Du bist am Leben!

Letzte Woche erreichte mich die Nachricht, dass eine liebe Bekannte mit ihrer Familie in Lombok/Indonesien war, als das Erdbeben ihre Ferien erschütterte. Sie mussten aus Angst vor einem Tsunami den Berg sehr schnell hochlaufen und dann ausharren bis die Lage wieder sicher war. Zurück spüren sie vor allem Dankbarkeit, dass es noch einmal gut gegangen ist. Auch ich kenne eine solche Situation, weil ich vor 14 Jahren ein paar Tage vor dem grossen Tsunami Khao Lak/Thailand verlassen hatte.

Damals hatte ich mir selbst eine Ansichtskarte geschickt und darauf geschrieben: Liebe Maren, vergiss dieses Paradies nie. Du bist am Leben!

Meine Welt war damals nicht nur vom Beben erschüttert worden, es gab auch ein inneres Beben, bevor ich die Reise antrat. Umso mehr zeigte sich, dass nach dem Unglück, das so viele Tote kostete, vieles sehr sehr relativ war.

Viel zu oft sind wir in einem inneren Gefängnis aus Gedanken, Gefühlen, Erwartungen, Befürchtungen und Zwängen eingeengt und verlieren das Wesentliche aus den Augen: Dass das Leben JETZT stattfindet. Dass es jetzt da ist, spürbar, erlebbar, die eigene Lebenskraft ist jetzt genau in uns. Das Leben steht jetzt zur Verfügung, wir können tun oder lassen, dies oder das.

WIR HABEN IMMER NOCH DIE WAHL.

Bist Du Dir dessen bewusst?

Weisst Du, dass das Morgen nicht mal ein Versprechen und auch keine Sicherheit ist?

Dass Du eigentlich jeden einzelnen Moment ausatmen und nicht mehr einatmen könntest? Dass es dann definitiv VORBEI wäre das Leben? Und auch Deine Wahl was Du tun möchtest, was es zu erleben gäbe, was man noch sagen, fühlen, schauen, tasten, schmecken könnte?

Das Leben wird umso wertvoller, wenn man sich seine Vergänglichkeit nicht nur bewusst macht, sondern sie jeden Moment zum Gradmesser jeder Entscheidung und jeder Empfindung machen kann. Dann treibt das Leben Dich an, dann sagt es Dir: Mach es jetzt! Fühl es jetzt! Sag es jetzt!

Spürst Du den BOOST den das bei Dir auslöst? Spürst Du es, das Leben, Deine Lebendigkeit? Den Drang, die Gier, die Lust, die Kraft? Ja?

Dann tue es: JETZT.

Vergeude keine Zeit mit Zweifel und Angst und Zurück-Haltung. Gib alles. Jederzeit. Gib Dein individuelles Geschenk in die Welt und gib es grosszügig, solange Du das Leben noch hast.

Lass Dich von diesem Gefühl tragen, heute, morgen und die nächsten Tage. Und betrachte, was passiert…..

Ja, das ist sie: Willkommen in der Adler-Perspektive!

Song Lyrics von Rosenstolz: Wir sind am Leben
Hast du alles probiert?
Hast du alles versucht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht, fang‘ an!
Hast du wirklich gelebt?
Hat deine Welt sich wirklich gedreht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht, fang‘ an!
Was willst du sagen?
Wen willst du fragen?
Was willst du erleben
Und was willst du geben?
Wer gibt dir den Frieden
Und was ist liegen geblieben?
Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird dich zerstören
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Weil dein Herz noch Feuer fängt
Weil dein Herz die Liebe kennt
Du bist am Leben
Du bist am Leben
An was willst du glauben
Oder glaubst du an dich?
Wie oft wirst du betrogen?
Wie oft belügst du dich?
Wieviel Türen wirst du öffnen?
Welches Schloss knackst du nie?
Wie oft kannst du widerstehen
Und wann gehst du in die Knie?
Warum wirst du weinen
Und wie oft bleibst du stumm?
Und für wen wirst du beten,
Weißt du wirklich warum?
Und bei wem wirst du schlafen
Und vor wem rennst du weg?
Ich kann deinen Herzschlag hören,
Keiner wird dich zerstören
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Weil dein Herz noch Feuer fängt
Weil dein Herz die Liebe kennt
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Und hast du dich verlaufen,
Ich bin da, bring dich nach haus‘
Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird dich zerstören
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben
Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird uns zerstören
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben
Weil unser Herz Feuer fängt
Weil unser Herz Liebe kennt
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben

