Der kosmische Witz

Kürzlich hatte ich wieder einmal einen „kosmischen Witz“, so nenne ich die Situationen, die absurd, unerwartet, vergnügt, überraschend sind. Wenn sie sich ereignen, neigen wir dazu, ungläubig und trotzdem irgendwie zutiefst berührt zu reagieren. So als ob uns etwas mit aller Gewalt daran erinnert, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde, als wir uns ersinnen können.

Ich war auf einer langen Fahrt nach Zürich und in Gedanken bei meinem letzten Blog. Ich kam wieder einmal gedanklich dahin, dass ich dachte, ich müsse mich nun endlich meinem Herzensweg, dem Schreiben, vermehrt widmen. Es läuft doch immer so einfach,  das Ver-dichten, es ist immer so, als ob die Worte von selbst zu mir kommen. Die Tage vorher hatte ich ein Buch durchgearbeitet… für alle, die sich für diesen Themenkreis interessieren…

Ich machte mir Gedanken, wie ich meine Schreibtechnik noch mehr perfektionieren könnte und als ich mich schliesslich dem Gotthard Tunnel näherte, hatte ich den wahnsinnigen Wunsch, ich würde mich an den Diogenes Verlag wenden, um mir ein Date mit dem besten Schweizer Schriftsteller zu arrangieren. Einfach weil ich überzeugt war, der Mensch ist nett genug, auch Jungautoren als Mäzen zu einem Profigespräch zu treffen. Ich wollte gerade die entsprechende Mail an den Verlag schreiben als meine Fahrlinie grün wurde und ich weiter fahren musste. Also diktierte ich dreimal nacheinander in mein Smartphone, dass ich den Autor treffen muss. Dringend!

Den Rest der Fahrt verbrachte ich vergnüglich damit, mir vorzustellen wie dieses Treffen vonstatten gehen würde, was ich fragen, was er sagen würde, wie das Gespräch zwischen uns laufen würde. Ich sah uns imaginär bereits im Cafe Odeon sitzen. Ich musste schmunzeln, als ich im Parkhaus Opera ausstieg. Es fühlte sich bereits total real an, dass dieses Treffen bald kommen würde.

Ich nahm die Treppe nach oben und mir kam offenbar ein Herr auf der selben Seite entgegen nach unten. Ich prallte mit ihm zusammen, weil ich noch zu sehr in meine Tagträumerei versunken war. Nun, was soll ich sagen: Ich hatte ihn quasi ganzkörperlich getroffen! Denn als ich hoch sah, erkannte ich genau diesen Autor unmittelbar vor mir. Er lächelte mir sehr charmant zu und ich sagte seinen Namen. Er darauf: Ja? Ich sagte: Mein Name ist Maren Schmid, Sie werden noch von mir hören! Und er: Schön! Er ging amüsiert an mir vorbei und ich weiter nach oben. Ich musste schallend lachen als ich oben ankam. Etwas Absurderes hätte ich wohl kaum sagen können. Und dann kam es: Die Erkenntnis, dass mich wieder mal ein kosmischer Witz getroffen hatte.

So ein Ereignis lässt sich nicht planen! Unmöglich, dass es genau so passiert, aber tatsächlich: Diese Dinge finden statt. Hätte ich weniger lange am Gotthard gestanden oder hätte mir noch einen Kaffee geholt, dann hätte ich diesen goldenen Moment nicht gehabt.

Kosmische Witze sagen: Das Leben lacht Dir zu!

Es meint: Tanze! Mach was Du wirklich wirklich willst und alles wird Dir zugute kommen wenn du diesen Herzweg wählst! Feire das Leben!

Setze den Samen für das was sich entfalten soll und dann: Sieh wie das Blümchen wächst! Wenn es im Einklang mit Deinem Lebensplan steht, wenn es Synchronizität provoziert, dann passiert etwas Aufregendes: Du hörst das Leben Dir zulachen!

Denn: Das Leben meint es gut mit Dir. Hörst Du das?

Das Leben ist FÜR Dich! Und wenn Du offen genug bist, wenn Du das Beste erwartest, wenn Du spielerisch damit umgehst, dann wird es Dir zeigen: Schau, hier hat es eine Praline für Dich mit einer bewusstseinserweiternden Droge drin. Koste sie, nimm sie als Geschenk und dann: Tanze!

Welche kosmischen Witze haben den Weg zu Dir gefunden?

Wie reguliert das Leben Deinen Weg, damit Du schlussendlich darüber lachen kannst? Welche Geschenke hast Du in den Händen gehalten und gleichzeitig gewusst: DAS ist jetzt das Lachen des Himmels?

Ahhh, freu Dich. What else?

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

trauen

Du bist am Leben!

