heimweh. Darüber dachte ich lange nach. Ob ich Heimweh hatte? Ich musste ehrlich gestehen: Nicht nach dem Ort oder der Landschaft, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Aber: Nach Orten, die mein Herz nachhaltig bewegen. Nach Menschen. Nach Düften, nach dem einheimischen Essen. Nach den Erinnerungen, die an einen Ort gebunden sind. Nach den schönen Erinnerungen dort.

Hast Du Heimweh?

Nach was? Nach wem? Tatsächlich nach dem Ort an dem Du geboren bist? Bist Du weit weg gegangen von dem Ort? Was vermisst Du tatsächlich in der Fremde? Nimm Dir ruhig einen Moment Zeit, dem nachzuspüren.

In der vergangenen Woche traf ich einen Südamerikaner, der weniger Latino nicht sein könnte. Voller Innbrunst erzählte er mir, wie sehr er die Schweiz liebt. Er schwärmte von den Bergen, der Landschaft, dem Schnee. Ich konnte sehen und spüren wie geschmeidig und wertschätzend er mit der Umgebung umging. Ein bisschen beneidete ich ihn um dieses Gefühl, dass er sich hier angekommen fühlt und sich vollständig integriert hat. Fast schien es, als ob er mit beiden Armen die Schweiz umarmen will.

Und jetzt bin ich in Hamburg, höre die Möven, den Wind, den Regen. Den „Schnack“ der Norddeutschen. Hier sind Teehäuser und Handelskontore und der Hafen, die grossen Schiffe, die Fischbrötchen, das spitze S über das man in der Sprache stolpert. Die hanseatische Vornehmheit, das kühl-herzliche Gemüt. Ich fühle mich zuhause und plötzlich bekomme ich so einen Heimwehanfall, weil ich spüre, wie mir das oft gefehlt hat. Hier sitze ich in einem Cafe und verstehe jedes Wort am Nachbartisch. Ich muss mich nicht konzentrieren auf die Sprache, es plätschert, es beginnt sich einfach so Raum in meinem Kopf zu machen. Oh wie ich es liebe.

Wo fühlst Du Heimat?

Warum?

Das kann Dir viel über dich erzählen. Es ist das Gesetz der Resonanz, das Dich mitschwingen lässt. Resonanz (von lateinisch „widerhallen“) bezeichnet die Beziehung zwischen zwei schwingungsfähigen Systemen. Ein Schwinger bringt ein anderes System dazu, in dessen Eigenfrequenz mitzuschwingen. Re-Sonanz steht im lateinischen für «resonare» und bedeutet in Deutsch «Widerhallen, Mitschwingen».

In einem Zustand der Resonanz sind wir mit uns selbst, unseren Gefühlen, unserem Körper, anderen Menschen und der Welt in Einklang. Wenn Resonanz fehlt, fühlen wir uns hohl und leer. Resonanz führt zu einem Gefühl und Zustand des Getragenseins und der Geborgenheit in der Welt.

Bei Heimweh also geht es um Fehlen von Geborgenheit. Ein Thema, das gerade in den Tagen um Weihnachten herum ganz besonders in den Vordergrund rückt. Wir lieben die Rituale, rücken mit Menschen zusammen, die uns etwas bedeuten, verbringen „quality time“ miteinander, essen oft gleiche Gerichte, finden uns in der Küche wieder, sprechen miteinander, feiern.

Heimweh also nach einer Zeit, in der wir genügend schöne Erinnerungen haben (und die negativen an diesen Tagen blenden wir aus).

Wo fühlst Du Dich wohl?

Warum?

Was lösen die Begebenheiten bei Dir aus?

Schreibe Dir doch mal auf, was Du magst: Wind? Milde Temperaturen? Scharfes Essen? Vanilleduft aus der Küche? Höflichkeit? Anpackende und praktische Menschen? Tanzen? Singen? Umarmungen? Distanz? Sonne? Berge? Das Meer? Höflichkeit? Etikette? Frost? Durchbeissen? Humor? Poesie? Welche Art der Gewürze? Düfte?

Wenn Du Dich darauf konzentrierst, was Du magst, wirst Du bald wissen, wer Du bist. Und im nächsten Schritt wirst Du auch wissen, wo Du hingehörst. Wo Dein Herz schlägt, wo Du Dich zurücklehnen und geniessen kannst, was ist.

Vielleicht sollte ich doch nach Hamburg ziehen. Oder nach Süd-England. Oder Irland. In die Bretagne. Da wo Wind ist. Die Menschen höflich sind. Man nicht zu nah und nicht zu feurig im Temperament ist. Wo man Bodenhaftung hat. Zusammen Tee trinkt und die Welt beobachtet (statt sie zu beurteilen oder zu kritisieren). Ich mag das. Das mag ich auch in mir.