Ein Schubbs in die Freiheit

Manchmal brauchen wir einen kleinen Schubbs. Das gilt nicht nur für absolut jeden, sondern auch für die, die einen Adler-Perspektiven Blog schreiben 🙂

In diesem heissen Sommer, den wir zwar alle geniessen, der uns aber auch alle heraus-fordert, kommen an den Hundstagen manchmal die Zeichen auf die ein oder andere „magische“ Weise.

Heute hörte ich von einem wunderbaren Mensch: Manchmal muss man sich so lange um die eigene Achse drehen bis man irgendwo einen neuen Weg entdeckt. Das ist ein bisschen wie im Labyrinth gehen und die neuen Abzweigungen finden, die uns irgendwann heraus führen. Als Kind habe ich Labyrinthe geliebt. Nicht als ich drin war, aber dieser Befreiungsmoment, wenn endlich endlich der Ausweg in Sicht kam. Das Wort Be-frei-ung ist mein Lieblingswort und auch Lieblingsort geworden und auch in englisch – Liberation, Liberty, ist es ein so schöner Klang.

Wie von Zauber heisst der wichtigste Platz in St.Helier auf Jersey dann auch „Liberation Place“ und die Busse heissen „Liberty Coach“. Wunderbar.

Kennst Du den Moment, wenn an einem sehr heissen Tag Deine Haut, Dein ganzer Körper aufgeheizt ist und Du nur noch nach Kühle lechzt? Und Du dann unter die kalte Dusche oder noch besser, in ein eiskaltes Wasser steigst? Da meint man fast, es zischt, eine riesige Befreiung. Etwas das eben noch ganz eng und gefangen war ist jetzt frei – das Wohlgefühl dass sich ein Umstand, der wenig lecker war, auflöst in Wonnegefühl. Grossartig. Das dürfen wir gerade täglich geniessen.

Diese Tage hatte ich Besuch von zwei elfenhaften bereichernden Frauen, die jede auf ihre Art, ein bisschen Glitzer (sparkle, danke S & A) dagelassen haben. Meine Fragen, die mir seit einiger Zeit beim Putzen meines Gefieders in den aufgewühlten Geist kamen, waren noch nicht gut genug ausformuliert… Da überraschte die eine Elfe mich, in dem sie mir vier fantastische Fragen gab, die ich Dir gerne weitergeben möchte. Es sind „Meditationsfragen“. Nimm Dir die Zeit um sie in Ruhe zu überdenken. Und finde die Antworten.

Nimm die Fragen als Schubbs. Diesmal nicht von mir, sondern zu mir geflogen, mit einem bisschen Sternenstaub daran:

Deine Freude – was hast Du vergessen? Und wo wartet sie jetzt auf Dich?

Deine Kreativität – wo hast Du sie vernachlässigt? Und wo ruft sie jetzt nach Dir?

Deine Essenz – mit was hast Du die Berührung verloren? Und was braucht Deine Essenz jetzt von Dir?

Dein Mut – wo hast Du ihn verloren? Und wo will er Dich jetzt hinführen?

Lass die Fragen wirken und dann gib Dir das Versprechen, dass Du sie beantworten wirst. Der Schubbs kann klein oder gross sein, den Du dadurch bekommst.

Auf jeden Fall fühlt es sich an wie – nach einem sehr langen heissen Tag der Sprung in ein erlösendes kaltes frisches prickelndes Bad. ZISCH….. So fühlt sich Befreiung an.

Willkommen in der Adler-Perspektive.

