Befreie Deinen Geist

Eine schöne lange und reich beschenkte Frühlings-Saison auf Jersey ist zuende. Die Coachees sind wieder abgereist und haben überall auf der Insel ihre Spuren hinterlassen. Längst sind viele Orte hier mit den Fussabdrücken der Adlercoachings aufgeladen. Am Ende einer Saison staune ich immer, gehe langsam auf Jerseys verschlungenen Wegen durch die Buchten und an die Strände, auf den alten Friedhof, auf die Klippen. Ein bisschen bedanke ich mich bei der Insel, dass sie mir hilft, die Prozesse der Coachees zu begünstigen.

Denn ein Prozess ist es ja, das Ringen um die Freiheit im Geist, das Loslassen der alten Geschichten und der beschwerenden Gedanken und Glaubenssätze. Nur wer bereit ist, alles loszulassen was war, kann zu einer neuen freien Zukunft aufbrechen. Denn das Vergangene ist vergangen und es ist immer unsere Wahl, das aufzugeben. Oder wie sagt meine Spiritfreundin Byron Katie so schön: „How long will you still be in love with your story“.

Um frei zu sein müssen wir unsere Story aufgeben, unsere liebgewonnenen Ausreden warum wir uns dem schönen Leben nicht hingeben, es nicht geniessen können.

In vielen Jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir eigentlich alle immer zu schlecht über uns denken. Von klein auf werden wir auch damit konfrontiert, nicht gut genug, nicht schön oder klug oder brav genug zu sein. Leider leben wir eben nicht in einer Gesellschaft, die uns nur das Beste in uns zum Vorschein bringt. Ganz im Gegenteil, oft wird uns suggeriert, das mit uns etwas nicht stimmt.

Auch in dieser Saison habe ich wunderbare und schöne Menschen kennengelernt, die damit aufgewachsen waren, das mit ihnen scheinbar etwas nichts stimmt. Wie viel Selbstablehnung steckt in uns, kultiviert über lange Zeit. Wir haben alle gelernt uns nicht bedingungslos zu lieben, sondern uns selbst für dieses oder jenes verantwortlich zu machen was nicht gut gelaufen ist. Oft nicht mal in unserem eigenen Leben, sondern sogar dem unserer Eltern oder Angehörigen. Wenn wir doch nur ein bisschen besser, liebenswerter, feiner wären dann wäre alles gut. Erschreckend wie viele fantastische Menschen nicht an die beste Version von sich selbst glauben können.

C.G.Jung hat einmal gesagt: Wer nach aussen schaut träumt, wer nach innen schaut erwacht.

Und wie glücklich wären wir doch alle, wenn wir nach innen, wirklich nach innen schauen würden, denn da ist sie, die Perle, der Diamant, der wir sind. Ich habe in so vielen vielen Jahren als Coach niemals etwas anderes als grenzenlose Schönheit in den Menschen gefunden, wenn sie bereit waren, die Masken der Selbstablehnung los zu lassen.

Hier auf Jersey gehen die Menschen durch diesen intensiven Prozess, die beste Version von sich selbst zu werden. Räumen ihr Leben auf, lassen die negativen Programmierungen radikal los. Und brechen auf in ein neues Leben in Selbstverantwortung und grenzenloser friedvoller Freiheit. Dann stehen sie auf einer Klippe und schreien ein lautes deutliches JA zum Leben.

Dass so viele Menschen diese Prozesse machen, auch ausserhalb meines Coachings, dass Menschen bereit sind, nach ihrem eigenen Herzen zu leben, das macht mich über alle Massen glücklich. Auch dafür ein riesiges Dankeschön an die Welt und meine vielen Begleiter auf dem Lebensweg.

Freiheit braucht Courage, man bekommt sie nicht geschenkt.

Als ich gestern eine liebe Freundin am Flughafen abholte für ein paar Tage einfach privater Freude an dieser wunderbaren Insel, da entdeckte ich ein neues Schild, das da hing: Liberate your spirit. Jersey.

Ahhh, Synchronizität. Das Leben ist so gut.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

 

 

 

 

Vertrauen – das Geschenk der Mutigen

Wenn ein „Royal Eagle“ sich in die Lüfte begeben will, lässt er sich zunächst fallen. Als ich das erste Mal sah, wie sich ein Adler von einem Fels scheinbar passiv fallen liess, stockte mir der Atem. Es sah aus, als würde er abstürzen, er hatte die Flügel nur wenig geöffnet aber der Falkner lachte über meine Befürchtung. Ganz unten hatte die Adlerin einen Aufwind „gesehen“ und schon bald liess sie sich im Girlandenflug vom Wind nach oben treiben, mühelos, anstrengungslos, fast schon spielerisch. Die Thermiksäule hatte sie perfekt unter ihr Gefieder genommen.

Am Anfang aber stand dieses unerschütterliche Vertrauen auf Leben und Tod, dass der Adler sich fallen lässt aus hoher Höhe.

Mit diesem Vertrauen muss auch ein Coachee hier auf Jersey sich in seine eigene Transformation fallen lassen. Muss bereit sein alles zu verbrennen an Überzeugungen, Glaubenssätzen, Scham, Schuld, Gedankengebäuden, Illusionen, Ausflüchten, Ängsten und Ausreden. Nur wer den Mut aufbringt alles fallen zu lassen, alles loszulassen, kann zu neuem Denken und Handeln finden.