Letzte Woche erreichte mich die Nachricht, dass eine liebe Bekannte mit ihrer Familie in Lombok/Indonesien war, als das Erdbeben ihre Ferien erschütterte. Sie mussten aus Angst vor einem Tsunami den Berg sehr schnell hochlaufen und dann ausharren bis die Lage wieder sicher war. Zurück spüren sie vor allem Dankbarkeit, dass es noch einmal gut gegangen ist. Auch ich kenne eine solche Situation, weil ich vor 14 Jahren ein paar Tage vor dem grossen Tsunami Khao Lak/Thailand verlassen hatte.

Damals hatte ich mir selbst eine Ansichtskarte geschickt und darauf geschrieben: Liebe Maren, vergiss dieses Paradies nie. Du bist am Leben!

Meine Welt war damals nicht nur vom Beben erschüttert worden, es gab auch ein inneres Beben, bevor ich die Reise antrat. Umso mehr zeigte sich, dass nach dem Unglück, das so viele Tote kostete, vieles sehr sehr relativ war.

Viel zu oft sind wir in einem inneren Gefängnis aus Gedanken, Gefühlen, Erwartungen, Befürchtungen und Zwängen eingeengt und verlieren das Wesentliche aus den Augen: Dass das Leben JETZT stattfindet. Dass es jetzt da ist, spürbar, erlebbar, die eigene Lebenskraft ist jetzt genau in uns. Das Leben steht jetzt zur Verfügung, wir können tun oder lassen, dies oder das.

WIR HABEN IMMER NOCH DIE WAHL.

Bist Du Dir dessen bewusst?

Weisst Du, dass das Morgen nicht mal ein Versprechen und auch keine Sicherheit ist?

Dass Du eigentlich jeden einzelnen Moment ausatmen und nicht mehr einatmen könntest? Dass es dann definitiv VORBEI wäre das Leben? Und auch Deine Wahl was Du tun möchtest, was es zu erleben gäbe, was man noch sagen, fühlen, schauen, tasten, schmecken könnte?

Das Leben wird umso wertvoller, wenn man sich seine Vergänglichkeit nicht nur bewusst macht, sondern sie jeden Moment zum Gradmesser jeder Entscheidung und jeder Empfindung machen kann. Dann treibt das Leben Dich an, dann sagt es Dir: Mach es jetzt! Fühl es jetzt! Sag es jetzt!

Spürst Du den BOOST den das bei Dir auslöst? Spürst Du es, das Leben, Deine Lebendigkeit? Den Drang, die Gier, die Lust, die Kraft? Ja?

Dann tue es: JETZT.

Vergeude keine Zeit mit Zweifel und Angst und Zurück-Haltung. Gib alles. Jederzeit. Gib Dein individuelles Geschenk in die Welt und gib es grosszügig, solange Du das Leben noch hast.

Lass Dich von diesem Gefühl tragen, heute, morgen und die nächsten Tage. Und betrachte, was passiert…..

Ja, das ist sie: Willkommen in der Adler-Perspektive!

Song Lyrics von Rosenstolz: Wir sind am Leben
Hast du alles probiert?
Hast du alles versucht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht, fang‘ an!
Hast du wirklich gelebt?
Hat deine Welt sich wirklich gedreht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht, fang‘ an!
Was willst du sagen?
Wen willst du fragen?
Was willst du erleben
Und was willst du geben?
Wer gibt dir den Frieden
Und was ist liegen geblieben?
Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird dich zerstören
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Weil dein Herz noch Feuer fängt
Weil dein Herz die Liebe kennt
Du bist am Leben
Du bist am Leben
An was willst du glauben
Oder glaubst du an dich?
Wie oft wirst du betrogen?
Wie oft belügst du dich?
Wieviel Türen wirst du öffnen?
Welches Schloss knackst du nie?
Wie oft kannst du widerstehen
Und wann gehst du in die Knie?
Warum wirst du weinen
Und wie oft bleibst du stumm?
Und für wen wirst du beten,
Weißt du wirklich warum?
Und bei wem wirst du schlafen
Und vor wem rennst du weg?
Ich kann deinen Herzschlag hören,
Keiner wird dich zerstören
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Weil dein Herz noch Feuer fängt
Weil dein Herz die Liebe kennt
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Und hast du dich verlaufen,
Ich bin da, bring dich nach haus‘
Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird dich zerstören
Du bist am Leben
Du bist am Leben
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben
Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird uns zerstören
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben
Weil unser Herz Feuer fängt
Weil unser Herz Liebe kennt
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben

Ein Schubbs in die Freiheit

Manchmal brauchen wir einen kleinen Schubbs. Das gilt nicht nur für absolut jeden, sondern auch für die, die einen Adler-Perspektiven Blog schreiben 🙂

In diesem heissen Sommer, den wir zwar alle geniessen, der uns aber auch alle heraus-fordert, kommen an den Hundstagen manchmal die Zeichen auf die ein oder andere „magische“ Weise.