 

Im freien Fall

Tief im Maggiatal, genauer im Valle Bavone, exakt in Foroglio gibt es einen unglaublichen Wasserfall, der mich zu meinem nächsten und wichtigen Blogbeitrag inspiriert hat. Wenn man unten am wilden Fluss steht, der das Wasser aus dem Wasserfall transportiert, sieht man nach oben und da – kommt das Wasser direkt aus dem Himmel gefallen. Es gibt einen steilen und anstrengenden Weg nach oben, den man klettern und gehen kann und dann steht man direkt daneben, wo die Wassermassen auf die Granitsteine prallen. Das Geräusch ist unglaublich! Die Energie elektrisiert sofort und man spürt die Urkraft der Elemente. Das Wasser hier fällt sehr weit, man kann sogar einzelne Wasserzellen mit den Augen verfolgen wie sie nach unten fallen –

  • im freien Fall

…und was uns allen im Leben so viel Angst macht, der freie Fall ohne sicheren Boden unter den Füssen – ist hier eine Schönheit, die man bewundern kann und muss. Die Fontänen fallen nicht in ein Wasserbecken, wie in anderen Wasserfällen dieser Art, sondern prallen ohne Zurückhaltung auf den Felsen, auf die Granitblöcke, die hier erstaunlicherweise nicht ausgehöhlt und abgeschliffen sind, sondern scharf und kantig das Wasser teilen. Ein Teil fliesst in den wilden kleinen Bach, der über Steinformationen nach unten läuft. Ein Teil spritzt in alle Himmelsrichtungen und versorgt die Pflanzen darum mit üppigem Wachstumselexier und der Rest verdampft und zieht, je nach Wind, in alle Himmelrichtungen.

Der Wasserfall transformiert sich – und das kann er nur, weil er bereit ist zu stürzen, zu sterben, sich neu zu erfinden.

Ähliches passiert dem Adler, wenn er etwa 40 Jahre alt ist. Er muss sich transformieren um weiter zu leben. Einer indianischen Legende zufolge werden Adler etwa 70 Jahre alt. Irgendwann in der Mitte seines Lebens passiert es: Die alten stärksten Federn sind zu schwer geworden, der Schnabel zu lang, die Krallen an den Greif zu abgestumpft. Er zieht sich zurück, wetzt, zieht sich die schweren langen Federn aus dem Gefieder, wird wieder neu und frisch und scheint sich zu verjüngen. Danach muss er das neue Gefieder wieder einfliegen, muss sich neu ausprobieren. Mit dieser Transformation schafft er etwas, das wir alle in unserem Leben gut gebrauchen können: Sich wieder neu zu erfinden, auszuprobieren, den Flug verbessern, die Jagd überdenken.

Die Urkraft der Erde gibt uns das bereitwillig ab: Die Gravitation, die Aufwinde, die Feuer, das fliessende Wasser. Die Sonne, die Wolken, die Entladung der Spannung in der Luft wenn ein Gewitter kommt, das gute Essen das in Ruhe wachsen und reifen kann, das klare Wasser, das man im zum Beispiel im Tessin beim Schwimmen in den Flüssen trinken kann. Die Weite eines Strandes, die unseren Blick weitet und uns Freiheit zum Atmen gibt. Die Gezeiten, die uns an Kommen und Gehen erinnern. All das kann dazu dienen, den Adler, der wieder in seine Kraft kommen will, zu unterstützen.

Und dann fliegt er einem neuen Morgen entgegen, mit der Kraft, die in ihm neu entstanden ist. Fast wie ein Phönix. Und doch so viel mehr.

Wo findest Du in diesem Sommer Deine Kraftquelle?

Was inspiriert Dich gerade, was weitet Dein Herz?

Wie lädst Du Dich auf für die Zeit nach dem Sommer, was erntest Du an Kraft und wo, was Du für den Winter einlagern kannst?

Aus welcher Quelle schöpfst Du?

Ich für meinen Teil werde in den Flüssen schwimmen wie in Drachenblut und mir die Federn ausreissen, den Schnabel und die Krallen wetzen. Denn fliegen will und muss ich, bis ich 70 bin 🙂

Stürze Dich ins Leben, im freien Fall. So wie der Wasserfall. Mal schauen, was aus Dir noch wird!

