Rücksicht und Vorsicht

Sören Kierkegaard hat geschrieben: „Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.“

Dieser Satz ist für den Beginn eines neuen Jahres genau dann wertvoll, wenn man noch ein bisschen nachhängt. Ich höre sehr oft: Das habe ich schon so oft gemacht, das mache ich nie mehr! Oder: Das hat er/sie immer gemacht, das will ich nicht wieder.

Wir vergeben dem neuen Jahr, dem Leben oft die Chance, uns zu überraschen, weil wir zu fest hängen an den alten Erfahrungen, Erwartungen und auch an den alten Verletzungen. Man kann nicht Auto fahren und die ganze Zeit in den Rückspiegel schauen.

Wie fest hängst Du an den Bildern? An den Vorstellungen, wie etwas sein sollte? Wie weit kannst Du dem Leben erlauben, einfach weiter zu gehen, ganz weit weg von Deinen Ideen wie es denn hätte sein sollen?

Zugegeben, es ist schwer, sich dem Leben einfach hinzugeben, es laufen zu lassen.

Einmal mehr darf ich da aus der Adler-Weisheit erzählen:

Wenn der Adler sieht, dass es Fallwinde hat, dann fliegt er nicht, dann wird seine Jagd keinen Erfolg haben. Er wird nicht, wie wir so oft, losfliegen und flattern und damit wertvolle Energie verschwenden. Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht. Tut er es doch, so wird er kläglich scheitern: Er wird schwächer werden und schliesslich am vielleicht nächsten Tag, wenn die Thermik wieder Aufwind anbietet, los starten und sich den köstlichen Happen holen. Vielleicht dreht er sogar noch ein paar kapriziöse Runden im Girlandenflug, einfach so, nur aus Spass, weil es sich gerade anbietet.

Wir verharren alle oft in den Vor-Stellungen wie etwas sein soll – oder in den Rückblenden, wie es war. Daraus schliessen wir dann die Entscheidung im Jetzt. Wir wollen es genau so wieder haben oder genau das Gegenteil davon.

Kannst Du Dich dem neuen Jahr einfach einmal hingeben?

Kannst Du sagen: HALLO 2020 ÜBERRASCHE MICH?

Wer weiss, was Dir und mir zu bieten hat, welche spannenden Herausforderungen auf uns zu kommen, welche grossartigen Begegnungen wir haben werden.

Wem bist Du 2019 neu begegnet? Wer oder was hat Dich überrascht?

Und, traust Du 2020 zu, dass es vielleicht noch viel besser kommt?

Wenn es gerade keinen Aufwind gibt, dann warte noch ein bisschen. Sei geduldig und beobachte. Aber: Rechne mit einem Wunder.

Lass Dich überraschen, beschenken, staune: 359 frische Tage noch zu leben dieses Jahr!

Was wirst Du am Ende des Jahres sagen?

Ich hoffe für Dich: DANKE.

Ein gutes neues Jahr liebe Leserin, lieber Leser.

Alles wird gut.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

rücksicht

Neujahr und Plan A – JETZT!

Schon steht er wieder an, der Jahreswechsel. Hast Du einen Vorsatz für das neue Jahr? Wirst Du es schaffen, das umzusetzen?

In den vergangenen Jahren hatte ich viel mit grossen Plänen und Visionen zu tun. Jeder Coachee schreibt nach einem gelungenen Coaching eine Vision, wie er das Leben fortan leben will. Mehr als die Hälfte der Coachees aber verweigert diese letzte Aufgabe, sagt er würde sich dann melden, wenn sie geschrieben wäre. Dabei bleibt es dann in der Regel. Ich höre nichts mehr, meist für immer, manchmal für Jahre. Die Umsetzung der Pläne, das wirklich wirklich gehen für die eigenen gefundenen Wahrheiten ist scheinbar genau die Schwelle, über die nicht einmal die Menschen kommen, die eigentlich richtig viel Anlauf geholt haben.

Meist versanden grossartige Ideen, meist scheitern wir mit unserem Plan A. Nicht weil er nicht machbar wäre, sondern weil uns eben die Lethargie wieder einholt.

Weil Plan B – die verdammte Komfortzone – eben einfach gemütlicher ist.