Zum Loslassen von Leid braucht es Mut, denn wir haben uns daran gewöhnt, es ist unser selbst gewähltes Zwangsjäckchen geworden, das uns in der Komfortzone hält. Nur, diese Komfortzone ist gar nicht bequem (auch das ist eine Illusion) sondern hält uns in der langweiligen Bequemlichkeit, der Opferrolle fest.

Dass die Coachees mir das Vertrauen schenken, sich auf diesen intensiven Coachingprozess einzulassen und tatsächlich mitzugehen über jeden Stock und Stein, in jede Herausforderung und jedes Tal durchschreiten, um endlich in ihrer wirklichen Wahrheit und unendlichen Kraft anzukommen, ist für mich immer ein riesiges Geschenk. Immer wieder stehe ich dann am letzten Tag sprachlos, wenn sie ihre Wahrheit von der Klippe schreien, wenn sie sich strecken und aufmachen in ihr neues, ihr eigentliches Leben.

Eine Meisterleistung ist es, das Vertrauen. Auch immer wieder für mich. Mein Vertrauen in meine berufliche Ausrichtung ist unerschütterlich, mein Vertrauen in meine Fähigkeiten wirklich stark.

Aber in privaten Belangen bin und bleibe ich doch mehrheitlich chaotisch, da staune ich manchmal mit welchem Übermut und welcher Kurzsichtigkeit ich voran gehe. Ich verzeihe mir das immer, aber bin auch belustigt über meine Vertrauensseligkeit, die mich oft veralbert hat. Und ich bin auch viel zu kapriziös, um behaupten zu können, dass ich mir privat selbst immer vertrauen würde. Die Kraft der Improvisation wird dann sehr oft gebraucht.

Wie stark ist unser Vertrauen in uns?

Wie stark in andere?

Und was macht Vertrauen mit Dir? Wenn Du es bekommst und wenn Du es verschenkst?

Wie dankbar bin ich über all das Vertrauen, das mir beruflich entgegen kommt. Das ist so edel und wunderbar und ich liebe es, wenn ich das spüre. Niemals würde ich damit leichtfertig umgehen. Vielleicht ist es sogar der Motor meines Tuns, dass ich das Vertrauen der Menschen, die zu mir kommen, ernst nehme, bewundere und spiegele.

Wer sich in einen Prozess begibt, der ihn vollständig wandeln kann und einfach mitgeht im Vertrauen, dass er am Ende erfolg-reich ist, der hat meinen Respekt und setzt meine besten Kräfte frei.

Wer sich von einer Klippe ins Leben stürzt im vollkommenen Vertrauen auf seine Kraft, der hat meine Bewunderung, meine Anerkennung, meine Freude.

Also einmal mehr ein Grund zum Jubeln.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Pass auf was Du tust – Leben in der Achtsamkeit

 

In der letzten Woche war ein sehr edler Coachee hier bei mir auf Jersey. Einer seiner wichtigsten Sätze war „Pass auf was Du tust“. Für ihn war klar, es muss alles miteinander im Einklang, in Verbindung sein, dem Wohl des Ganzen dienen, die Dinge weiter entwickeln, mit Liebe und Achtsamkeit gelebt sein.

Achtsamkeit ist ein Wort, das seit einiger Zeit inflationär gebraucht wird. Längst ist es kein spirituelles, psychologisches Konzept mehr, sondern wird vermehrt in der Vermarktung von Dingen verwendet, die oft leider sehr wenig mit Achtsamkeit zu tun haben.

Schaut man das englische Äquivalent dazu an, dann finden wir das Wort „aware“ aber auch: „mindfulness“, was so viel heisst wie – mit Wahrheit, ganz echt, ganz klar, ganz bewusst, sensibilisiert für das was ist, ganz gewahr.

Achtsamkeit also gewissermassen als gesteigertes Bewusstsein oder auch: Bewusstheit. Konzentration auf genau diesen Moment, diesen Menschen, diesen einen Augenblick, der gleich schon wieder Vergangenheit ist.

Ursprünglich war es eine buddhistische Praxis, die allerdings schon sehr bald in der Psychotherapie Einzug fand und als Therapieansatz unter anderem von dem weltweit bekannten Ph.D. Jon Kabat-Zinn kultiviert wurde gegen die Auswirkungen von Stress. Achtsamkeit wird oft gelehrt als die „offene Weite“. Die Ausrichtung unseres Bewusstseins also auf Zusammenhänge, freien Blick, gesteigerte Aufmerksamkeit. Während die Konzentration unseren Blick schärft, macht Achtsamkeit unseren Blick – und unser Wesen weich und frei.

Was passiert also wenn wir achtsam die Welt erfahren? Nun, zuerst einmal schärfen wir dann unsere Sinne. Wir nehmen Sie wieder richtig wahr: Das Sehen, das Hören, das Riechen, das Schmecken, das Tasten und Fühlen, die Bewegung, das Gleichgewicht. Alle 7 Sinne haben ihren Spielraum in uns.