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

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Sommerzeit

Im Sommer ist die Thermik wegen der vielen warmen Luft oft ungünstig. Dann drücken einen die Fallwinde nach unten oder an die gefährlichen Felswände.

Deshalb flieg ich auch mal etwas in die Leere des blaublauen Himmels…

Ich wünsche Euch einen herrlichen Sommer und geniesst Eure Ferien!

Im August komm ich dann wieder in Eure Mailfächer geflogen.

 

Herzlichst, Maren

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„It’s not my cup of tea“

Diese Tage wurde ich selbst und auch einige Freundinnen massiv mit schlechten Energien belästigt. Ja die gibt’s. Die Welt ist nicht rosarot und himmelblau sondern hat auch Farben und Geschmäcker die uns nicht passen. Diesen Blog widme ich also all jenen, die sich in den letzten Tagen und Wochen ärgern mussten.

In einem meiner Fälle begegnete ich zwei Menschen in der sozialen Hängematte die nichts anderes zu tun haben als ihre eigenen Vorteile zu ergaunern. In einem Fall meiner Freundin wird sie mit Energien von einer vermeintlichen geschäftlichen Partnerin konfrontiert die ihre eigenen Unzulänglichkeiten mit Übergriffen kompensiert. Und eine liebe Adler-Coachee aus Mai ist fast aus dem Himmel gefallen als ihrem Liebsten ums Leben getrachtet wurde.

Schluss damit!…

wollen wir dann laut und deutlich sagen und genau das sollten wir auch tun. Niemand hat das Recht unseren Seelenfrieden zu stören. Ein lieber Freund hat mir einmal gesagt: Was hat mein Bewusstsein an einem Ort wie diesem zu tun? Wie konnte ich da rein geraten?

Aber es geht nicht darum, sich selbst anzuklagen, dass wir etwas übersehen hätten oder uns „freiwillig“ dieser Gefahr ausgesetzt hätten. Auf keinen Fall sollten wir uns selbst anklagen, dass wir irgendwas damit zu tun haben.

In der Welt gibt es nicht nur wundervoll. Auch Adler werden von den anderen Vögeln im Himmel manchmal frech angegriffen.

Wer einmal so ein Manöver sehen durfte, weiss: Der Adler „quakt“ nicht. Er schreit nicht, er fliegt einfach lautlos weiter. In fast allen Fällen wird der Adler die Flughöhe wieder erhöhen (weil Hühner nun mal nicht hoch fliegen können) Vielleicht bekommt der Angreifer einen Klaps mit dem Flügel und im ungünstigsten Fall bekommt er die Greif zu spüren. Aber: Der Adler bleibt souverän. IM HIMMEL. Er lässt sich nicht bis zum untersten Boden runterziehen. Es kann sein, dass er ein bisschen strudelt und ganz kurz die Kraft verliert. Aber: Er fängt sich wieder, sucht den nächsten Aufwind und dann schraubt er sich wieder hoch. Adler verlassen Orte und Menschen, die ihnen nicht gut tun. Sie diskutieren nicht, wenn es nichts zu besprechen gibt. Wenn es nicht passt, dann ziehen sie ihrem eigenen Frieden zuliebe weiter.

Vor vielen Jahren lernte ich einen Lama kennen. Im Gespräch mit seinen Schülern in liebevoller Harmonie versunken, wurde er von jemandem wirklich dumm-dreist angemacht. Wir waren alle! empört. Nicht so der Lama. Seine Stimme blieb gleich sanft. Er verlor weder die Kontrolle noch die Geduld oder den Focus. Wir, die wir von ihm belehrt wurden, hatten das verärgerte Herzklopfen, das uns daran hinderte, seinen Ausführungen weiter lauschen zu können. Er schmunzelte und sah uns an und dann sagte er: „Ihr hattet diesen Menschen nur wenige Minuten zu ertragen, aber er muss 24×7 mit sich leben! Haben wir doch ein bisschen Mitgefühl mit ihm und seinem Unfrieden“.