Heute hörte ich von einem wunderbaren Mensch: Manchmal muss man sich so lange um die eigene Achse drehen bis man irgendwo einen neuen Weg entdeckt. Das ist ein bisschen wie im Labyrinth gehen und die neuen Abzweigungen finden, die uns irgendwann heraus führen. Als Kind habe ich Labyrinthe geliebt. Nicht als ich drin war, aber dieser Befreiungsmoment, wenn endlich endlich der Ausweg in Sicht kam. Das Wort Be-frei-ung ist mein Lieblingswort und auch Lieblingsort geworden und auch in englisch – Liberation, Liberty, ist es ein so schöner Klang.

Wie von Zauber heisst der wichtigste Platz in St.Helier auf Jersey dann auch „Liberation Place“ und die Busse heissen „Liberty Coach“. Wunderbar.

Kennst Du den Moment, wenn an einem sehr heissen Tag Deine Haut, Dein ganzer Körper aufgeheizt ist und Du nur noch nach Kühle lechzt? Und Du dann unter die kalte Dusche oder noch besser, in ein eiskaltes Wasser steigst? Da meint man fast, es zischt, eine riesige Befreiung. Etwas das eben noch ganz eng und gefangen war ist jetzt frei – das Wohlgefühl dass sich ein Umstand, der wenig lecker war, auflöst in Wonnegefühl. Grossartig. Das dürfen wir gerade täglich geniessen.

Diese Tage hatte ich Besuch von zwei elfenhaften bereichernden Frauen, die jede auf ihre Art, ein bisschen Glitzer (sparkle, danke S & A) dagelassen haben. Meine Fragen, die mir seit einiger Zeit beim Putzen meines Gefieders in den aufgewühlten Geist kamen, waren noch nicht gut genug ausformuliert… Da überraschte die eine Elfe mich, in dem sie mir vier fantastische Fragen gab, die ich Dir gerne weitergeben möchte. Es sind „Meditationsfragen“. Nimm Dir die Zeit um sie in Ruhe zu überdenken. Und finde die Antworten.

Nimm die Fragen als Schubbs. Diesmal nicht von mir, sondern zu mir geflogen, mit einem bisschen Sternenstaub daran:

Deine Freude – was hast Du vergessen? Und wo wartet sie jetzt auf Dich?

Deine Kreativität – wo hast Du sie vernachlässigt? Und wo ruft sie jetzt nach Dir?

Deine Essenz – mit was hast Du die Berührung verloren? Und was braucht Deine Essenz jetzt von Dir?

Dein Mut – wo hast Du ihn verloren? Und wo will er Dich jetzt hinführen?

Lass die Fragen wirken und dann gib Dir das Versprechen, dass Du sie beantworten wirst. Der Schubbs kann klein oder gross sein, den Du dadurch bekommst.

Auf jeden Fall fühlt es sich an wie – nach einem sehr langen heissen Tag der Sprung in ein erlösendes kaltes frisches prickelndes Bad. ZISCH….. So fühlt sich Befreiung an.

Willkommen in der Adler-Perspektive.

 

Im freien Fall

Tief im Maggiatal, genauer im Valle Bavone, exakt in Foroglio gibt es einen unglaublichen Wasserfall, der mich zu meinem nächsten und wichtigen Blogbeitrag inspiriert hat. Wenn man unten am wilden Fluss steht, der das Wasser aus dem Wasserfall transportiert, sieht man nach oben und da – kommt das Wasser direkt aus dem Himmel gefallen. Es gibt einen steilen und anstrengenden Weg nach oben, den man klettern und gehen kann und dann steht man direkt daneben, wo die Wassermassen auf die Granitsteine prallen. Das Geräusch ist unglaublich! Die Energie elektrisiert sofort und man spürt die Urkraft der Elemente. Das Wasser hier fällt sehr weit, man kann sogar einzelne Wasserzellen mit den Augen verfolgen wie sie nach unten fallen –

  • im freien Fall

…und was uns allen im Leben so viel Angst macht, der freie Fall ohne sicheren Boden unter den Füssen – ist hier eine Schönheit, die man bewundern kann und muss. Die Fontänen fallen nicht in ein Wasserbecken, wie in anderen Wasserfällen dieser Art, sondern prallen ohne Zurückhaltung auf den Felsen, auf die Granitblöcke, die hier erstaunlicherweise nicht ausgehöhlt und abgeschliffen sind, sondern scharf und kantig das Wasser teilen. Ein Teil fliesst in den wilden kleinen Bach, der über Steinformationen nach unten läuft. Ein Teil spritzt in alle Himmelsrichtungen und versorgt die Pflanzen darum mit üppigem Wachstumselexier und der Rest verdampft und zieht, je nach Wind, in alle Himmelrichtungen.

Der Wasserfall transformiert sich – und das kann er nur, weil er bereit ist zu stürzen, zu sterben, sich neu zu erfinden.