Niemand hat je gesagt, dass Plan A einfach ist. Niemand hat je gesagt, dass er uns sofort glücklich machen wird. Denn für Plan A braucht es mehr als ein bisschen Motivation, ein paar schöne dekorative Sprüche an unserer Wand, mehr als ein breites Lächeln. Plan A kostet Disziplin. Blut, Schweiss und Tränen. Und: Die Umwelt will uns scheitern sehen mit unseren grossen Zielen. Warum? Weil sie dann beruhigt sagen kann: „Siehst Du, habe ich doch sowieso gewusst. Deswegen war ich schlau und hab mich gar nicht erst angestrengt“.

Wir sind gut im Ausreden erfinden. Wir sind super gut im Ausweichen.
Und so ganz nebenbei geht unsere gesamte Lebenszeit vorbei. Unser Leben besteht nur noch aus „hätte, wäre, würde, wenn“ und wir machen das Umsetzen der Ziele, das Umsetzen von Plan A abhängig von dem Umständen, unserem gesamten Gesundheitszustand, der Sonne, dem Wetter, dem Glück, dem Lottogewinn, den richtigen Chancen, dem nächsten Partner, dem Jobangebot.

Ich behaupte: Wir alle haben die Chance, etwas aus unserem Leben zu machen. Und wir müssen sogar. Mein Geistesvater C.G.Jung hat einmal gesagt: Wenn man seine Berufung im Leben gefunden hat, wenn man weiss, nach was das Herz strebt, dann gibt es keinen Wunsch mehr, das zu erfüllen, dann ist es unsere heilige Pflicht das zu tun. Wir müssen dem Drang unseres Herzens

G E H O R C H E N.

Weisst Du denn was Du willst? Kannst Du es Dir eingestehen? Kannst Du es aussprechen und dann diese Aufregung fühlen, die Du spüren kannst wenn Du weisst: JA das könnte ich wirklich?

Oder schreckst Du vor Deinen eigenen grossen Wünschen zurück, magst sie nicht laut aussprechen, weil es so schmerzhaft ist, dass Deine Angst dich davon abhalten wird, sie zu erreichen?

Bist DU mutig genug in die Welt zu gehen und zu sagen:

Ich will

Ich kann

Ich werde ?

Willst Du Dein Potential jetzt endlich leben, Mensch?

Willst Du 2020 nutzen um die grossen Schritte zu machen, mutig zu sein, durchzuhalten: Plan A und nichts als Plan A?

Was Du brauchst? Ein wildes, ein couragiertes Herz. Und Kraft. Verbündete. Du musst es laut sagen: DAS WILL ICH. Und dann alles dafür tun, es zu erreichen. Dann werden sich die nächsten Schritte spielerisch ergeben, wir werden die richtigen Menschen treffen, durch „Zu-fall“ an die richtigen Orte gelenkt.

Brich auf. Wenn es sein muss: Brich aus.

Aber bleib nicht länger auf der Wartebank.

Komm raus aus der Komfortzone. Sie ist der Tod all Deiner Kreativität.

Komm raus aus der Warteposition. Geh in die Vollen.

Halte Dir nicht alle Türen offen, sonst wirst Du immer im Flur bleiben.

Schreite mutig und kraftvoll, motiviert über die Schwelle: 2020 soll Dein Jahr werden. Hol Dir was Du willst: Es ist DEIN Leben. Und es wartet schon so lange darauf sich zu erfüllen.

Und Neujahr 2021? Da kannst DU Dir die Früchte eines reichen, abenteuerlichen und grossartigen Jahres anschauen.

Ich wünsche Dir ein grossartiges grossartiges neues Jahr.
Willkommen in der Adlerperspektive.

 

und wenn Du noch ein bisschen mehr Rückenwind brauchst: http://www.go-wild-coaching.ch

 

Das Geschenk

Morgen ist es wieder soweit: Die Geschenke werden aufgepackt.

Aber stimmt das auch wirklich?

Welche Geschenke sind es wohl, die bei Dir unter dem Baum liegen oder die Du selbst gemacht hast? Macht es Dich glücklich? Bereichert es Dein Leben? Siehst Du die Botschaft dahinter oder ist es etwas das Du haben wolltest? Hast Du bei Deinen Geschenken auf etwas Spezielles geachtet? Bist Du enthalten in Deinen Gaben?

Und was wäre denn ein Geschenk, das Du an den weiteren 364 Tagen bekommst, tagtäglich? Ohne glitzerndes Geschenkpapier, einfach so, frank und frei, quasi als Lebensversprechen?