Noch nie hat etwas ausserhalb von Dir einen dieser Sinne berührt. Nur Du bist es, von dem die Welt ausgeht. Nur mit Deinen Sinnen macht die Welt sich real. Du bestimmst was die Welt ist, wie du sie wahr-nimmst. Also die Wahrheit offenbart sich durch Deine Sinne. Bist Du Dir der Tragweite dieser Freiheit – aber auch dieser Verantwortung bewusst?

Was tust Du wenn Du achtsam bist? Das Schönste, was Du damit tun kannst ist die Welt wirklich in ihrer totalen Schönheit zu sehen. Es ist leicht und beseelend die Schönheit in den kleinen Details zu sehen. Die Feinheiten, die sensiblen und schnell vergänglichen Bilder und Reize, die sich offenbaren. Sei es der Duft nach Kaffee oder frisch geschnittenem Gras, den Blick auf die glitzernde Oberfläche des Meeres, das Brausen und Rauschen der Brandung, die Vogelstimmen, die Weichheit des Grases auf dem Du gehst, der Wind der durch das Gras weht, die Lieblichkeit von Duft, Farbe, Form von Blumen. Alles Achtsamkeitsübungen, die uns glücklich machen können.

Aber wie steht es bei Dir um die Achtsamkeit bei der Wahl Deiner Worte?Lässt Du Deine Stimmungen über Deinen Umgang mit Mensch und Welt bestimmen?

Wie steht es um Dein Konsumverhalten, die Wahl Deiner Lebensmittel, den Umgang mit den Ressourcen? Siehst Du die Zusammenhänge zwischen Deiner Wahl und der folgenden Konsequenzen darauf auf die Welt?

Gehe morgen einmal einen ganzen Tag achtsam durch die Welt.

Fühle was Du tust mit geschärften Sinnen. Hinterfrage aber auch Dein Tun, Dein Handeln, Deine Gedanken und die Re-aktionen auf das, was im Aussen ist.

Und ganz plötzlich wird dann die Welt ganz weit und gross. Wenn Du Glück hast geht dann deine Achtsamkeit so weit, dass Du Deine Verantwortung spürst.

Ganz ehrlich: Wenn Du da ankommst dass Dir bewusst wird wo und wer und was Du bist, gibt es dann eine andere Antwort (und hier steckt es: Ver-antwort-ung) als Dankbarkeit und Edelmut?

(Danke an J-E dass er mich und sich daran erinnert hat)

Hier ist sie: Die Adlerperspektive.

Dankbarkeit als Lebenshaltung

Heute morgen habe ich zwei Geschenke geöffnet – das rechte und das linke Auge (Martino)

 

Heute morgen wurde ich sehr früh wach, weil die Möven einmal mehr ganz besonders laut im Morgengrauen gekrächzt haben. Sie „singen“ den Sonnenaufgang jeden Tag herbei. Und sobald der erste Strahl des neuen Tagesbeginns da ist, herrscht einen Moment andächtige Stille. Die ersten Vögel stossen sich von ihrem Nachtlager auf dem Felsen ab und fliegen dem neuen Tag entgegen. Mir kommt es immer ein bisschen vor, als würden sie das feiern und auch, als ob sie dankbar wären dass es wieder neue Möglichkeiten gibt.

In meinen Coachings, vor allem hier auf Jersey, ist das ein tägliches Ritual: An den zehn Fingern abzählen, wofür man dankbar ist. Es verändert ganz einfach die Sicht auf den Tag. Und es gibt doch so vieles Wunderbares, für das man dankbar sein kann. So vieles, das wir als selbstverständlich ansehen und doch immer wieder einfach nur ein Geschenk ist. Dazu gibt es ein Youtube Video das sich anzuschauen lohnt: https://www.youtube.com/watch?v=3Zl9puhwiyw

Dankbarkeit ist eigentlich viel mehr in unserem Leben als wir denken: Bei jeder hohen Freude ist sie dabei. Wenn ein Kind geboren wird. Oder ein magischer zwischenmenschlicher Moment entsteht. Wenn unsere Pflanze eine Blüte öffnet. Wenn sich vor unseren Augen die Natur besonders schön gestaltet. Oder wenn das Flugzeug sicher auf dem Boden landet. Oder wenn am Morgen die Sonne strahlt, ganz besonders nach einer langen Regenperiode. Wenn unser Auto wieder anspringt wenn es gerade noch geruckelt hat. Wenn eine Arbeit so besonders gut gelungen ist. Wenn mein Coachee weit gesprungen ist. Wenn unser Kind einfach so, aus dem nichts, eine Liebeserklärung macht. Wenn ich eine besonders schöne Muschel am Strand finde…

Oft verkennen wir dann, dass wir dankbar sind, wir denken einfach nur an Freude. Aber wie oft senden wir dann ein erleichtertes Stossgebet zum Himmel, das wir meist nicht wirklich so formulieren.

Vor einigen Jahren war mal ein Coachee bei mir der die Dankbarkeits-Aufgabe empört zurück wies. Er sagte er halte Dankbarkeit für eine Form der Schwäche, schliesslich habe er sich alles was er im Leben habe, mühsam verdient. Ich war den ganzen Tag traurig für diesen Mann, denn ich bin überzeugt, dass ohne Dankbarkeit auch keine wirklich tiefe Liebe möglich ist. Ich meine damit nicht die Liebe zu einem Menschen oder einem Objekt, sondern vielmehr zum Leben an sich.