Ähliches passiert dem Adler, wenn er etwa 40 Jahre alt ist. Er muss sich transformieren um weiter zu leben. Einer indianischen Legende zufolge werden Adler etwa 70 Jahre alt. Irgendwann in der Mitte seines Lebens passiert es: Die alten stärksten Federn sind zu schwer geworden, der Schnabel zu lang, die Krallen an den Greif zu abgestumpft. Er zieht sich zurück, wetzt, zieht sich die schweren langen Federn aus dem Gefieder, wird wieder neu und frisch und scheint sich zu verjüngen. Danach muss er das neue Gefieder wieder einfliegen, muss sich neu ausprobieren. Mit dieser Transformation schafft er etwas, das wir alle in unserem Leben gut gebrauchen können: Sich wieder neu zu erfinden, auszuprobieren, den Flug verbessern, die Jagd überdenken.

Die Urkraft der Erde gibt uns das bereitwillig ab: Die Gravitation, die Aufwinde, die Feuer, das fliessende Wasser. Die Sonne, die Wolken, die Entladung der Spannung in der Luft wenn ein Gewitter kommt, das gute Essen das in Ruhe wachsen und reifen kann, das klare Wasser, das man im zum Beispiel im Tessin beim Schwimmen in den Flüssen trinken kann. Die Weite eines Strandes, die unseren Blick weitet und uns Freiheit zum Atmen gibt. Die Gezeiten, die uns an Kommen und Gehen erinnern. All das kann dazu dienen, den Adler, der wieder in seine Kraft kommen will, zu unterstützen.

Und dann fliegt er einem neuen Morgen entgegen, mit der Kraft, die in ihm neu entstanden ist. Fast wie ein Phönix. Und doch so viel mehr.

Wo findest Du in diesem Sommer Deine Kraftquelle?

Was inspiriert Dich gerade, was weitet Dein Herz?

Wie lädst Du Dich auf für die Zeit nach dem Sommer, was erntest Du an Kraft und wo, was Du für den Winter einlagern kannst?

Aus welcher Quelle schöpfst Du?

Ich für meinen Teil werde in den Flüssen schwimmen wie in Drachenblut und mir die Federn ausreissen, den Schnabel und die Krallen wetzen. Denn fliegen will und muss ich, bis ich 70 bin 🙂

Stürze Dich ins Leben, im freien Fall. So wie der Wasserfall. Mal schauen, was aus Dir noch wird!

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

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Sommerzeit

Im Sommer ist die Thermik wegen der vielen warmen Luft oft ungünstig. Dann drücken einen die Fallwinde nach unten oder an die gefährlichen Felswände.

Deshalb flieg ich auch mal etwas in die Leere des blaublauen Himmels…

Ich wünsche Euch einen herrlichen Sommer und geniesst Eure Ferien!

Im August komm ich dann wieder in Eure Mailfächer geflogen.

 

Herzlichst, Maren

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„It’s not my cup of tea“

Diese Tage wurde ich selbst und auch einige Freundinnen massiv mit schlechten Energien belästigt. Ja die gibt’s. Die Welt ist nicht rosarot und himmelblau sondern hat auch Farben und Geschmäcker die uns nicht passen. Diesen Blog widme ich also all jenen, die sich in den letzten Tagen und Wochen ärgern mussten.

In einem meiner Fälle begegnete ich zwei Menschen in der sozialen Hängematte die nichts anderes zu tun haben als ihre eigenen Vorteile zu ergaunern. In einem Fall meiner Freundin wird sie mit Energien von einer vermeintlichen geschäftlichen Partnerin konfrontiert die ihre eigenen Unzulänglichkeiten mit Übergriffen kompensiert. Und eine liebe Adler-Coachee aus Mai ist fast aus dem Himmel gefallen als ihrem Liebsten ums Leben getrachtet wurde.

Schluss damit!…

wollen wir dann laut und deutlich sagen und genau das sollten wir auch tun. Niemand hat das Recht unseren Seelenfrieden zu stören. Ein lieber Freund hat mir einmal gesagt: Was hat mein Bewusstsein an einem Ort wie diesem zu tun? Wie konnte ich da rein geraten?

Aber es geht nicht darum, sich selbst anzuklagen, dass wir etwas übersehen hätten oder uns „freiwillig“ dieser Gefahr ausgesetzt hätten. Auf keinen Fall sollten wir uns selbst anklagen, dass wir irgendwas damit zu tun haben.

In der Welt gibt es nicht nur wundervoll. Auch Adler werden von den anderen Vögeln im Himmel manchmal frech angegriffen.

Wer einmal so ein Manöver sehen durfte, weiss: Der Adler „quakt“ nicht. Er schreit nicht, er fliegt einfach lautlos weiter. In fast allen Fällen wird der Adler die Flughöhe wieder erhöhen (weil Hühner nun mal nicht hoch fliegen können) Vielleicht bekommt der Angreifer einen Klaps mit dem Flügel und im ungünstigsten Fall bekommt er die Greif zu spüren. Aber: Der Adler bleibt souverän. IM HIMMEL. Er lässt sich nicht bis zum untersten Boden runterziehen. Es kann sein, dass er ein bisschen strudelt und ganz kurz die Kraft verliert. Aber: Er fängt sich wieder, sucht den nächsten Aufwind und dann schraubt er sich wieder hoch. Adler verlassen Orte und Menschen, die ihnen nicht gut tun. Sie diskutieren nicht, wenn es nichts zu besprechen gibt. Wenn es nicht passt, dann ziehen sie ihrem eigenen Frieden zuliebe weiter.