Ja, genau: Dein Herzschlag. Deine Atmung. Deine Sinne. Deine Gesundheit. Deine Unversehrtheit. Deine Freiheit. Die Gunst, eine Wahl zu haben. Deine Potentiale. Deine Chancen. Deine Möglichkeiten. Deine Lebenspartner. Deine Liebe. Dein Feuer. Deine inneren Ressourcen.

Wenn Du morgen früh diesen Blog liest, den ich hier nächtlich schreibe, dann hast Du bereits zwei Geschenke geöffnet: Dein linkes und Dein rechtes Auge. Und Du kannst auch: Lesen. Laut der Unesco gibt es weltweit 781 Millionen Analphabeten, die das nicht können. Ach ja, und auch nicht jeder hat ein technisches, digitales Gadget, um so einen Text wie diesen hier abzurufen.

Weihnachten 2019. Erkennst Du, dass Du das wichtigste Geschenk schon hast?

Dein LEBEN?

Ich wünsche Dir, dass Du dieses Leben immer feiern kannst. Dass Du dieses Geschenk jeden Tag bewusst spürst. Dass Du jeden Tag dankbar dafür sein kannst, was Du ganz selbstverständlich jeden Tag immer wieder neu hast: Das Leben. Der erwachende volle Tag.

Schöne Weihnachten! Viele Geschenke wünsche ich Dir! SO oder SO.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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Adler sollen fliegen

In den Achtzigern bin ich einem wichtigen Mentor begegnet. Ich war, wie damals viele in meiner Generation, im spirituellen Tourismus unterwegs, suchte bei diversen Seminaren und Gurus meinen Weg. Einer war damals quasi ein esoterischer Superstar. Er hiess Harald und machte von sich reden, weil er eine neue Art der Bewusstseinserweiterung in die Welt brachte. Er hatte die von Robert Monroe entdeckte Hemisphären Synchronisation erlernt und brachte sie von den USA nach Europa. Er trug bunte Hawaiihemden und war unkonventionell. Umstritten war er erst viele Jahre später. In den Achtzigern aber musste man zu ihm gehen, wenn man auf dem „esoterischen“ Weg war.

Harald machte irre Dinge, Bewusstseinsreisen, geleitete Meditationen, entwickelte die mit der speziellen Klangtechnik untermalten Meditations- Cassetten, sprach über verschiedene Ebenen unseres Bewusstseins, brachte den Begriff „Astralreisen“ in die Welt. Viele Menschen suchten den Weg in seine Seminare, knallvoll gefüllte Säle und Vorträge. Ich zweifelte an ihm, ich war immer schon misstrauisch. Aber bei einer Begegnung fand ich ihn dann doch sehr überzeugend und wollte mehr davon.

Da ich schon immer frech und neugierig war, hatte ich es geschafft, dass er mit mir einen Kaffee trinken ging. Denn ich war quasi eine Kollegin, da ich in den Achtzigern schon mein erstes Seminar entwickelte und mich mit ihm austauschen wollte. Ich war extrem aufgeregt ihn persönlich zu treffen, denn er machte damals Readings und man wusste, dass er Telepathie beherrschte. Auch mich hatte er damit schon am Telefon verblüfft – oder sagen wir besser: überzeugt?

Wir hatten einen schönen Austausch, bei dem ich aber super kontrolliert blieb. Nur nicht zu viel denken, denn er könnte ja lesen was ich denke! Kannst Du Dir das vorstellen: Gedankenkontrolle? Unmöglich. Wie eine, die nicht an einen rosa Elefanten denken wollte, dachte ich, genau, nur an den rosa Elefanten. Er muss sich wohl sehr amüsiert haben. Wir blieben an der Oberfläche des Gesprächs. Ich wagte mich nicht genug zu fragen. Und war frustriert darüber.

Dann, in den letzten beiden Minuten unserer Begegnung, fragte ich ihn, was er wohl meinte, was ich brauche. Er schoss den Satz heraus, der mein ganzen Leben auf den Kopf stellen sollte: „Du brauchst hemmungslose Spontanität. Und Lust. Lust bis zum Krachen.“

Ich ging mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht aus dem Hotel in München, in die U-Bahn. Nach Hause. Irgendwas hatte er geöffnet. Es war die Geburtsstunde, die Stunde Null. Es war „mein Satz“. In den Folgejahren, bis heute, war ich hemmungslos spontan. Und die Lust am Leben, am Wirken, am Intervenieren, am Changemaker Dasein, sie war entfacht und wurde nie mehr zurück genommen.