Fast alles im Leben bekommen wir geschenkt und sehen das oft nicht. Jeden Tag eröffnet sich uns eine Welt, auf die wir gar keinen Einfluss haben. Schon alleine dass wir wieder aufwachen, dass unser Körper gesund und bereit ist, uns durch den Tag zu bewegen. Dass unsere Sinne ineinander spielen, wir sehen, hören, schmecken, tasten, riechen können und damit auch: Geniessen.

Kultiviere deine Dankbarkeit. Geh mal einen ganzen Tag bewusst mit dieser Haltung. Damit wird jedes Leben, jeder Mensch auch schöner und wertvoller.

Mache heute die Übung: Sieh Dich um, konzentriere Dich darauf: Wofür bist Du heute dankbar?

Benutze Deine zehn Finger und zähle das Unmittelbare ab (Deinen Körper) dann das was Du sehen kannst (Deine Umgebung), Deine Beziehungen, Deine Lieblingsmenschen, Deine berufliche, private, physische Welt.

Ich bin heute, wie immer, dankbar für so vieles. Aber besonders heute: Den tiefblauen Himmel über der Bay, die gleissende Sonne und den neuen Flugschüler, der heute ankommt.

Und auch für DEINE Aufmerksamkeit für diesen Blog.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Jersey – Mein Eiland. Eine Liebeserklärung

Kennst Du das – eine Herzensheimat?

Wenn man wie ich keine echte Heimat hat – oder wenn man sich nicht irgendwo wirklich verankern konnte – oder mit den tatsächlichen Wurzeln nichts anfangen kann, dann tut es gut, einen Ort zu finden an dem man sich zuhause und angekommen fühlt.

Hast Du das mal erlebt, dass Du an einen Ort kommst und weisst, das ist es jetzt? Das schwingt mit mir, das fühlt sich richtig an. Hier gehöre ich hin?

Nun, Jersey ist nur der eine Ort. Die kleine Insel im Meer. Dazu kommt bei mir die grosse Insel im Meer namens Irland. Und beide sind im wilden Atlantik, besser dem Nordatlantik. Da wo der raue Sturm braust und 20 Grad schon ein Grund sind zu jubeln. Wo der Wind, die Wellen, die Gezeiten ordentlich Gas geben und scheinbar alles Unnötige wegwehen und wegspülen. Der Nordatlantik ist kein säuselndes Meer, keins das einfach nur einladend ist und ruhig und beständig fliesst. Dieser Ozean ist einer, der sich holt was er will (auch einst das „unsinkbare Schiff“). Einer der radikal ist und scharf, der gefährlich ist und leidenschaftlich und unbeirrbar. Wunderbar, das entspricht meinem wilden Herzen.

Nun aber Jersey und weil es so schön ist, darf ich sie Euch vorstellen, die Insel im Ärmelkanal, zwischen der fantastisch schönen Bretagne und dem grosse Britannien auf der anderen Seite. Der Golfstrom umströmt die Insel beständig. In der Luft und im Wasser. Hier ist immer Bewegung, kein Stillstand. Die Menschen sind nicht ganz so schrullig wie in der Bretagne oder in England, aber eben auch ein bisschen so wie eine Mischung aus beiden. Sehr höflich, lustig, gemütlich, korrekt, präsent und auch ein bisschen old-School. Vor allem aber haben die Menschen auf Jersey verstanden, dass sie in der selben Welt, der selben Insel leben. Und das ist wie ein Planet hier, einer der immer den gleichen Einflüssen ausgeliefert ist. Der Sonne, dem Wind, dem stürmischen Regen. Ich habe nirgends auf der Welt so viel Solidarität erlebt. Man gehört ganz einfach zusammen, behandelt einander mit Respekt, Augenzwinkern und Freundlichkeit. Fast täglich kann man hier erleben wie menschliches Miteinander funktioniert, man hilft einander, lächelt sich zu, spricht sich hemmungslos an, liebt die „Royals“, unsere besondere Kartoffelsorte, trinkt und isst regional und immer ist das, was aus Jersey kommt, das, was wir besonders bevorzugen.

Zudem kommt die Vegetation, die dank den Regenfällen aber auch der fruchtbaren Erde und dem Golfstrom üppig ist wie im Dschungel, grüngrün und bunt, Palmen, Blumen, Orchideen, Lavendel und die Agrarwirtschaft, die fast ohne Supplemente betrieben wird.
Und es ist langsam dieses Jersey. Die Höchstgeschwindigkeit ist 40 m/h, was ungefähr 65 km/h entspricht und nur auf zwei Strassen erlaubt ist. Sonst kriechen wir hier über schmale Strassen, lassen Vögel und Menschen passieren ohne Hast, machen uns Platz und warten auch mal in den wenigen Buchten wenn der Gegenverkehr etwas breiter ist. Es gibt keinen Stress hier auf Jersey, alles hat seine Zeit.