Schlussendlich kann Dein Heimweh Dich auch an den Ort zurück führen, an dem Du immer zuhause und geborgen bist: In Dein eigenes schönes Herz.

Ich wünsche Dir ganz wunderschöne Weihnachten. Lass Dich fallen, sei geborgen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Sauer macht lustig

Manchmal ist ja eigentlich alles zu viel. Zu viel Arbeit, zu viel gestresste Menschen, zu viele Missverständnisse, zu viel Druck, zu viele Erwartungen.

Im Moment scheint es mir, dass das „zu viel“ überall zu finden ist. In den vergangenen zwei Wochen sah ich viele Menschen am Limit und auch ganz viele, die genug hatten von Streiterei und endlosem Beschleunigen.

Ich kann die Bedingungen nicht ändern. Sie sind manchmal einfach scheinbar gegen uns. Oder doch nicht?

Krisen haben immer auch Wachstumspotential. Man könnte auch über sich hinaus wachsen, in die eigene Kraft kommen. Sich endlich! von unliebsamen Menschen trennen. Oder endlich! den Job wechseln. Oder endlich! weitergehen, wo wir schon viel zu lange geblieben sind. Meistens ist es aber leichter, mit schlechter Laune in der Opferhaltung zu bleiben.

Als Coach sehe ich das oft: Menschen die alles verstehen, totale Einsicht haben. Und dann doch lieber die Umstände schuldig machen, den Partner, die Arbeit, den Druck. Jammern ist einfach. Etwas ändern ist viel schwerer.

Aber muss denn nur aussen geändert werden?

Mitunter reicht es ja, einen Schluss-Strich unter eine unliebsame Situation zu machen und weiter zu ziehen. Aber manchmal steckt hier auch eine Möglichkeit, einen anderen, neuen, inneren Weg zu gehen.


Was, wenn du aus den sauren Zitronen, die dir gerade serviert werden, eine Limonade machst?

Wenn Du einen Schritt zurück machst und Dich fragst: Was macht mich jetzt gerade sauer? Und warum?

Es ist eigentlich ganz einfach: Analysiere die Situation. Was ist es, was Dich gerade stört? Was hat es mit Dir zu tun? Hast Du es provoziert oder begünstigt? Welchen Anteil hast Du daran?

Grundsätzlich ist alles, was Dir gerade sauer aufstösst, von Dir eingeleitet worden. Vielleicht hast Du Dich einmal zu etwas entschieden und es hat sich nicht so entwickelt, wie Du das gerne hättest. Oder Du bist an einem Ort gelandet, den Du falsch gewählt hast. Oder Du hast etwas begünstigt, weil Du nicht rechtzeitig Grenzen aufgezeigt hast. Oder Du hast einen Fehler gemacht.

Ich muss ein bisschen schmunzeln, wenn ich an einer meiner letzten Fehlentscheidungen denke. Ich bin einmal ins Tessin gezogen. Menschen, die mich gut kennen wissen: Ich mag keine Berge (und keine engen Täler). Ich mag die italienischen Sprache und Attitüde nicht. Ich bin ein Nordmensch und mag den Süden nicht. Ich mag keine Hitze. Ich mag kein italienisches Essen. Ich mag keine engstirnigen Menschen. Ich mag keine Vetternwirtschaft.

Und dann war ich da, im tiefsten Süden im Tessin, in einem elend engen Tal mit ausschliesslich italienisch sprechenden Menschen. Wie war ich da nur gelandet? Ich konnte das niemandem vorwerfen, es war meine wahnwitzige Idee gewesen. Und ich bereute es. Aber gleichzeitig amüsierte ich mich. Über mich selbst. Über das Schauspiel, das sich mir dort bot am anderen Ende der Welt. Ich lag gerne im Fluss. Ich ging gerne in die schöne Landschaft. Ich verwilderte und verrohte mehr und mehr. Und irgendwann konnte ich dort ein neues Coaching schreiben, weil das alles mich ungeheuer inspirierte.

Ich hatte aus den Zitronen eine köstlich erfrischende Limonade gemacht. Sie bizzelte ganz laut in meinem Mund. Go-wild-coaching, das ist da entstanden. Aus der dümmsten Situation hat sich da etwas entwickelt, das mich heute noch unglaublich glücklich macht.

Was sind Deine momentanen Zitronen?

Was macht Dich sauer?

Warum?

Und was kannst Du daraus basteln?