Vor vielen Jahren lernte ich einen Lama kennen. Im Gespräch mit seinen Schülern in liebevoller Harmonie versunken, wurde er von jemandem wirklich dumm-dreist angemacht. Wir waren alle! empört. Nicht so der Lama. Seine Stimme blieb gleich sanft. Er verlor weder die Kontrolle noch die Geduld oder den Focus. Wir, die wir von ihm belehrt wurden, hatten das verärgerte Herzklopfen, das uns daran hinderte, seinen Ausführungen weiter lauschen zu können. Er schmunzelte und sah uns an und dann sagte er: „Ihr hattet diesen Menschen nur wenige Minuten zu ertragen, aber er muss 24×7 mit sich leben! Haben wir doch ein bisschen Mitgefühl mit ihm und seinem Unfrieden“.

Wenn ich heute daran denke, dann erscheinen mir die Kränkungen, die ich in den letzten Tagen leider erfahren musste und die Ereignisse, die meine Freunde (kurzfristig) aus der Bahn warfen, nur wie das: eine Übung, dass der Adler unbeirrt seinem Weg folgt. Sich schüttelt. Die negativen Schwingungen abstreift. Denn: Es sind nicht seine negativen Vibes, damit hat er nichts zu tun. Sein Bewusstsein hat in der Tat nichts an diesem Platz verloren.

Machen wir es also so: Den Tunnelblick aufgeben. Die Nase nach oben strecken. Dann die Augen nach oben. Abspringen, von der eigenen Thermik wieder nach oben tragen lassen. Und: fliegen.

Nichts stört den Adler für ewig. Denn er ist der König im Himmel.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

Meilensteine

Kennt Ihr das, diesen Moment wo etwas wirklich Entscheidendes passiert? Etwas was die Zeit teilt in ein Davor und ein Danach?

Ein Meilenstein in Deiner eigenen Geschichte, etwas das Alles verändert, oder doch mindestens: Sehr viel. Wenn etwas geschieht, das Dein Leben fortan bestimmen wird, das Deine Sicht, Deine Haltung, Deinen Alltag verändert?

Diese Tage kommen mir viele Menschen in den Sinn, die gerade so etwas erleben oder auch nur daran erinnert werden. Eine Freundin, die einen Moment der totalen Klarheit hatte, der ihren gesamten Fragenkatalog ans Leben gelöscht hat. Eine andere Freundin, die ihre erste eigene Praxis eröffnet. Eine Klientin, die DEN Mann ihres Lebens getroffen hat. Eine Freundin, die ihren Job hinwirft ohne eine neue Option zu haben, einfach weil !Jetzt! der richtige Zeitpunkt dafür ist. Die Freundin meines Jüngsten, die gerade ihre LAP bestanden hat. Und auch ein Geburtstag jährt sich: Mein Ältester wird 22. Seine Geburt war so ein Meilenstein für mich. Ein einschneidender Moment, der mein Leben gelenkt hat in eine Richtung ,die ich nicht vorhersagen konnte.

Es gibt sie, diese Momente im Leben, in denen das Leben neu geschrieben wird. Als wenn jemand mit Zauberhand eingreifen würde und eine Kurskorrektur anbringt. Im günstigsten Fall sind das schöne Ereignisse, an denen wir viel Freude und die allerbesten Erinnerungen haben. Aber es gibt auch Situationen die unser Leben neu ausrichten mit dem Focus auf etwas, das weder Freude noch Bereicherung bringen. Eine Diagnose, ein Verlust, ein Unfall. Auch da: Davor – Danach.

Was tut man nun mit diesen Augenblicken, die uns neu erfinden?

Sometimes we win – sometimes we learn.

Von den Adlern kann man den Mut lernen, den Dingen so zu begegnen wie sie eben nun mal sind. Sie anzunehmen, zu wachsen, weiter zu fliegen. Oder eben auch mal: Verlieren, scheitern. Und auch das bringt langfristig einen Nutzen. Ein kluger Mensch, ein gescheiter Adler, macht keinen Fehler zweimal. Dafür sind diese Meilensteine einfach zu kostbar, zu rar, zu aussergewöhnlich.

Denken wir also mal über die positiven Meilensteine nach:

Was war so ein wichtiger Moment in Deinem Leben?

Was hast Du gewonnen, was hast Du daraus gelernt?

Welches Geheimnis wurde offenbart?

Was war Dein erstes Gefühl als es geschah?

