In den letzten beiden Wochen, danke liebe Leserin und lieber Leser, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen einer Atempause. Ich wollte mir überlegen, was ich als nächstes tue. Auch mit diesem Blog, der dieses Jahr, ganz bald, 4 Jahre alt wird. Ich könnte weiterhin content neue, nachdenkliche Texte schreiben, Woche für Woche. Das macht mir Spass. Dir vielleicht auch. Aber: Ich möchte nicht, dass mein Blog, wie früher das „Wort zum Sonntag“ einfach konsumiert wird. Ich will, dass dieser Blog eine Kraft hat, etwas bewegt. Dich bewegt. Das war immer meine Intention und für diese Jahr MUSS ES NUN SO SEIN.
Dieses Jahr soll er Dich ultimativ aufrütteln. Es soll, es muss radikal werden. Meine Worte sollen Gewalt haben. Ich möchte, dass er Dich begleitet, sehr radikal und fokussiert. Denn es wird das letzte Jahr sein, die „Adlerperspektive“. Es soll Dich in Bewegung setzen. Zum Fliegen. Zum Jagen. Zum Abspringen. Zum Selbstbewegen.
Wir müssen nun endlich anfangen aufzuhören – nur zu schauen, nur zu lesen. Nur zu überlegen. Nur zu reflektieren. Nur anzuklagen. Wir müssen in die Tat kommen.
Rosa Luxemburg hat einmal gesagt: Diejenigen, die sich nicht bewegen – werden ihre Fesseln nicht spüren.
Siehst Du diese Tragweite?
Wir müssen aufhören zuzuschauen. Auch unserer eigenen Bequemlichkeit. Auch der eigenen Langsamkeit. Auch dem eigenen Leiden an irgendwas. Auch der Anpassung. Auch dem Mitspielen bei einem Spiel, das wir uns nicht ausgesucht haben. Wir müssen in die Aktion kommen.
Ich hatte einen kleinen Flashback. Am vergangenen Samstag, dem Vollmondtag, hatte ich eine wütende Auseinandersetzung mit einem fremden Mensch während eines scheinbar harmlosen Spaziergangs um einen Weiher. Ich hatte ein Gespräch mitgehört und meine alte (geliebte) Wut ist wieder in mir explodiert. Nicht wie sonst immer, habe ich mich in Gelassenheit geübt und habe mich nicht eingemischt. Diesmal habe ich eingegriffen und es wurde sehr schnell hitzig und zerstörerisch. Ich war ganz kurz vor der totalen Eskalation. Frag mich nicht, ob das richtig und angemessen war. Es war – ein Startschuss. Ich will nicht mehr nordisch-nobel die Klappe halten und mitspielen. Ich will das nicht mehr. Ich will die Dinge nicht mehr aushalten und verschweigen. Ich halte mich nicht mehr zurück. Ich sprenge die Ketten.
Machst Du mit?
Willst du dieses Jahr nutzen um Aufzuräumen – Wegzuwerfen? Auszubrechen? Neu zu beginnen? Zu erobern? Willst Du in eine befreiende Schlacht aufbrechen? Willst Du
r a d i k a l
für Dich und Deine Werte gehen? Willst Du Dich endlich in Bewegung setzen? In Deine Freiheit kommen?
Wenn Du weiterhin gemütlich jeden Montag einen Blog lesen möchtest, der Dich ein bisschen amüsiert und inspiriert und unterhält, dann musst Du diesen Blog hier abbestellen. Weil es so nicht weitergeht. Ich will, dass Du an Deinen Fesseln der Bequemlichkeit rüttelst. Dass Du sie spürst und Schritt für Schritt ablegst. Und dann aufbrichst in das, was aus Dir werden könnte, wenn es nur möglich wäre. Und ALLES ist möglich wenn Du Deine Kraft in Dir anzündest und brodeln lässt.
Mitte der Achtziger hatte ich einmal eine gewaltige Auseinandersetzung mit einem Vorgesetzten. Ich hatte damals eine Anstellung (spürst Du dieses Wort – Anstellung?) in einem Team mit gelangweilten und systemgehorsamen Menschen. Ich war Rebellin, durch und durch und konnte mich nicht anpassen, mich nicht beugen, nicht gehorchen. Versucht habe ich es trotzdem. Das hat sehr viel unnütze Kraft gekostet aber ich wusste meinen inneren Ferrari noch nicht zu lenken. Das Team, in dem ich gehorchen sollte, mobbte mich bald. Sie wollten, dass ich funktionierte wie sie. Das war spannend anzusehen, wie alle gemeinsam versuchten, mich zu brechen. Perfide Mittel, herrlich intrigant. Es dauerte nicht lange, bis ich explodierte, meine Zündschnur war damals lächerlich kurz. Ich bestand auf sofortige Kündigung. Mein Chefchef meinte, ich müsse die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten und noch drei Monate! gehorchen. Ich riss mir das T-Shirt vom Leib und schrie, wenn er mich nicht per sofort aus dem Vertrag lässt, würde ich behaupten er sei mir an die Wäsche gegangen. Ich war sofort draussen. Die Personalchefin kam, die Gewerkschafterin auch. Und sie sagten: „Du wirst auch noch ruhiger!“. Es klang für mich wie eine Drohung. Heute wie damals.
Willst Du ruhig und bequem dieses neue Jahr beginnen? Schöööön langsam und immer schön brav, mit minimalen kleinen Zündungen? Die schnell auch wieder vermotten bis zum nächsten glücklosen Impuls?
Oder willst Du dieses Jahr zum Jahr machen, in dem Du einen grossen Flächenbrand für Dich selbst entfachst und ENDLICH in deine Kraft kommst?
Okay, wenn Du dabei bist, dann hinterlasse ein Feedback, damit ich weiss, dass Du an Bord bist. Dass Du diesen Blog dazu nutzt etwas zu entwickeln, das Dich weit weg aus der verdammten Komfortzone bringt.
Und wenn Du lieber bequem und ruhig sitzen bleibst, damit Du die Fesseln nicht spürst – dann kündige dieses Abonnement. Ich habe keine Lust mehr, zu amüsieren.
Dieses Jahr muss etwas gehen.
Brennst Du schon? Brennst Du endlich? Brennst Du, verdammt noch mal?
Lichterloh?
Willkommen in der Adlerperspektive.