Keine Situation in Deinem Leben ist hoffnungslos. Du kannst alles kehren und für dich günstig verändern. Du bist in der Lage etwas zu verwerten, was sich Dir anbietet. Du bist nicht umsonst an diesem Ort gelandet. Etwas an der jetzigen Situation will etwas auslösen in Dir. Finde es heraus! Sieh das Potential! Sieh die Möglichkeiten. Blicke nach oben.

Oder so: Wende Dein Gesicht der Sonne zu, dann fällt der Schatten hinter Dich.

Es ist ganz einfach. Und das Leben ist immer für Dich.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Immer mit der Ruhe

In der vergangenen Woche bin ich gerannt. Es war so richtig viel los. Hast Du auch schon gespürt wie plötzlich alles schneller geht? Wie das Jahr, immer und immer, wenn es zu Ende geht, sich unmerklich beschleunigt?

Jedes Jahr nehme ich mir vor, dass ich es nächstes Jahr anders machen werde. Dass ich meine Arbeit zurück nehmen möchte. Mir nicht mehr so viel vornehmen, was ich alles noch tun will. Keine endlosen To-do-Listen mehr. Vielleicht sogar mal Urlaub am Ende des Jahres? Einfach mal alles sein lassen?

Gestern gipfelte der Wahnsinn dann. Ich hatte das Auto voll geladen. Trug alles in die Praxis was ich brauchte. Na, erstmal den Hund rein und auf die Terrasse geschickt. Die Hände waren voll. Ich stellte schnell ab, rannte wieder raus, nahm nochmals zwei schwere Taschen und stand vor der zugefallenen Haustür. Der Hund auf der Terrasse weiss nicht wie man eine Tür öffnet und ich stand da, mit vollen Händen und der Panik, dass die Teilnehmer für meinen Workshop gleich kommen und ich noch alles vorbereiten muss. Wie gut, dass es unter der Terrasse ein stählernes Gitter gibt. Ich nahm mir ein Herz und kletterte hoch. Unnötig zu sagen, dass das verdammt unbequem und schwierig war. Ich hing quasi zwischen Himmel und Erde, als ich meinte, meine Hose ratschen zu hören. Oben stand mein Vierbeiner und starrte mich belustigt an (ich schwöre, Huskies können hämisch grinsen).

Schliesslich hangelte ich mich hoch, etwas desolat und derangiert. Hände waschen, ums Haus laufen, die Haustür offen fixieren, ausladen, vorbereiten. Irgendwann fing ich an zu grinsen und schliesslich lachte ichlaut auf, auf der Suche nach einer Ersatzhose in meinem Praxiszimmer. Es war einfach zu komisch gewesen. Ich bekam das Glucksen nur schwer unter Kontrolle. Solche Anekdoten können mich noch ewig amüsieren.

Aber was war geschehen? Ich hatte zu viel Gas gegeben. Die Übersicht (die Adlerperspektive) verloren. Hatte den Schlüssel in der Küche liegen gelassen. Diesmal war das Problem zu lösen. Aber was, wenn wir in unserer endlosen Hast die wichtigsten Dinge übersehen?

Bist Du noch achtsam?

Nimmst Du Deine Mitmenschen noch wahr?

Hast Du noch Zeit für ein freundliches Wort, einen etwas längeren Blick?

Kannst Du noch entspannt im Auto singen, während Du von A nach B fährst?

Hast Du auch noch Zeit für Ruhe?

Vor ein paar Jahren las ich einen Koan von einer Kundin:

Eile Eile! Ich muss mich beeilen!

Die Beine liegen auf dem Sofa.

Sie hatte inmitten der grössten Hatz eine Vollbremsung gemacht und einen Moment ausgeruht. Wie klug von ihr!

Beobachte Dich: Hetzt Du durch den Tag?

Kannst Du auch mal was weglassen?

Dich zurück lehnen und einen Punkt auf deiner endlos Liste weg löschen?

L a n g s a m k e i t.

Vielleicht kannst Du das tun: Wenn Du diesen Blog gelesen hast (Bravo. Dazu hast Du Zeit genommen) schliesse für ein paar wenige Minuten die Augen und beobachte Deinen Atem im Bauch. Dann mach einen Re-Start. Aber jetzt: Langsam. Bewusst. Konzentriert.

Und: Das Geniessen nicht vergessen.

Eine schöne Woche für Dich!

Willkommen in der Adlerperspektive.

Die warme Jahreszeit

Bist du schon gerüstet für den Winter?