Harald verdanke ich meine gesamte Karriere als Mental Coach. Nicht meinem Studium, den Lehren und Büchern, der Kreativität und dem Schlausein. Es war dieser Satz, der mich quasi ermächtigte, über meine Schatten zu springen und wirklich in die Welt zu gehen, meine Mission zu kreieren und laut hinaus zu brüllen.

Heute, viele Jahre später, es werden wohl etwa 30 sein, habe ich wieder eine Geburtsstunde erleben dürfen. Meine neue Webpage, das neue Coaching steht und es geht noch mehr in die Freiheit. Das WILDE ist in der Welt.

Für mich heisst „GO WILD“ nicht: Ein komisches, kaufbares Outdoor Abenteuer bestehen. Nicht auf den Kilimandscharo wandern oder über das Feuer rennen. Nicht in risikofreudige Expeditionen aufbrechen. Nicht einen Bungee Sprung oder Canyoning machen.

Go wild heisst – radikal authentisch sein. Sich hemmungslos zeigen mit dem was in Dir ist. Zu Deinen Gedanken, Einsichten und Ansichten stehen. Fehler zugeben, Deine eigene Wahrheit aussprechen. Beziehungen beenden, wenn sie uns nicht förderlich sind. Sich frei machen von jeglicher Konvention, Beeinflussung oder Manipulation durch andere. Den eigenen Weg erkennen und nur diesen beschreiten. Die eigene Sprache finden. Selbstverantwortung übernehmen für sich und seine Bedürfnisse. Sich nicht mehr in der Angst verlieren sondern mutig und entschlossen voran schreiten und – Raum, Spielraum einnehmen. Go wild ist eben nicht Go zahm.

In der Geburtsstunde von Go wild denke ich gerne zurück an den wilden Harald, der sich Dinge traute, die niemand sonst tat. Er war herrlich wild. Und er hat mich geschubbst. In das Unbekannte, das Neue, das Aufregende. Ich winde ihm hiermit, etwas verspätet, einen Ehrenkranz.

Aber schau selbst, welche Pflanze da wachsen durfte:

www.go-wild-coaching.ch

Auf geht’s in die eigene innere Wildnis. Der Adler muss fliegen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

harald

Von ganzem Herzen

Eine der häufigsten Ursachen, warum Menschen in eine Krise geraten ist Liebeskummer. Eine Krankheit, die uns alles lähmen kann. Den Antrieb, die Lebensfreude, den Lebensmut. In seltenen Fällen sogar den ganzen Körper.

Im Laufe der Jahre hatte ich viele „Liebeskranke“ in meinem Coaching. Und auch ich wurde in meinem Leben nicht davon verschont.

Vor vielen Jahren hatte ich einmal so schweren Liebeskummer, dass ich überzeugt war, mein Herz würde auf der Stelle aufhören zu schlagen, weil es so schmerzte. Als es dann doch weiter schlug, empfand ich das irgendwie als Verrat. Schliesslich müsse man doch weiter leiden, wenn man das Wichtigste im Leben verloren hätte.

Moment mal, das Wichtigste?

Bestimmt hast Du auch schon mal Liebeskummer gehabt. Und wie geht es Dir heute wenn Du darauf zurück schaust? Genau, es ist vorbei. Vielleicht amüsierst Du Dich sogar, wie Du damals nur so leiden konntest.

Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: „Ein Herz wird solange gebrochen, bis Du es öffnest“. Und… meinst Du auch, das wäre ein provokativer Satz? Ja. Denn Du meintest ja, es sei eben genau deswegen gebrochen, weil Du es geöffnet hast. Aber das stimmt so nicht. Du hast nur die Tür aufgemacht und den anderen eintreten lassen. Aber Du hast Dein eigenes Herz nicht für Dich geöffnet, für das Leben, für die Freude. Du hast es – genau – verschenkt.

Eine liebe Freundin sagte mir einmal, wenn sie wieder einen Mann treffe, den sie zu lieben bereit wäre, dann würde sie ihm „ihr ganzes Herz“ schenken. Ich entgegnete: Aber was soll er denn damit? Er hat ja schon eins! Dann hat er zwei und Du keins mehr!

