Hände

Als ich ein Kind war, hörte ich oft: „Mach das nicht, Du hast zwei linke Hände!“ Ich fand das fein. Nicht, dass ich etwas extra falsch gemacht hätte, ich war wirklich ein Schussel. Aber irgendwie wusste ich, dass die zwei linken Hände etwas Tolles verbargen.

Und in den letzten Tagen hörte ich einen spannenden Podcast, in dem erzählt wurde, dass man nicht nur alles machen sollte, was wir rechtshändig machen. Denn rechtshändig ist das Erlernte, Antrainierte, die Routine, die Gewohnheit, das was wir gut können. Ich sage dazu auch gerne: Da tragen wir auch die Waffe, die Faust, die Tat, die Arbeit.

Wieviel anders ist da die linke Hand. Sie ist auf der Herzensseite und anders als unsere dominante rechte Hand ist sie die feinere, die intuitivere Seite in uns.

Ja, nimm doch mal deine linke Hand! Tu das, was Dir näher am Herzen liegt. Nimm das Untrainierte, das Unvertraute, das Ungelenke und das, wozu Du mehr Geschick und Konzentration und auch mehr Zeit brauchst.

Vergiss doch mal die Pflicht. Nimm mal zurück Deine niemals endenden Pflichten!

Als junge Mutter setzen wir unsere Kinder gerne auf unsere linke Hüfte, um die rechte Hand frei zu haben um damit etwas anderes „schnell zu erledigen“. Mit der rechten Hand sind wir stärker und genauer, dominanter und eben – ge-übter.

Aber die linke Hand zeigt unser künstlerisches, kreatives, feines und liebe-volleres Potential.

Es leben die linken Hände. Juhu! Ich hab zwei davon 🙂

Frag Dich: Was machst du mit links ? Also geradezu skandalös einfach und leicht?

Wann wendest Du Dich dem Herzen zu? Wann tust DU das, was Dir am Herzen liegt?

Nimmst Du Dir ausreichend Zeit für die Herzensangelegenheiten?

In der vergangenen Woche hatte ich mit einer wunderbaren feinen jungen Frau zu tun, die Dank ihrer tätigen Hand immer sehr fleissig war. Und die rechte Hand auch zum Kämpfen gebrauchte. Auch um sich zu verteidigen. Auch um durchzugreifen. Auch um zuzufassen. Auch um anzupacken.

Sie darf jetzt auch wieder lernen, feiner zu werden, durchlässiger, femininer, liebevoller. Nicht einfach in einer Welt der rechten Hände und der Ellenbogen! Aber möglich allemal.

Aus der Neuropsychologie wissen wir, dass vor allem die Synchronizität beider Gehirnhälften für ein umfassendes und kreatives und ganzheitliches Ergebnis unserer Projekte wichtig ist. Also, lassen wir doch zu, dass unsere linke Hand die gleiche Wertigkeit bekommt.

Achte doch in der kommenden Woche einmal darauf, wieviel Du mit deinem Herz entscheidest, tust, anpackst, gestaltest (und damit auf Dein Herz hörst) und wieviel deine rechte Hand vor lauter Betriebsamkeit zur Faust geworden ist.

Entspanne Dich. Der Sommer ist da. Für jede Aktivität ist es sowieso zu heiss. Also nimm den kühlen Drink in die linke Hand. Relax. Atme tief durch.

Das Leben ist gut, da wo das Herz schlägt.

Willkommen in der Adlerperspektive!

Verirrt

Letzte Woche bin ich verloren gegangen und das mit richtig viel Spass. Mein GPS hat mich in die Irre geleitet, wie herrlich! Ich wollte um Paris herum fahren. Und war abgelenkt, weil ich schöne Musik hörte und meiner Zeit in der Bretagne nachträumte. Da meldete mein GPS, dass es einen Stau gäbe, wegen eines gesperrten Tunnels, und schlug mir eine Ausweichroute vor. Blind und gutgläubig, wie ich der Technik gegenüber stehe, stimmte ich zu. Und das elektrische Leitsystem brachte mich in die spannendste aller Routen. Es hätte mir auffallen sollen, dass ich der schönen Seine schon lange folgte. Ich freute mich auch noch über die Hausboote und träumte mich in eine Geschichte, die ich vor kurzem von einem Bücher-Hausboot gelesen hatte.

Dann bewunderte ich die schönen Strassencafes und die schönen Menschen. Und die eleganten Damen mit Sonnenhut. Irgendwann dann realisierte ich: Ich war MITTEN in Paris! Ich fuhr durch das allergrösste Chaos. Über die Champs Elysee. Am Louvre vorbei! Am Siegestor! Und plötzlich waren gefühlte eine Million Menschen um mich herum. Allerlei Gefährte, von der Rikscha über Motorroller, Touristenbusse, Fahrräder, Bikes – und Autos in 5 Linien, obwohl es nur drei Fahrspuren gab. Von allen Seiten kam etwas und ich war genau in der Mitte. Unmöglich die Richtung zu wechseln. Ich war eingekeilt und sah wie rücksichtslos der Verkehr hier floss. Das Gesetz des Frechheit. Alle schlängelten sich durch, einer boxte mir aufs Dach. Ich geriet kurz in Panik ….