Ich meine nicht Kerzen und Holz und Notvorrat inclusive Campingkocher. Auch nicht die Wintergarderobe und die dicken Stiefel. Und schon gar nicht das ganze Weihnachtsgedöns… ich meine: Schätze.

Welche Schätze hat Dir dieses Jahr bisher gebracht?

Haben sich neue Wege aufgetan?

Hast Du neue spannende Menschen getroffen?

Inspiration erhalten?

Mut und Kraft geschöpft aus dem langen Sommer?

Wer war Dir nah?

Welche Begegnung hat in dir Wärme hinterlassen?

Wen willst Du unbedingt noch ganz oft sehen in diesem Jahr?

Oder gehst Du jetzt schon mit der halben Kraft und bist erstarrt in Befürchtungen und

Voraussagen, unter dem Joch der allgemeinen Angsthaltung, wie denn nun alles weiter gehen wird?

Setz Dich in Ruhe an deinen Tisch und mache eine Liste von Dingen, die dieses Jahr absolut wundervoll waren, die Dich gewärmt und bereichert haben. Menschen, die Du gerne gesehen und umarmt hast. Momente, wie auf einem Konzert, einer Reise, einem speziell schönen Essen im Kreise von lieben Leuten, ein toller Film, ein beglückendes Buch. Was hast Du Wunderschönes erlebt?

Natürlich auch: wen hast Du vermisst? Wen hättest Du gerne gesehen, aber die Zeit war nicht dafür da, die Gelegenheit ergab sich nicht? Welche Bücher und Projekte liegen noch auf dem To-do and to-make-me-happy Stapel?

Rüste Dich für den Winter. Es wird jetzt wieder kälter.

Sorge dafür, dass Dein Winter warm wird, dass er Dich umhüllt mit wertvollen Erinnerungen, dass er dich inspiriert mit Schönem, dass er Dich beschenkt, weil dieses weitere Jahr in Deinem Leben auch wieder ein Geschenk war und ist.

Nutzt Du Deine Zeit auch dafür, das Schöne zu sehen, aufzuzählen, wert zu schätzen?

In der vergangenen Woche war ich mit einer feinen und lustigen Coachee in einem Hotel über dem Vierwaldstätter See. Es war eine herrliche Aussicht, prächtiges Wetter, feines Frühstück und gute und tiefe Gespräche. Wir wertschätzten alles dort. Aber es gab auch einiges, was uns, vorsichtig gesagt, zum Schmunzeln brachte.

Wir wussten aber zu jedem Moment beide, dass es nicht selbstverständlich ist, zwei Tage, mitten in der Woche, in ein schönes Hotel zu gehen, um sich mit Lebensfragen auseinander zu setzen.

Die Aussicht in die Ferne war einfach grandios. Und da standen wir, auf einem Hügel und schauten auf die wunderschöne Landschaft und wussten: Es geht uns gut. Trotz all der Herausforderungen, die unser Leben mit sich bringt. Auch trotz all der Dinge, die nicht so laufen, wie wir sie gerne hätten.

Meine Coachee zeigte ihre Dankbarkeit immer wieder, sie ist ein Mensch, der das noch sehen kann, was für viele, besonders in der Schweiz, so selbstverständlich geworden ist.

Sieh einmal um Dich herum, was du jetzt gerade betrachten kannst.

Dann beobachte Deinen gesunden Körper.

Nimm Deinen Atem wahr.

Spürst Du, wie gut das Leben zu Dir ist?

Schliesse für einen Moment die Augen, atme tief ein und aus. Sag Danke für das was ist. Für alles Gute in Deinem Leben. Für das Wertvolle. Die Menschen. Die Natur. Die Sonne und das Licht. Deine Verbindungen. Deine Möglichkeiten.

Ich schaue auf das Bild von meinem Freund Pan. Es ist so herrlich. Ich will ihn jetzt wirklich bald sehen. Und dann sehe ich das Foto meiner Freundin Jeanne. Der Flug ist schon gebucht. Und meinen Ring an meiner Hand. Sabine freut sich mit mir auf unser Treffen. Die Tasse für Michael werde ich ihm bald bringen. Mein Hund lacht mich an, er freut sich auf den Schnee. Das neue Buch von Gamache liegt hier bereit. Die Kerzen duften schon. Ich habe eine whatsapp von meinem Schatz bekommen.

Und am Weekend sehe ich Kathi, Coco, Leonie, Hella und Susanne. Alles tolle Frauen. Eiiiii, das wird toll.

Mein Winter wird warm.

Wie wird Deiner?

Willkommen in der Adlerperspektive.