Genau so entsteht die Krankheit Liebeskummer. Wir verschenken unser Herz und behalten nichts für uns zurück. Gibt der andere jetzt vielleicht am Anfang viel Futter für unser Herz, dann ist alles gut. Aber wenn es mit der Zeit nachlässt oder er/sie sich abwendet, dann bleiben wir alleine und ohne Trost zurück. Dann kommt er, der Herzschmerz. Weil wir meinen ohne den anderen nicht mehr komplett sein, ohne ihn nicht leben zu können.

Dabei hat sich das Leben nicht verändert. Noch immer scheint die Sonne, noch immer gibt es hunderte Möglichkeiten der täglichen Freude. Noch immer gibt es Herzberührungen, aber eben nicht mehr von dem/der einen.

In der Psychologie nennen wir das „emotionale Abhängigkeit“.

Bei der emotionalen Abhängigkeit handelt es sich per Definition um die einseitige, übertriebene Abhängigkeit von einem anderen Menschen, die sich in grosser Angst vor dem Verlassen-werden und der Vernachlässigung der eigenen Interessen bis hin zur völligen Selbstaufgabe äussert.

Wer emotional abhängig ist, kann zudem kaum Spass ohne den Partner empfinden – getrennte Unternehmungen werden deshalb zunehmend unwahrscheinlicher. Fällt der Partner also nach dem Bruch weg, so fühlt sich der Verlassene alleine und ungewollt, hat kaum noch drive für eigenes…

Wenn Du also im Gegenzug Dein Herz öffnest, für Dich, Deine Umwelt, Deinen Familien- und Freundeskreis, die Schönheiten des Lebens, dann wird die Welt wieder bunt.

Liebeskummer darf und soll man ernst nehmen. Es ist okay, eine Weile zu trauern um das, was wir verloren haben. Nimm Dir immer die Zeit das Herz wieder zu heilen. Und nach einer Weile, nach genügend Tränen und Trost, stehst Du wieder auf und lebst weiter.

Weil Dein Herz FÜR DICH schlägt. Und das Leben jederzeit da ist, um Dich wieder auf das aufmerksam zu machen, für was es sich lohnt da zu sein.

Behalte Dein Herz für Dich, verschenke es nicht, denn Du brauchst es noch. Dann wird es leicht und tanzt. Mit Dir – und bald auch wieder mit der neuen Liebe.

 

Willkommen in der Adlerperspektive!

Schenk Dir ein Lächeln!

Heute morgen war ich beim Bäcker. Ja, es gibt sie noch, die Bäckereien, in denen noch per Hand die Brotlaibe bearbeitet (massiert 😉 werden. In denen das Mehl stäubt und der Duft sich auf die Strasse schlängelt. Die Dame am Verkaufstresen schenkte mir ein Lächeln, das ich weiter trug. Zunächst zu ihr zurück, dann in den Milchladen, dann zur Nachbarin und schliesslich zu unserer charmanten Postbotin.

Wann hast Du das letzte Mal jemanden angelächelt?

Oder hat Dich jemand angelächelt?

Das ist die kleinste nonverbale Kommunikation, zu der wir in der Lage sind. Etwas, das immer funktioniert, etwas das auch immer glücklich macht. Und einen ganz winzigen Moment der Einheit schenkt. Egal wie weit wir voneinander weg sind.

Warum mir das auffiel? Gestern habe ich ein youtube über ein Interview mit Max Raabe gesehen, einem Sänger aus Deutschland. Sein Gesicht ist ein Teil seines Auftritts. Meistens leicht spöttisch, distunguiert, vornehm, seiner Singzeit, den 20er und 30er Jahren geschuldet. Raabe also in einem Interview, ein spannender Mensch. Manieren, schöne Artikulation, alles akkurat. Und dann, in einem Moment, in dem er sein Gesicht nicht mehr unter Kontrolle hatte – dieses volle breite Lächeln, nicht nur im Mund, sondern auch in den Augen, der ganze feine Mann strahlte. Ich war sofort schockverliebt. Wie schön, so ein Lächeln!

Und dann – sind nicht alle Menschen irgendwie sofort schön, wenn sie lächeln?

Wie können wir dieses alltägliche Geschenk nur übersehen? Wir bekommen es doch so oft! Manchmal weil es zur Etikette gehört (z.B. in der Gastronomie), manchmal als Kalkül (wenn uns jemand damit einfangen will) aber auch oft – einfach so, von Herzen. Sogar mein Hund lächelt. Und manchmal beobachte ich ein feines, verstecktes Lächeln, wenn ich jemandem ein Geschenk mache. Oder auch einfach so, auf der Strasse, wenn man verbal nicht die gleiche Sprache spricht. In meiner neuen Herzensheimat Holland muss ich mit einem Lächeln auskommen, denn ich spreche die Sprache noch nicht gut genug.