… und dann entspannte ich mich. Einfach so. Irgendwann würden sie das kleine Schweizer Auto rauslassen aus diesem gordischen Knoten. Ich beobachtete, tastete mich Zentimeter für Zentimeter vor und genoss die Szenerie. Denn: Alle lächelten. Die Sonne schien. Der Duft von Kaffee und Gebäck strömte über die Strassen. Die Menschen waren schön. Die kleinen Bücherstände an der Seine waren gut gefüllt, wie gerne hätte ich da auch gestöbert. Auf einer Bank sass ein Mann und blätterte versonnen in einem Bildband. Menschen mit Hunden waren unterwegs, kleine Kinder mit Eis in der Hand, Leute mit einem Baguette im Korb. Diskutierende Männer vor einer Boucherie. Das war PARIS! Ich hatte einfach so eine kleine Stadtführung bekommen, wenn auch im heissen Auto und in einer brenzligen Situation im Verkehr. Ich wollte das geniessen.

Irgendwann war der Spuk vorbei. Ich kam an einen Knotenpunkt, an dem es in verschiedene Himmelsrichtungen ging und wusste den nächsten Ort auf meiner Route nicht. Also wartete ich, dass das GPS mit mir sprach und genau dann fiel es aus. Es schwieg und fand die Route nicht. Also kreiste ich gefühlte 5,6 mal um diesen Abzweigungskreisel. Überall Autos, viele ungeduldig. Und auch hier geschah etwas, das für mich unerwartet war: nachdem ich das GPS angebrüllt hatte (das ist mein normales Autofahrer-Ich) gab ich mich einfach der Situation hin. Irgendwann, so war ich überzeugt, würde das GPS wieder wissen wo wir waren und wie wir da hin kommen würden, wo es hingehen sollte. Und als ich mich entspannte, nahm ich intuitiv einfach die richtige Ausfahrt.

Der Rest der Reise war geschenkt. Wer Frankreich kennt, der weiss, dass Autobahnen auch mal zwischendurch aufhören und es durch kleine Dörfer über Land geht, in denen die Hühner noch über die Strasse laufen.

Ich hatte mich verirrt und etwas Schönes erlebt, statt einfach stupide der Autobahn zu folgen. Ich genoss den kleinen Film noch, den ich gesehen hatte. Paris hatte wie immer eine amüsierende Wirkung auf mich.

Wie oft denken wir, dass der Weg nicht weiter geht und dass es doch anders sein müsste als es gerade ist? Schmerz entsteht vor allem durch eins: Durch Widerstand. Wenn wir uns entspannen können, obwohl wirklich alles dagegen spricht, dann können kleine Wohltaten zu uns kommen. Dann wird das Leben unerwartet leicht. Dann können wir uns amüsieren statt Angst zu haben. Dann finden wir vielleicht intuitiv die richtige Lösung und den richtigen Weg.

Und wenn es mal keinen (Aus-)weg gibt?

Dann müssen wir uns erst recht entspannen. Weil eben Verspannung nirgends hinführt und uns den Blick zudem verschliesst was in der gegenwärtigen Situation noch gut sein könnte.

Wir müssen einfach alles loslassen was uns fesselt und vom Lebensgenuss abhält.

Einfach?

Das hört sich leicht an! Und das ist es auch. Manchmal braucht es nur einen kleinen Moment der Ruhe und die Entscheidung: Das ist jetzt so. Ich akzeptiere. Ich gebe mich hin (nicht ich gebe mich auf!). Ich entspanne mich. Ich lasse das Leben durch mich fliessen. Ich greife nicht ein. Ich schaue was kommt.

Probiere es aus. Jetzt gleich!


Was kannst Du jetzt einfach mal akzeptieren dass es so ist wie es ist?

Du schaffst das. Lass das Leben die Überraschungen arrangieren.


Alles wird gut.

Willkommen in der Adlerperspektive!

Neubeginn

Wann hast Du das letzte Mal einen Tag vom Anfang bis zum Ende wirklich ER-LEBT?

Hier auf Jersey starten wir an Tag 4 des Adlercoachings mit einem Sonnenaufgang. Das neue freie Leben muss gebührend gefeiert werden. Und während die Coachees dem neuen Tag, dem neuen Leben entgegen jubeln, schaue ich zu und bin einfach nur dankbar für das, was alles geschehen darf, wenn ein Mensch sich auf die Reise zu dem selbst gewählten Leben macht.