Bei meinen Meilensteinen bekam ich immer eine noch tiefere Verbindung zu meinem Herzen. Und es war alles dabei, die ganze Palette. Heute denke ich, wenn jeder Meilenstein ein Edelstein gewesen wäre, dann wäre die Kette um meinen Hals von unermesslichem Wert. Und da ist sie auch wieder: Die Dankbarkeit, dass es in meinem Leben Meilensteine gab, jede Menge davon. Das macht das Leben wert-voll und reich, kunterbunt und erfüllt.

Denke an Deine Meilensteine, lächle, sei dankbar dafür.

Willkommen in der Adlerperspektive!

 

Die Sommersonnwende, wohin wirst Du Dich wenden?

Verfolgt Ihr den Jahreslauf? Wisst Ihr, dass heute tatsächlich der längste hellste Tag des Jahres ist? Und ab morgen die Tagstunden wieder zurückgehen werden? Was wendet sich denn da, innen uns aussen?

Am 21. Juni wird Sommersonnwende gefeiert. Die Kelten nannten es Alban Hevin. Die katholische Kirche machte daraus das Fest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers.

An der Sommersonnwende ist der längste Tag und die kürzeste Nacht.

Bei den Kelten wurde die Sommersonnwende zwölf Tage lang gefeiert.
Es war die herrlich warme, wunderschöne Sommerzeit. Die „Erdgöttin“ war schwanger mit werdenden Früchten der Erde. Alles wuchs und gedieh. Und viele wunderbare Früchte konnten schon geerntet werden. Es war die sorgloseste Zeit des Jahres, wenn man bedenkt wie schwierig das Überleben früher oft war. Man kann die Natur in ihrer ganzen Fülle und Fruchtbarkeit riechen, schmecken. Es ist wie ein ganz besonderer Gesang oder Klang, der überall mitschwingt. Alles ist im Überschwang vorhanden – auch die Lust und die Freude.

Somit war das Mittsommerfest ein Fest der Freude und des Dankes. Und auch das Mittsommerfeuer war ein Dankes- und Freudenfeuer. Die Frauen brauten Starkbier mit entsprechenden Kräutern, die eine besondere berauschende und aphrodisierende Wirkung hatten. Die Feuer wurden umtanzt und übersprungen. Liebesschwüre wurden dabei geschworen. Kinder über das Feuer geworfen, um sie gegen Krankheiten zu stärken. Und natürlich war wieder viel Raum für Erotik, Lust und Leidenschaft. Noch in keltisch-schamanischer Zeit, wurden diese Tänze immer rauschhafter, je später die Nacht.

Es braucht immer eine gewisse Art von VER-RÜCKT-SEIN, um mit den Göttern und Naturgeistern tanzen zu können und damit in ihre Welt einzutauchen.

Die Sonnwende galt als weitere Nahtstelle zwischen den Welten, in der sowohl die Götter als auch die Naturgeister den Menschen nahetreten konnten. Man konnte die Götter mittanzen sehen, verlor seinen alltäglichen Verstand und wurde „ver-rückt“. Viele sogenannte „Ver-rückte“ Geschichten sind überliefert.

Nun, wir haben das Jahr 2018 und die Zeiten der Kelten und der Rituale sind schon viele hundert Jahre vorbei. Auch wenn sich heute in Stonehenge wieder viele Menschen getroffen haben, dieses spezielle Fest zu feiern, so leben wir dennoch in einer Zeit, die oft ohne Innehalten auskommen muss, in der alles schnell und gestresst geht und wir oft das vergessen, was die Natur, die eigene und die grosse im Aussen uns sagen kann.

Was soll sich in den nächsten 6 Monaten bei Dir wenden?

Wohin möchtest Du Dich wenden?

Wohin möchtest Du wachsen?

Was kannst Du noch anders, neu und völlig frei sehen?

Was wünschst Du Dir an Veränderung, an Neubeginn, an neuem Wachstum?

Nimm Dir Zeit, diesen Fragen nachzugehen, geh in Dich. Denn das ist das Gesetz der Stunde. Schauen wir nochmals in die Natur. Nach der Blüte des Frühlings sind nun die Früchte angelegt. Sie reifen nun nach innen, kommen zur Vollendung. Sie wachsen, einem Kristall gleich, nach innen, bekommen ihre Süsse, ihre aromatische Fülle, ihre Qualität.

Machen wir es also wie in der Natur.
Sieh die Dinge wie sie sind, sagt der Adler. Schau genau hin mit scharfem Blick und entscheide Dich, welche Wendung Du Dir im Leben wünschst.

Und dann: Focussiere Dich darauf.

Willkommen in der Adlerperspektive!

stonehenge albin

 

Wohin geht Deine Reise?

Die letzten Tage habe ich sehr viele Flaggen gesehen und der Hype um die Fussballweltmeisterschaft geht wieder in die Vollen. In allen Farben findet man die Fanartikel und schon geht wieder die Diskussion los über die neuen Favoriten. Und gleichzeitig reden Menschen von ihren Reisezielen, fiebern schon dem Sehnsuchtsland entgegen. Auch ich, meine nächste Reise wird mich wieder auf meine grüne Insel führen. Schon wenn ich an Irland denke tanzt mein Herz.