Jersey ist eine Insel der Gegensätze. Die rauen und hohen Klippen im Norden, der Wind, die peitschenden Wellen bei der Flut und die vergleichsweise sandigen sonnigen und glatten Buchten und Strände im Süden, mit dem Gesicht nach Frankreich. Unsere kleine Hauptstadt St.Helier beherbergt etwa ein Drittel der Einwohner, der Rest verteilt sich in kleinen Ortschaften, die fast alle mit St. beginnen. St.Peter, St.Lawrence, St.John, St.Mary, St.Martin, St.Brelade, St.Aubin, St.Saviour…und in grossen Landhäusern mit viel Land und sehr oft der Aussicht auf die verschiedenen Gesichter des Meeres.

Die Woche war ich in der Stadt und wollte zur Mittagszeit nur einen Drink nehmen. Ich steuerte auf einen Platz am Fenster zu und die Bedienung kam angesprungen. Schon erwartete ich, dass ich zur Lunchzeit einen weniger populären Tisch wählen sollte. Aber sie entschuldigte sich nur für die sandig verwaschenen Fenster, die nicht frisch geputzt wären und brachte mir lächelnd meinen Kaffee und Wasser. Ich liebe diese Freundlichkeit, die echte Hingabe an Gastfreundschaft und Welcoming. Lange schon wundere ich mich nicht mehr mit „love“ oder „darling“ angesprochen zu werden. Die Busfahrer, die Leute an der Kasse und im Postoffice. Alle einfach freundlich. Ach, was für eine Wohltat es doch ist, hier zu sein. Willkommen. Immer wieder mit offenen Armen willkommen geheissen auch als Schweizerin mit meinem „weird accent“.

Ich fühle mich zuhause. Ich bin dankbar. Ich freue mich jeden Tag, hier die wilde Atlantikluft zu atmen und zu wissen, dass meine Seele ein Heimat gefunden hat.

Erzähle uns von Deiner Seelenheimat. Und freu Dich, denn da ist er, dein Adlerhorst:

Willkommen in der Adlerperspektive

Ein Land verloren dort im Meer
Nur Sonne und Himmel über mir
Alleine die Insel meiner Träume
Ein Eiland berührt von keiner fremden Hand
Meine Insel mein Eiland
Wie finde ich zu ihr
Ein Land im weichen Abendrot
Im Meer ein weisses Segelboot
Der Wind weht und merkst du wie die Zeit steht
Ich fliege und hab doch keine Flügel
Mein Eiland, ein Eiland
Im weichen Abendrot

Dort möcht‘ ich sein wenn alles um mich schwer ist
Sein wenn alles in mir leer ist
Allein um zu mir selbst zu finden
Um zu verstehen was Leben heisst
Dort möcht‘ ich sein wenn alles um mich laut ist
Wenn selbst der Regenbogen grau ist
Allein mit mir und meiner Welt
Und meiner Zeit und meiner Einsamkeit

Ein Land verloren dort im Meer
Nur Sonne und Himmel über mir
Alleine die Insel meiner Träume
Ein Eiland berührt von keiner fremden Hand
Ein Eiland mein Freiland
Die Insel bist du
Dort will ich sein um alles zu vergessen
Nach meiner Zeit die Zukunft messen
Ohne einen Blick zurück
Nur du und ich einen Augenblick
Dort will ich sein um meinen Stolz zu brechen
Lieber schweigen als sprechen
Allein mit mir und meiner Welt

Ein Land verloren dort im Meer
Nur Sonne und Himmel über mir
Alleine die Insel meiner Träume
Ein Eiland berührt von keiner fremden Hand
Ein Eiland mein Freiland
Die Insel bist du
Bist du bist du

(Songtext N.Mouskouri)

 

Die beste Zeit des Tages – der Sonnenaufgang, der neue Beginn, der Neubeginn

Wann hast Du das letzte Mal bewusst einen Sonnenaufgang erlebt? Bist also sehr früh aufgestanden und hast ganz bewusst auf den ersten Sonnenstrahl gewartet?

Hier auf Jersey machen das meine Coachees am dritten Tag ihres Adlercoachings. Denn dieser wichtige Tag ist der Neubeginn, der erste Moment des neuen Tages, an dem alles beginnt. Und sie empfinden es immer als Geschenk, denn es ist ein meditativer, fast schon heiliger Moment, wenn wir gemeinsam sehen, wie die Sonne hinter dem Horizont erscheint und dann irgendwann den ersten Lichtstrahl schickt. Hier auf Jersey machen wir das ganz im Nordosten der Insel, auf einer hohen Klippe, um auch wirklich diesen magischen Augenblick zu erleben.

Aber wo geht die Sonne zuhause auf? Und wann? Und wann hast Du das zuletzt erlebt? Meistens liegen wir noch gemütlich im Bett und drehen uns nochmal genüsslich um, wenn die Sonne schon an dem Himmel wandert, zumindest jetzt und bis zum Herbst. Im Winter haben wir mehr die Chance, das zu erleben. Aber dann sind wir meist beschäftigt mit unserer Morgenroutine, oder wir arbeiten bereits.

Die Sonne erscheint jeden Tag, dieses Spektakel gibt es seit ewigen Zeiten. Zu allen Zeiten, egal was geschah, egal was auf unserem Planeten gerade vorging, erschien die Sonne morgens um einen neuen Tag zu beginnen.

Wie hältst Du es mit den Neubeginnen? Hast Du Zeit, Gelegenheit, Muse, um zu sehen dass es dafür jeden Tag eine neue Chance gibt? Dass ein Tag jeden Tag ein Geschenk ist? Dass es immer wieder neu beginnt das Leben?