Wie oft fühlen wir diese Kraft des Neuen?

Gestern sprach ich mit einer anderen Coachee, die mir am Telefon sagte, es würde alles stagnieren und nichts Neues würde passieren. Dieses Gefühl kennen wir alle ganz gut. Wie oft haben wir den Eindruck alles würde gleich bleiben, die Routine uns lähmen und es würde keinen Fortschritt geben. Aber dem ist nicht so. Das Leben ist jeden Tag neu!

Das Leben braucht ganz ganz dringend Neubeginne.

Wenn wir ein Leben führen, das nicht zu uns passt, dann wird uns alles Engagement der Welt nichts bringen. Irgendwann werden wir uns eingestehen müssen, dass eine Veränderung her muss. Spätestens dann, wenn die eigenen Ressourcen am Limit sind. Die Soziologin Annelie Keil spricht in diesem Zusammenhang in ihrem Buch „Wenn das Leben um Hilfe ruft“, andernfalls von einem “ungelebten Leben“. Sie ist sich sicher: Wer sich immer wieder dem Neuanfang verwehrt, der macht sich nicht nur unglücklich, sondern auf Dauer auch krank.

Trotzdem handeln wir oft erst, wenn wir uns schon längst in einer waschechten Lebenskrise befinden. Man kann die Impulse, die uns wirklich zu einem Neuanfang bringen, grob auf zwei große Motivatoren herunterbrechen: Leid und Leidenschaft. Entweder, der Leidensdruck ist grösser als unsere evolutionär bedingte Angst vor der Ungewissheit, die ein Neuanfang mit sich bringt – oder unsere Leidenschaft für ein Ziel oder ein Traum überschattet die potenziell negativen Seiten eines Lebenswandels.

Aber vor was fürchten wir uns eigentlich? Damit etwas Neues beginnen kann, müssen wir uns von etwas Altem verabschieden. Und wir Menschen sind nicht fürs Loslassen gemacht. Wir sind Jäger, Sammler und Herdentiere – wir brauchen Gesellschaft und ein gewisses Mass an Struktur und Sicherheit, um uns wohlzufühlen. Wenn wir uns nun für einen Neuanfang entscheiden, dann müssen wir alte Muster, Träume und Werte hinter uns lassen.

Aber wenn wir einmal genauer hinsehen, werden wir feststellen, dass das Leben von Natur aus schon aus einer Aneinanderkettung von etlichen Neuanfängen und Abschieden besteht.

All das, was unser Leben heute ausmacht – sei es unsere Beziehungen, der Job oder unser Freundeskreis – haben wir, weil wir irgendwann einmal im richtigen Moment “Ja“ zu einem Neuanfang gesagt haben. Damit sind Neuanfänge etwas ganz Natürliches. Klar erfordert es trotzdem Mut, einen neuen Weg im Leben einzuschlagen. Aber wenn es uns gelingt, die Ehrfurcht vor dem Neuanfang zu verlieren und stattdessen die Chancen im Neuen zu sehen, dann eröffnen sich mitunter ganz neue Möglichkeiten.

Es ist doch so: Wir alle haben (vermutlich) nur dieses eine Leben. Und das Leben verläuft nur in den seltensten Fällen wirklich geradlinig. Vor allem die vielen Abbiegungen in unbekanntes Terrain fernab der eigenen Komfortzone machen das Leben doch aus.

Also, schau doch mal genau hin:

Auf welchen Neubeginn hättest Du so richtig viel Lust?

Dann musst Du anfangen. Atmen. Tanzen. Feiern.

Jeder Tag ist Dein Tag. Jeder Tag ist DEIN TAG.

Willkommen in der Adlerperspektive!

Die Zeit läuft….

Hast Du Dich schon einmal gefragt, wieviel Lebenszeit Du wohl noch hast? Wie gehst Du dann vor? Schaust Du Dir eine Statistik an? Eine Hochrechnung? Eine mittlere Lebensprognose?

Und, macht Dich das sicher?

Die Lebenserwartung von Männern liegt bei 78,3 und bei Frauen bei 83,4 Jahren.

Wieviel bleibt Dir noch, wenn alles gut geht?

Und – wenn es nicht gut geht?

Gerade an diesem Pfingstwochenende habe ich viele tragische Unfälle in den News gelesen. Die Leute waren anfangs 30, eine sogar nur 18, eine Gruppe von feiernden Menschen unter 40. Alle kamen durch den Fehler von anderen um Leben. Pffffffff… die Lebenskerze ausgeblasen. Aus und vorbei. Alle Zukunftspläne, alle Versicherungen, alle Vorsicht – vorbei.

Was meinst Du, wie lange hast Du noch?

Wenn es gut geht?

Wenn es nicht gut geht?

