Wenn wir uns verirren dann lernen wir uns kennen

Wie geht es Euch, wenn Ihr mal vom Weg abgekommen seid?

In der letzten Woche war das ein Thema für mich. Zum einen weil ich selbst erkennen musste, dass ich mich etwas verirrt hatte, weil ich bei einer Entscheidung nicht völlig klar mit meinen tiefsten Wünschen verbunden war.

Zum anderen weil ich gleich drei Menschen im Coaching begleiten durfte, die einen scheinbaren Irrweg genommen hatten.

Wie oft verlassen wir den Pfad, der für uns vorgesehen war, weil uns etwas anzog, was vermeintlich die bessere Wahl wäre. Und dann erkennen wir, dass wir im Wald stehen, vor einer Mauer oder einfach im Niemandsland und nichts geht mehr weiter.

Wie reagieren wir dann? Werden wir hektisch, suchen nach dem ursprünglichen Weg und versuchen zu korrigieren in dem wir den ganzen Irrweg zurück gehen um dem einmal eingeschlagenen Weg wieder zu folgen? Oder arrangieren wir uns neu, schauen was jetzt das Richtige wäre und gehen auf eine neue Reise?

Ich erinnere mich, dass ich mich einmal mit einem Hund im Wald verirrt hatte. In der Hektik, die daraus entstand, weil ich mir plötzlich über Zeitverlust und mögliche Konsequenzen bewusst wurde, machte ich fatale Fehler. Verlor meinen Schlüssel (einen Schlüsselbund im Laub zu finden, Halleluja!) und schrie sogar den Hund an, dass er schuld wäre wenn ich mich jetzt verspäte und jede Menge Stress hätte. Im Blick des Hundes sah ich komplettes Unverständnis. Er schien mich zu fragen ob ich den Verstand verloren hätte. Hatte ich auch, um ehrlich zu sein. Gott sei Dank. Denn ohne Verstand konnte ich meiner Intuition folgen. Sie lud mich ein, mich hinzusetzen, zu atmen und mich zu sammeln. Dann natürlich eine sehr grosse Entschuldigung bei dem Hund. Und schliesslich ganz langsames und achtsames Gehen. Schritt für Schritt.

Ein anderen Hundeläufer kam mir entgegen und fragte mich, ob das mein Schlüsselbund sei. Unnötig zu sagen dass ich schamvoll nach Hause fuhr.

Wenn ich mich verliere, verirre, dann begegne ich mir selbst. Und nicht immer ist das, was man dabei sieht. wirklich sympathisch. Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, was man in einer solchen Situation erkennen durfte, kann sehr erfrischend und auch bereichernd sein.

Ich habe damals alle Termine abgesagt und mir eine Woche Ruhe gegönnt weil ich erkennen musste, dass sich im Inneren sehr viel Ungeduld und Stress gesammelt hatte. Danke für den Umweg also.
In einem Coaching heute erkannte ich, dass beide Partner sich gefährlich entfernt hatten, als sie auf einen Irrweg kamen. Der kleine Seitenschlenker war kaum zu korrigieren und braucht von beiden viel neue Vertrauensarbeit.

Wie geht es Euch, wenn Ihr verloren gegangen seid?

Und wo findet Ihr dann die neue Sicht?

Am besten: Hoch hinauf in den Himmel und von oben das Muster neu erkennen.

Willkommen in der Adlerperspektive!

 

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