Wenn ich heute daran denke, dann erscheinen mir die Kränkungen, die ich in den letzten Tagen leider erfahren musste und die Ereignisse, die meine Freunde (kurzfristig) aus der Bahn warfen, nur wie das: eine Übung, dass der Adler unbeirrt seinem Weg folgt. Sich schüttelt. Die negativen Schwingungen abstreift. Denn: Es sind nicht seine negativen Vibes, damit hat er nichts zu tun. Sein Bewusstsein hat in der Tat nichts an diesem Platz verloren.

Machen wir es also so: Den Tunnelblick aufgeben. Die Nase nach oben strecken. Dann die Augen nach oben. Abspringen, von der eigenen Thermik wieder nach oben tragen lassen. Und: fliegen.

Nichts stört den Adler für ewig. Denn er ist der König im Himmel.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

Meilensteine

Kennt Ihr das, diesen Moment wo etwas wirklich Entscheidendes passiert? Etwas was die Zeit teilt in ein Davor und ein Danach?

Ein Meilenstein in Deiner eigenen Geschichte, etwas das Alles verändert, oder doch mindestens: Sehr viel. Wenn etwas geschieht, das Dein Leben fortan bestimmen wird, das Deine Sicht, Deine Haltung, Deinen Alltag verändert?

Diese Tage kommen mir viele Menschen in den Sinn, die gerade so etwas erleben oder auch nur daran erinnert werden. Eine Freundin, die einen Moment der totalen Klarheit hatte, der ihren gesamten Fragenkatalog ans Leben gelöscht hat. Eine andere Freundin, die ihre erste eigene Praxis eröffnet. Eine Klientin, die DEN Mann ihres Lebens getroffen hat. Eine Freundin, die ihren Job hinwirft ohne eine neue Option zu haben, einfach weil !Jetzt! der richtige Zeitpunkt dafür ist. Die Freundin meines Jüngsten, die gerade ihre LAP bestanden hat. Und auch ein Geburtstag jährt sich: Mein Ältester wird 22. Seine Geburt war so ein Meilenstein für mich. Ein einschneidender Moment, der mein Leben gelenkt hat in eine Richtung ,die ich nicht vorhersagen konnte.

Es gibt sie, diese Momente im Leben, in denen das Leben neu geschrieben wird. Als wenn jemand mit Zauberhand eingreifen würde und eine Kurskorrektur anbringt. Im günstigsten Fall sind das schöne Ereignisse, an denen wir viel Freude und die allerbesten Erinnerungen haben. Aber es gibt auch Situationen die unser Leben neu ausrichten mit dem Focus auf etwas, das weder Freude noch Bereicherung bringen. Eine Diagnose, ein Verlust, ein Unfall. Auch da: Davor – Danach.

Was tut man nun mit diesen Augenblicken, die uns neu erfinden?

Sometimes we win – sometimes we learn.

Von den Adlern kann man den Mut lernen, den Dingen so zu begegnen wie sie eben nun mal sind. Sie anzunehmen, zu wachsen, weiter zu fliegen. Oder eben auch mal: Verlieren, scheitern. Und auch das bringt langfristig einen Nutzen. Ein kluger Mensch, ein gescheiter Adler, macht keinen Fehler zweimal. Dafür sind diese Meilensteine einfach zu kostbar, zu rar, zu aussergewöhnlich.

Denken wir also mal über die positiven Meilensteine nach:

Was war so ein wichtiger Moment in Deinem Leben?

Was hast Du gewonnen, was hast Du daraus gelernt?

Welches Geheimnis wurde offenbart?

Was war Dein erstes Gefühl als es geschah?

Bei meinen Meilensteinen bekam ich immer eine noch tiefere Verbindung zu meinem Herzen. Und es war alles dabei, die ganze Palette. Heute denke ich, wenn jeder Meilenstein ein Edelstein gewesen wäre, dann wäre die Kette um meinen Hals von unermesslichem Wert. Und da ist sie auch wieder: Die Dankbarkeit, dass es in meinem Leben Meilensteine gab, jede Menge davon. Das macht das Leben wert-voll und reich, kunterbunt und erfüllt.

Denke an Deine Meilensteine, lächle, sei dankbar dafür.