Und was machst Du damit? Wie kannst Du Deine Wahrnehmung so weit ausdehnen dass Du dieses Geschenk wirklich annimmst und das Beste daraus machst? Kannst Du Dir am Morgen etwas vornehmen für diesen Tag? Vielleicht sogar einen wirklich Sinn darin finden dass dieser Tag auch für Dich neu beginnt?

Gehst Du selbstverständlich damit um, so als ob es nichts Besonderes wäre? Gibt es eine Garantie, dass die Sonne morgen wieder kommt?

Und was, wenn nicht?

Das Licht ist etwas ganz Entscheidendes für unser Wachstum, unsere Lebendigkeit. Wir nehmen es hin als ob es ganz selbstverständlich wäre und das ist es ja auch. Aber nichts und niemand spricht dagegen, es wieder einmal real zu begrüssen und dafür dankbar zu sein.

Einstein hat gesagt: Man kann auf zweierlei Arten leben: So als ob nichts ein Wunder wäre, oder so, als ob alles ein Wunder wäre.

Es ist Deine Wahl.
Der Adler würde sagen: Nimm die Dinge immer im JETZT wahr. Achte auf Kleinigkeiten. Begrüsse das Wunder. Feire das Leben.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

 

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Nur ein Schritt

Geht es Dir auch manchmal so? Dass Du nur einen Schritt machen musst und Du damit in eine ganz neue Welt eintauchen kannst? Weisst Du, dass Du die Wahl hast, jeden Moment neu Deine Wahrnehmung, Deine Sicht auf die Welt zu verändern?

Wir sehen zu wenig, dass wir frei sind. Denn allzu oft steht man vor einer Wand und sieht nur diese kleine Wahrnehmung der Welt.

Vor Jahren sagte ein fremder Mensch zu mir, ich solle immer den Blick zum Himmel heben, denn dann würden meine Augen auch blau bleiben. Wenn ich ihn aber immer am Boden hätte, würden meine Augen grau und das Feuer würde verlöschen. Ich habe mir das stets vor Augen geführt und auch deswegen sind meine Adler-Perspektiven entstanden. Ich muss etwas Neues sehen. Woanders hinschauen, die Grenzen sprengen oder zumindest ausdehnen um die Welt klar zu sehen.
Dafür gibt es eine kleine leichte Übung: Geh an einen Ort an dem Du noch nie warst. Iss oder trinke etwas, das Du noch nie gekostet hast. Probiere etwas, das fremd ist, das Du noch nie getan hast. Lerne etwas oder jemanden Neues kennen. Erweitere Deinen Radius, Deinen Lebenskreis. Schmecke, rieche, taste, höre Dinge die Du nicht kennst. Und lass Deine Fantasie dazu eine neue Geschichte finden.

Die Tage sass ich in einem Bistro in Orleans. Ich bestellte die Spezialität des Tages. In der Hoffnung es mögen keine Schnecken sein. Dann kam etwas total erstaunliches, eine Mixtur aus Sellerie, Kirschen, Chilli, etwas Klebriges etwas Scharfes, etwas Knackiges. Ich weiss bis heute nicht was es war. Danach ein Glas Absinthe-l’Eau. Ich war überrascht. Noch mehr, als zwei Franzosen herein kamen und sich an den Tisch nebenan setzten. Sie sprachen so lebendig, geistreich, lustig miteinander, dass ich einfach ein Bild machen musste. Natürlich habe ich kein Wort verstanden von dem was sie in einem schnellen bretonischen Französisch sprachen. Aber es war eine Freude, ihnen zuzusehen. Ganz neue Körpersprache, Mimik, Gestik. Ich stellte mir im Geist vor, über was sie wohl reden und hatte einen Haufen Spass ein bisschen „Voyeur“ der Herren zu sein.

Am nächsten Tag ging ich durch Rennes und auch hier wieder: Neue Bewegungen, andere Blicke, offenes Lächeln. Neue Düfte, neue Lebensmittel in den Auslagen, selbstverständliches Auftreten der jungen Frauen in gewagten Outfits. Flirten auf der Strasse, Offenheit. Ein herrliches Theater!

Ich musste an die letzten Tage davor denken, als ich mit einigen unschönen Vibes konfrontiert war und da war es wieder: Das Gefühl, dass die andere Welt immer nur einen Schritt entfernt ist. Wenn man etwas Neues braucht, um den Blickwinkel zu ändern und damit auch zu neuen Gedanken und Lösungen kommen möchte, dann muss man ab und zu die Komfortzone verlassen.

Was wirst Du als Nächstes tun um Deinen Horizont zu erweitern?

Der Adler schaut sich alle Welten an um zu seinen Antworten zu kommen. Und niemals ist die Welt gleich, denn sie verändert sich ständig und jeden Moment. Dann neu zu entscheiden was nun das Richtige ist, ganz situativ und bisweilen auch amüsiert – das ist Freiheit.
Du hast immer die Wahl die Dinge auch mal anders zu sehen. Schau nach oben.

Willkommen in der Adler-Perspektive.