Lächeln baut Brücken, stellt Verbindung her, macht einander vertraut. Und es ist auch ein ganz kleines bisschen intim. Denn längst nicht alle Menschen trauen sich so einfach zu lächeln, manchmal wird es zurück gehalten, heimlich gemacht, unterdrückt. Dann zuckt es um die Mundwinkel. Aber irgendwie wissen wir ja doch, dass der Mensch lächelt, auch am Telefon.

Wir schicken ja alle gerne Emojis mit dem Smartphone. Vielleicht können wir diese Woche einmal bewusst ein Lächeln verschenken?

Schau, was damit passiert!

Kommt es zurück?

Vermehrt es sich, wenn Du es inflationär verschenkst?

Ich wünsche Dir eine vergnügte Woche. Und lächle Dir zu!

Willkommen in der Adlerperspektive.

Gänseblümchen im November

Diese Tage kam ich an meinen verlassenen Lieblingsorten vorbei. Überall lag das Laub, die Bäume waren fast kahl. Da und dort sah ich noch vergessene Gartenkerzen und schon halb verwitterte Dekorationen aus einem langen Sommer im Tessin. Die Orte, an denen im Sommer noch unendlich viele Menschen gesessen hatten, waren kahl und leer, nass und kalt, die Wege belegt mit den ungesammelten Maroni und Eichelnüssen. Da mein Hund immer gerne die Spuren liest und damit viel unserer Spaziergehzeit verbringt, fiel mein Blick entspannt auf den Boden unter meinen Füssen. Und da sah ich sie – die Gänseblümchen des Sommers, die letzten Boten des vergangenen Jahres.

Ich dachte bei den verlassenen Plätzen und Bänken und Wegen, wie es den Menschen wohl geht, die hier während des Jahres gewandert waren, die die Aussicht genossen hatten und die Ferien genossen. Was sie wohl jetzt gerade machen? Wie sie die letzten Wochen des alten Jahres verbringen?

Weisst DU wie Du dieses Jahr erlebt hast? Was es an Freud und Leid gebracht hat? Welche Menschen hast Du neu begrüsst, welche aus Deinem Leben entlassen? Was bleibt Dir in Erinnerung von 2019?

Wenn Du möchtest, kannst Du DEIN Jahr Revue passieren lassen. Ich hänge heute an diesen Blog einen Fragebogen.

Meistens tut der Blick zurück sehr gut. Manchmal hat man ja das Gefühl, es sei nichts Besonderes in diesem Jahr gewesen, man erinnert sich kaum an den April, den Mai… je weiter das Jahr voran schreitet, umso mehr vergessen wir die Highlights, die Wendepunkte, die Geschenke des Jahres. Möge Dich der Fragebogen also in die Dankbarkeit führen, in das Glück, das jedes Jahr in sich birgt. Und möge das Jahr noch ein bisschen Puderzucker auf Dich rieseln lassen im Dezember. Gold für Gold.

Ich wünsche Dir die Zeit, jetzt schon mit dem Jahresausklang die schönen Töne zu hören, die Jubelchöre, die feinen Dinge. Möge Dein Jahr reich gewesen sein. An Begegnungen, an schönen und erfüllenden und wertvollen Momenten und an Lektionen, die Dich zurück geleitet haben auf Deinen Weg.

Viel Freude bei der Revue.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Das war mein 2019

Mein schönstes Erlebnis
Meine grösste Frage
2 schöne Momente
Jemand der mich überrascht hat
Mein Lieblingsmensch 2019
Noch ein Lieblingsmensch 2019
Was mich am meisten glücklich gemacht hat
Etwas das ich besser gelassen hätte
Ein Schocker
Eine grosse Einsicht
Mein Geschenk des Jahres
Mein dunkelster Moment
Mein hellster Moment
Neue Menschen 2019
Davon habe ich mich verabschiedet oder werde ich mich verabschieden
Dafür bin ich dankbar 2019
Mein schönster Erfolg 2019
So wird mir das Jahr 2019 in Erinnerung bleiben
Mein Lieblingsort 2019