Hast Du auch eine Seelenlandschaft, einen Ort, ein Land, eine Sprache die Dich zum Schwärmen, die eine Saite in Dir zum Klingen bringt?

Vor einigen Jahren hatte ich eine junge Frau im Coaching, die halb Italienerin und halb Engländerin war, aber in der Schweiz lebt. Ich fragte sie, welche Farbe denn nun ihre Seele hat und sie sagte: Afrikanisch. Sie erzählte vom Rhythmus, den Gerüchen und dem Wesen des Landes, von der Seelenverwandtschaft die sie dort gefühlt hat.

Im Frühling war ein Coachee bei mir auf Jersey, der trotz seiner Innerschweizer Wurzeln sein starkes nordisches Wikingerherz gefunden hat. Dabei war er so authentisch dass ich einen langen und intensiven Blick in sein keltisches nordisches Herz werfen konnte.

Und ein anderer Coachee durfte sich eingestehen, dass seine italienische Abstammung sein wildes heisses Blut und das damit einhergehende Temperament anerkennen und rechtfertigen konnte.

Wir alle tragen eine Seelenlandschaft in uns und sie erzählt von viel mehr als nur den kulturellen Klischees: Es ist eine Art Grundstimmung, die sich manifestiert, wann immer wir damit in Verbindung kommen. Sprachmelodie, Landschaft, fremde Speisen, Töne, Gerüche. Uns verbindet etwas mit einem Land, einem Ort. Dann sagen wir gerne: Da fühle ich mich zuhause.
Andere Länder können wir auch gut fühlen, es verbindet uns aber nicht als seelische Grundschwingung.
Wenn ich die Landkarte meiner Reisen anschaue, dann war es stets der Norden, der mich anzog. Ich muss ein bisschen schmunzeln wenn ich an eine Begegnung denke, die ich auf meiner zweiten Hochzeitsreise in Thailand hatte. Da gingen Peter und ich zu einem Thai-Astrologen. Wir waren ganz glücklich da im charmanten Siam. Und der Thai begann mit einer Art Zirkel und Sextant auszurechnen, wohin unsere Seele gehört. In Peter’s Fall war es der Süden, Portugal, die Balearen. In meinem Fall zeigte der astrologische Kompass nach Nordwesten. Er zeigte uns die Schweiz und zog dann mit einem Zirkel oder Lineal einen Radius wohin wir gehören. Dabei vergas er nicht, uns eindringlich davor zu warnen nach Fernost zu reisen, das sei nichts für uns. Sehr amüsant, dass wir zu diesem Zeitpunkt gerade auf Kho Samui waren.

Heute schaue ich nach Nordwesten und ziehe wieder eine Linie von der Schweiz nach oben. Und finde: Die Bretagne, Normandie, die Kanalinseln, Grossbritannien, Irland. Any questions? Danke Du lustiger Thai-Astrologe, damit hast Du tatsächlich den Nagel auf den Kopf getroffen.

Was verbindet Euch mit einem Land?
Wohin geht Eure Seelenreise?

Welches Klima, welche Düfte und welche Sprachmelodie braucht Ihr um Euch wohl zu fühlen?

Wohin wird Euch die Thermik dieses Jahr noch führen – und warum?

lasst mich für heute mit diesen Worten aus „Ulysses“ (Alfred Lord Tennyson) schliessen:
…kommt, meine Freunde,
noch ist es nicht zu spät, eine neue Welt zu suchen,
denn ich will weiter segeln,
über den Sonnenuntergang hinaus,
und obwohl wir nicht mehr die Kraft besitzen,
die in alten Tagen Himmel und Erde bewegte,
sind wir dennoch, was wir sind;
noch immer sind wir Helden, deren Herzen
im Gleichklang schlagen,
zwar schwächt das Schicksal uns von Zeit zu Zeit,
doch stark ist unser Wille zu streben, zu suchen,
zu finden, und nicht zu verzagen.

Willkommen in der Adlerperspektive!

slieve league

Gemeinsam oder ein-sam oder allein und all-ein?

Auf Jersey gibt es etwas, das ich sehr selten irgendwo anders in der Welt erlebt habe: Gestärkte Gemeinsamkeit, Solidarität. Hier schaut man noch aufeinander. Würde jemand einfach hinfallen, kämen sicher ein paar Menschen sofort angelaufen um zu schauen ob sie helfen können. Man nimmt sich im Auto mit, auch ungefragt, man hilft einander, man spricht miteinander. Zugegeben oft nur über das Wetter, aber auch sonst, überall lässt man einander vorfahren, macht den Weg frei, fährt in die kleinen Strassenbuchten um sich die enge Strasse zu teilen. Die Menschen sind aufmerksam und einander zugewandt. Und: Sie sprechen sich auch einfach an. Gerade in den letzten Monaten hatte ich eine Vielzahl neuer Kontakte, die ganz natürlich entstanden.