 

 

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Folge den Zeichen! Synchronizität für deine Entscheidungen

Geht es Euch auch manchmal so? Man steht vor einem Berg, einer Wand, einer Leinwand die noch ganz weiss ist und man weiss nicht mehr weiter. Manchmal fehlt er, der entscheidende erste Schritt, der in die richtige Richtung führt. Es geht nicht vor und nicht zurück und dann schaut man etwas sehnsüchtig zum Himmel und bittet um ein Zeichen. Und es kommt: IMMER.

Denn das was jetzt passiert nennt sich „Synchronizität“.

Man kann es auch einfacher haben: Der Zufall.

Alles was uns im Leben so einfach zufällt hat eine Bedeutung. Und das was uns zufällt hat immer mit dem zu tun, was uns gerade beschäftigt, was in unseren Gedanken gerade so los ist. Es ist eben auch Zufall, wenn sich etwas gerade dann im Leben zeigt, wenn es für uns richtig ist.

Hattest du auch schon einen perfekten Tag, wo alles genau so lief, wie du es wolltest? Dass Menschen und Dinge genau im richtigen Zeitpunkt erschienen? Das ist Synchronizität. Wenn das Ereignis nur ein paar Sekunden früher oder später eingetroffen wäre, dann wäre das Ergebnis nicht möglich gewesen. Alles war im richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Wenn du dich „synchronisiert“ hast mit der Sache, die du möchtest, dann wirst du sie auch höchstwahrscheinlich erhalten, dann wird sie dir zufallen.

So können wir auch die Leute treffen, welche unserer momentanen Sachen dienlich sind. Wenn unsere Energie übereinstimmt mit dem, was wir suchen, dann wird es uns irgendwann begegnen.

Mit den Zeichen ist es auch so. Achte darauf, wenn Du auf der Autobahn fährst: Was steht auf dem Lastwagen vor Dir? Bekommst Du vielleicht ein Zeichen in Form eines Bildes, einer Begegnung, eines Wortes? Diese Zeichen sind dann da, wenn wir sie sehnsüchtig erhoffen, dann wird es einfach diesem Weg zu folgen, der so spielerisch leicht von einer gewissen Magie begünstigt wird.

Diese Tage hatte ich eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Ich sass im Auto als mir einfiel wie ich das lösen könnte. Als ich auf mein Armaturenbrett schaute, sah ich meine absolute Lieblingsglückszahl auf dem Uhrdisplay. Zuhause schrieb ich die passende Email zu meiner Entscheidung. Das Herz klopfte mir wild bis zum Hals denn es hatte wie immer ein gewisses Risiko in der Sache. Ich schickte die Mail ab und blieb noch einen Moment vor dem Bildschirm sitzen und schaute auf die Mailbox, aus der soeben meine folgenreiche Email verschwunden war. Da poppte eine neue Mail auf. Die Werbung von Jeep, von dem Objekt meiner Begierde, dem neuen Modell mit dem Namen „Freedom“. Und ganz unten, da stand mein Zeichen: „Freiheit ist Ihre Entscheidung“. Aaaahhhh, dieses Zeichen tat so gut denn da war sie wieder meine Autonomie, aus der heraus ich diese riskante Entscheidung getroffen hatte.

Danke sagte ich und musste lächeln denn es war nur ein Reminder. Freiheit ist immer unsere Entscheidung!

Wie frei fühlst Du Dich den Zeichen zu folgen, die es auf dem Weg gibt?

Hast du offene Augen dafür?

Bist Du bereit, die Magie des Augenblicks zu empfangen?

Welches Zeichen hat dich zuletzt beglückt?

 

Sieh die Dinge wie sie sind, sagt der Adler.

Willlkommen in der Adlerperspektive!

Essen was das Herz begehrt

In der letzten Zeit begegnen mir allerlei Unverträglichkeiten. Menschen die gegen diverse Nahrungsgruppen allergisch oder irritiert reagieren. Und das Angebot, die Meinungen und die Anleitungen zum gesunden Leben sind riesig. Manch ein lieber Mensch ist damit komplett überfordert und weiss gar nicht mehr was er essen kann und soll.


Heute morgen stand ich an der Kasse und eine Dame steckte ihre Fleisch-produkte in eine extra braune Papiertüte. Der junge Mann an der Kasse fragte, warum sie das tue und sie sagte sie lebe mit zwei Veganern zusammen die kein Fleisch im gemeinsamen Kühlschrank anschauen wollen. Anschliessend ging ich frühstücken und hörte am Nachbartisch wie eine Kundin verzweifelt versuchte ein Getränk ohne Milch, Zucker, Koffein und Zusatzstoffe zu finden.

Essen macht ganz viele Menschen inzwischen krank. Warum ist das so?

Als ich das Thema im Netz zu googeln begann, gab es ebenso viele Erklärungen wie Gegenargumente, die Unverträglichkeiten wurden auf unendliche Weise versucht zu therapieren. Nahrungsergänzungen und Empfehlungen wie man dies oder jenes aufgrund von Aminosäuren, basischen Produkten und Vitaminzugaben besser verstoffwechseln könnte.

Was ist Essen für uns? Von was ernähren wir uns?

Vor vielen Jahren hörte ich mal von einer sehr lustigen Theorie: Man solle Nahrungsmittel überprüfen nach: Welches Essen winkt nach mir?

Welches Essen summt in mir?