Willkommen in der Adlerperspektive!

 

Die Sommersonnwende, wohin wirst Du Dich wenden?

Verfolgt Ihr den Jahreslauf? Wisst Ihr, dass heute tatsächlich der längste hellste Tag des Jahres ist? Und ab morgen die Tagstunden wieder zurückgehen werden? Was wendet sich denn da, innen uns aussen?

Am 21. Juni wird Sommersonnwende gefeiert. Die Kelten nannten es Alban Hevin. Die katholische Kirche machte daraus das Fest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers.

An der Sommersonnwende ist der längste Tag und die kürzeste Nacht.

Bei den Kelten wurde die Sommersonnwende zwölf Tage lang gefeiert.
Es war die herrlich warme, wunderschöne Sommerzeit. Die „Erdgöttin“ war schwanger mit werdenden Früchten der Erde. Alles wuchs und gedieh. Und viele wunderbare Früchte konnten schon geerntet werden. Es war die sorgloseste Zeit des Jahres, wenn man bedenkt wie schwierig das Überleben früher oft war. Man kann die Natur in ihrer ganzen Fülle und Fruchtbarkeit riechen, schmecken. Es ist wie ein ganz besonderer Gesang oder Klang, der überall mitschwingt. Alles ist im Überschwang vorhanden – auch die Lust und die Freude.

Somit war das Mittsommerfest ein Fest der Freude und des Dankes. Und auch das Mittsommerfeuer war ein Dankes- und Freudenfeuer. Die Frauen brauten Starkbier mit entsprechenden Kräutern, die eine besondere berauschende und aphrodisierende Wirkung hatten. Die Feuer wurden umtanzt und übersprungen. Liebesschwüre wurden dabei geschworen. Kinder über das Feuer geworfen, um sie gegen Krankheiten zu stärken. Und natürlich war wieder viel Raum für Erotik, Lust und Leidenschaft. Noch in keltisch-schamanischer Zeit, wurden diese Tänze immer rauschhafter, je später die Nacht.

Es braucht immer eine gewisse Art von VER-RÜCKT-SEIN, um mit den Göttern und Naturgeistern tanzen zu können und damit in ihre Welt einzutauchen.

Die Sonnwende galt als weitere Nahtstelle zwischen den Welten, in der sowohl die Götter als auch die Naturgeister den Menschen nahetreten konnten. Man konnte die Götter mittanzen sehen, verlor seinen alltäglichen Verstand und wurde „ver-rückt“. Viele sogenannte „Ver-rückte“ Geschichten sind überliefert.

Nun, wir haben das Jahr 2018 und die Zeiten der Kelten und der Rituale sind schon viele hundert Jahre vorbei. Auch wenn sich heute in Stonehenge wieder viele Menschen getroffen haben, dieses spezielle Fest zu feiern, so leben wir dennoch in einer Zeit, die oft ohne Innehalten auskommen muss, in der alles schnell und gestresst geht und wir oft das vergessen, was die Natur, die eigene und die grosse im Aussen uns sagen kann.

Was soll sich in den nächsten 6 Monaten bei Dir wenden?

Wohin möchtest Du Dich wenden?

Wohin möchtest Du wachsen?

Was kannst Du noch anders, neu und völlig frei sehen?

Was wünschst Du Dir an Veränderung, an Neubeginn, an neuem Wachstum?

Nimm Dir Zeit, diesen Fragen nachzugehen, geh in Dich. Denn das ist das Gesetz der Stunde. Schauen wir nochmals in die Natur. Nach der Blüte des Frühlings sind nun die Früchte angelegt. Sie reifen nun nach innen, kommen zur Vollendung. Sie wachsen, einem Kristall gleich, nach innen, bekommen ihre Süsse, ihre aromatische Fülle, ihre Qualität.

Machen wir es also wie in der Natur.
Sieh die Dinge wie sie sind, sagt der Adler. Schau genau hin mit scharfem Blick und entscheide Dich, welche Wendung Du Dir im Leben wünschst.

Und dann: Focussiere Dich darauf.

Willkommen in der Adlerperspektive!

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