An meinem freien Tag nach einem besonders anspruchsvollen Coaching lief ich einmal lange am Saum des flachen Meeres bei Ebbe. Der Wind wehte mir durch mein langes Kleid und ich öffnete immer wieder die Arme um ihn um mich herum tanzen zu lassen. Als ich nach zwei Stunden wegen der herein kommenden Flut zurück an die Mole ging, traf ich auf eine kleine Lady die mich anstrahlte und sagte sie habe mir eine Stunde begeistert zugeschaut was ich da mit dem Strand gemacht hätte. Ich sei wie eine Meeresjungfrau da gestanden und gelaufen. Ich musste lachen und sagte ihr, ich würde sie das nächste Mal mitnehmen. Sie war überglücklich und gab mir ihre Telefonnummer. Natürlich werde ich sie anrufen. Das macht man so auf Jersey. Wir teilen uns eine gemeinsame Insel, eine gemeinsame Welt aus Wind, Meer und grossem Himmel. Und jeder hier auf Jersey weiss, dass wir alle im gleichen Boot, alle auf der gleichen Insel zu den gleichen Konditionen leben.

Ich musste viel über das nachdenken – Solidarität. Miteinander. Zusammen und gemeinsam und doch jeder auch frei für sich.

Solidarität wird abgeleitet vom lateinischen solidus für gediegen, echt oder fest; Adjektiv: solidarisch) bezeichnet eine, zumeist in einem ethischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer.

Da ich das All-ein-sein sehr liebe war für mich lange nicht klar, dass ich Solidarität so hoch schätze. Und dann haben es mich viele wunderbare Frauen, Freundinnen gelehrt wie schön und wertvoll es sein kann, füreinander einzustehen und einander Halt und Wertschätzung zu sein.

Wie steht es um Deine Verbindungen?

Wie stark lebst Du mit im Leben Deiner Freunde, Mitmenschen?

Gibst Du Deinem Gleichklang einen Raum?

Was verbindet Dich mit Menschen? Welche Menschen ziehen Dich an oder ziehst du an?

Wie empfindest Du Solidarität?

Hast Du mit anderen Menschen gemeinsame Werte oder Ziele?

Ein paar Tage später war ich wieder einmal in meiner liebsten Kathedrale, in der Cathedrale de Saint Croix in Orleans. Durch einen Zufall bekam ich auch hier wieder einen Blick auf die Solidarität. Es wurde eine riesige Messe gefeiert zur heiligen Kommunion. Sehr viele Menschen waren da, unzählige Kinder, viele ethnische Hintergründe. Und doch waren alle miteinander an diesem wunderschönen Ort in einer heiligen, anmutigen Stimmung. Die Lieder wurden lieblich und erheiternd gesungen, die Menschen waren auf wunderbare Weise verbunden. Alle hatten sich schön gemacht für den grossen Tag. Man nickte einander zu. Es gab eine Prozession der Kinder mit einem Elternteil, ich sah viel strahlende Gesichter, berührende kleine Gesten des Miteinander.

Ja, das war schön, diese nonverbale Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Menschen zu sehen, Toleranz zu spüren und Wohlwollen für einen gemeinsamen Zweck.

Wie wäre die Welt, wenn wir alle mal ein bisschen mehr spüren könnten, dass wir auf dem selben Planeten leben, im selben Land, in der selben Stadt, dem selben Lebenszirkel? Würden wir dann nicht alle sehr viel liebevoller miteinander umgehen, einfach weil es doch klar ist, dass wir alle auch miteinander verbunden sind?

In meinem Lebensumfeld gibt es Menschen aus vielen mir ganz fremden Ländern und Kulturen. Ich kann von allen etwas lernen und auch sie an meiner Kultur teilhaben lassen. Wir leben alle, alle auf einer Insel. Sie ist nur manchmal etwas kleiner, wie Jersey, oder etwas grösser, wie Europa.

Wir atmen die selbe Luft, wir trinken das selbe Wasser, wir haben die selben Gene und die selben Bedürfnisse. Wir werden alle geboren und werden sterben.

Vielleicht könnten wir in der Zwischenzeit zwischen Geburt und Tod auch genauso gut für-einander sein statt gegen-einander.

Denn: Eigentlich sehnen wir uns doch alle danach.

Jeder Mensch ist eine Insel, die sich nach der Vereinigung mit dem Festland sehnt.

Geben wir also einander Raum: Den eigenen und den gemeinsamen.

Hier ist eine Übung für morgen. Nimm es Dir vor und halte es 24 Stunden ein: Behandle jeden Menschen, den Du an diesem Tag triffst, als wenn Dein und sein Leben davon abhinge, einander nur Gutes zu sein und zu tun.

Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

Willkommen in der Adlerperspektive.