Im Grunde war es ganz einfach: Das winkende Essen wollte uns verführen, war oft sogar ein Lifestyle Produkt, das gerade jeder isst. Oder man isst das, was es auf einer Einladung gibt oder alle anderen bestellen. Oder das obligatorische Gipfeli oder den Keks zum Kaffee. Oder das Brot vor dem Essen. Dieses Essen winkt – meistens wollen wir es gar nicht zu uns nehmen.

Das summende Essen war ein Signal unseres Körpers, was er gerade braucht. Das konnten sehr lustige Sachen sein wie Rote Beete oder Bittermandel, Zimt oder Apfelmus. Aber auch einfach Kohlenhydrate, die heute so gerne weg rationalisiert werden. Oft hatte das Summen mit Gewürzen zu tun, Kräutern oder mit Geschmacksrichtungen wie bitter, süss, salzig.

Vielleicht sollten wir uns mal anders herum fragen:
Was ist meinem Körper eine echte Lust?

Was ist meine Verträglichkeit?
Was tut mir gut?

Ist es warm oder kalt? Welche Konsistenz mag mein Körper besonders?

Wenn DU entscheiden müsstest: Welche fünf Lebensmittel machen dich dann IMMER glücklich und tun dir auch immer gut?

Lass Deinen Körper summen. Denn nur dein Körper selbst weiss, was er will, braucht und was sein Stoffwechsel damit tut.

(einen Gruss an M., sie liebt ihr Porridge und ich durfte sie am Montagabend genüsslich seufzen hören als sie es kochte und der Duft ihr in die Nase stieg)

Und dann: Nimm Dein Lieblingsessen so oft wie möglich zu Dir.


Ach, übrigens: Der Adler frisst am liebsten Fuchsfleisch. Ziemlich rar zu erbeuten aber wenn er es hat, dann geniesst er es so richtig.

Also essen was das Herz (und der Rest des Bodys) begehrt. Und dann das Leben feiern. So soll es sein.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

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Wenn wir uns verirren dann lernen wir uns kennen

Wie geht es Euch, wenn Ihr mal vom Weg abgekommen seid?

In der letzten Woche war das ein Thema für mich. Zum einen weil ich selbst erkennen musste, dass ich mich etwas verirrt hatte, weil ich bei einer Entscheidung nicht völlig klar mit meinen tiefsten Wünschen verbunden war.

Zum anderen weil ich gleich drei Menschen im Coaching begleiten durfte, die einen scheinbaren Irrweg genommen hatten.

Wie oft verlassen wir den Pfad, der für uns vorgesehen war, weil uns etwas anzog, was vermeintlich die bessere Wahl wäre. Und dann erkennen wir, dass wir im Wald stehen, vor einer Mauer oder einfach im Niemandsland und nichts geht mehr weiter.

Wie reagieren wir dann? Werden wir hektisch, suchen nach dem ursprünglichen Weg und versuchen zu korrigieren in dem wir den ganzen Irrweg zurück gehen um dem einmal eingeschlagenen Weg wieder zu folgen? Oder arrangieren wir uns neu, schauen was jetzt das Richtige wäre und gehen auf eine neue Reise?

Ich erinnere mich, dass ich mich einmal mit einem Hund im Wald verirrt hatte. In der Hektik, die daraus entstand, weil ich mir plötzlich über Zeitverlust und mögliche Konsequenzen bewusst wurde, machte ich fatale Fehler. Verlor meinen Schlüssel (einen Schlüsselbund im Laub zu finden, Halleluja!) und schrie sogar den Hund an, dass er schuld wäre wenn ich mich jetzt verspäte und jede Menge Stress hätte. Im Blick des Hundes sah ich komplettes Unverständnis. Er schien mich zu fragen ob ich den Verstand verloren hätte. Hatte ich auch, um ehrlich zu sein. Gott sei Dank. Denn ohne Verstand konnte ich meiner Intuition folgen. Sie lud mich ein, mich hinzusetzen, zu atmen und mich zu sammeln. Dann natürlich eine sehr grosse Entschuldigung bei dem Hund. Und schliesslich ganz langsames und achtsames Gehen. Schritt für Schritt.

Ein anderen Hundeläufer kam mir entgegen und fragte mich, ob das mein Schlüsselbund sei. Unnötig zu sagen dass ich schamvoll nach Hause fuhr.

Wenn ich mich verliere, verirre, dann begegne ich mir selbst. Und nicht immer ist das, was man dabei sieht. wirklich sympathisch. Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, was man in einer solchen Situation erkennen durfte, kann sehr erfrischend und auch bereichernd sein.

Ich habe damals alle Termine abgesagt und mir eine Woche Ruhe gegönnt weil ich erkennen musste, dass sich im Inneren sehr viel Ungeduld und Stress gesammelt hatte. Danke für den Umweg also.
In einem Coaching heute erkannte ich, dass beide Partner sich gefährlich entfernt hatten, als sie auf einen Irrweg kamen. Der kleine Seitenschlenker war kaum zu korrigieren und braucht von beiden viel neue Vertrauensarbeit.

Wie geht es Euch, wenn Ihr verloren gegangen seid?

Und wo findet Ihr dann die neue Sicht?

Am besten: Hoch hinauf in den Himmel und von oben das Muster neu erkennen.

Willkommen in der Adlerperspektive!

 

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