Genug ist genug

In der vergangenen Woche wurde ich zu einem Notfall gerufen. Ein Paar, dessen Partnerin schon etwas länger bei mir im Coaching war, hatte einen Streit eskalieren lassen. Es wurde sehr radikal, für meine Begriffe weit über die Grenzen der Toleranz hinaus. Dennoch musste ich beide Seiten hören. Ein Coach verurteilt nicht, er erklärt warum es so weit kommen konnte und sucht Auswege.

In diesem spezifischen Fall rate ich zu einem Ausstieg. Für meinen Geschmack hat das Paar genug für das Gelingen gekämpft. Die Waffen im gegenseitigen Krieg werden immer drastischer und sprengen längst den Rahmen eines normalen Beziehungsdramas. Für mich würde das heissen: Genug. Lass los. Ihr werdet keine Freunde mehr.

Wann ist es genug?

Eine Frage, die auch sonst immer zum Ende des Jahres im Raum steht: Wann haben wir genug? Wann haben wir genug gegeben und genug bekommen? Und auch: Genug eingesteckt, genug verhandelt. Genug ausgehalten.

Keine Frage: Beziehungen brauchen nach einer Weile auch ein bisschen Engagement und Arbeit. Wenn zwei zusammen bleiben, zusammen leben, vielleicht heiraten und eine Familie gründen wollen, dann braucht es viel Anpassung an die Individualität des Anderen. Toleranz. Aber auch: Verhandeln von Grenzen und Regeln. Nichts ist schlimmer als wenn ein Paar sich so sehr anpasst, dass es den anderen total absorbiert und aus 1 + 1 = 1 wird. Dann gibt es keinen Platz mehr für das eigene Fühlen und Denken, dann wird es eine grosse innere emotionale Abhängigkeit – und fällt einer der Partner weg, dann bleibt man halb zurück.

Vor einigen Jahren sagte ein Freundin sehnsuchtsvoll und schwärmerisch zu mir: OH! Wenn ich noch mal die grosse Liebe finde…! … – dann schenke ich ihm mein GANZES HERZ. Ich musste schmunzeln und sagte: Wie dumm von Dir! Dann hast Du keins mehr und er hat zwei, von dem er eins gar nicht braucht.

Wieso sind wir alle so sehr verliebt in diese Träume von der GROSSEN LIEBE die ausserhalb von uns, in einem Partner, einer Partnerin gefunden werden soll?

Vielleicht haben wir alle das Mär vom Prinzen auf dem weissen Pferd zu oft gehört oder die Gesellschaft macht uns weis, dass es das Glück auf Erden nur in der Zweisamkeit gibt.

Bist Du Dir selbst genug?

Gibst du Dir selbst genug Wohlwollen, Anerkennung, Wertschätzung und Liebe?

Hörst du auf deine Bedürfnisse und befriedigst Du Deine Sehnsüchte?

Findest Du ein Umfeld, das Dich nährt, das Dich sehr gut kennt und mit Dir umzugehen weiss, so wie es für Dich stimmig ist?

Hörst Du Deiner inneren Stimme zu?

Was brauchst Du für Dich ganz alleine, dass es für Dich genug ist?

In dem Fall des Beziehungsdramas sagte die Partnerin: Ich brauche es, dass er sich entschuldigt! Das tat er dann. Sogar freiwillig. Dreimal. Aber das war nicht genug. Sie musste wieder und wieder auf ihm herum trommeln. Und auch über Nacht wuchs die Wut auf ihn wieder an und wurde grösser. Es war nicht genug, dass Entschuldigungen auf beiden Seiten ausgesprochen wurden. Und ich muss ihr wieder sagen: Es reicht jetzt! Es ist genug! Lass los. Lass es gut sein.

Wenn genug heisst: Mein Fass ist voll! Ich brauche nicht noch mehr. Wenn es noch mehr wird, wird es überlaufen. Dann kann es auch heissen: Ich kann das geniessen was ich habe. Ich brauche nichts von aussen. Ich brauche grundsätzlich nichts mehr was meinen Seelenfrieden unterstützt.

Und auch: Wenn ich genug habe vom Krieg (mit mir selbst, mit meinem Partner, mit meiner Unzufriedenheit, mit meinem Blick auf die Welt) dann schütte ich das Giftfass aus (auf einer Sonderdeponie, nicht vor die Füsse deines Partners) und versiegle es: Zugang verboten.

Nutze das Fass zur Dekoration in deinem Garten. Aber fülle es nicht mit neuem Schrott, der dir irgendwann um die Ohren fliegt.

Ich wünsche Dir eine wunderschöne Woche in der Du genug von allem bekommst was Du begehrst und wirklich brauchst.

Willkommen in der Adlerperspektive.