Und, natürlich, du weisst worauf ich hinaus will:

Nutzt du dieses wertvolle Geschenk?

Machst Du etwas Wertvolles aus jedem Tag?

Sammelst Du glückliche Momente oder „Ich muss noch, ich sollte noch, ich fordere von mir, ich erwarte von mir, ich sehe mich gezwungen, ich habe keine andere Wahl als“….

Wie frei bist Du mit Dir selbst? Wie gut bist Du mit Dir selbst?

Gerade in Jersey habe ich eine wunderbare Frau im Coaching die seit mehr als 6 Jahrzehnten anderen Menschen mit Fürsorge, Hilfsbereitschaft und als Blitzableiter dient. Und dabei ihr eigenes Glück niemals – wirklich niemals – ernst genug genommen hat. Wie tragisch das ist, spürt sie selbst, sie ist ein Spielball ihrer Emotionen, von Wut zu unendlicher Traurigkeit, von Frustration und Ungeduld über Kontrollzwang, mitten hinein in die Selbstablehnung. Und alles nur, weil sie brav und für ANDERE wertvoll sein wollte! Eine Rechnung die niemals aufgehen wird.

Denn: Du bist immer zuallererst für dich selbst zuständig, wichtig, wertvoll und gut.

Das heisst ganz klipp und klar: DU bist zuständig für dein Glück.

Wäre es nicht sogar eine Art von Missbrauch, andere Menschen für das eigene Glück zu instrumentieren? Man empfindet eine Leere – und diese soll von anderen Menschen gefüllt werden. Doch sind andere Menschen dazu da? Wäre es nicht sogar eine Bankrotterklärung, wenn man sagen würde: „Ich brauche andere Menschen, um mich glücklich zu machen. Ich selbst kann nicht für mein eigenes Glück sorgen.“? Wenn man zuerst sich selbst glücklich macht, demonstriert man damit nicht nur, dass man es kann, sondern auch Autonomie: Ich bin nicht auf andere angewiesen.

Und damit darf man selbst auch anerkennen: Ich lasse mich nicht instrumentalisieren für anderer Menschen Glück.

Und noch einmal: Nützt Du Dein Leben, deine Glücksmomente, deine Gesundheit, deine Möglichkeiten auch wirklich, wirklich aus?

Spürst du, wie reich du bist? WEIL DU LEBST?

Noch hast Du dieses wertvolle Leben. Was machst Du damit?

Konzentriere dich auf folgende Fragen:

Was tut mir heute gut?

Was macht mich heute glücklich?

Was kann ich mir Gutes tun um das Leben vollständig zu geniessen?

Und dann: Tue es.

Es gibt keine Alternative.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Schrei!

Kennst Du das auch, dass Du manchmal einfach mal nur schreien könntest?

Und?

Tust Du es?

Wir werden dazu erzogen, nicht zu schreien. Ich verstehe das total. Als junge Mutter dachte ich selbst, dass ich ausrasten würde, wenn jetzt nicht endlich mal ein bisschen mehr Ruhe herrscht. Das lustvolle Schreien der Kinder regte mich auf. Was ich damals nicht wusste: Ich hätte so gerne mitgemacht!

Wieviel Wut und Lust und Übermut steckt in uns fest? Wieviel Schmerz und Ohnmacht und glühende Rage halten wir zurück? Wieviel Frustration bleibt uns buchstäblich im Halse stecken?

Niemand möchte gerne angeschrien werden. Es tut in den Ohren weh, klingt bedrohlich und einschüchternd. Auch in der Wissenschaft waren Schreie lange Zeit nicht gerade ein Lieblingsthema. Aber das ändert sich. Denn zunehmend erkennen Forschende, wie vielfältig und strukturiert Schreie sein können und wie wichtig sie für das menschliche Leben sind. Und zwar schon, wenn das Leben gerade anfängt. Als Baby haben wir alle geschrieen und wurden davon auch wieder entspannt und ruhig.

Wenn ein Erwachsener „schreit“, woran können wir dann erkennen, welche Bedeutung die Ausrufe haben? Ist es Freude, Überraschung, Wut oder Schmerz? Dem ist Sascha Frühholz vom Institut für Psychologie der Universität Zürich nachgegangen. Er liess Menschen in seinem Labor Schreie ausstossen, die dann von Versuchspersonen klassifiziert werden sollten.

Frühholz entdeckte, dass sie dabei sechs verschiedene Emotionen unterschieden. Vier Alarmschreie für Furcht, Ärger, Schmerz und Trauer. Und zwei positive Schreie, bei denen die Versuchspersonen zum einen Freude wahrnahmen oder extreme Zustände von Vergnügen.

Freudenschreie haben mehr Melodie

Tatsächlich konnten die Versuchspersonen diese Schreie mithilfe verschiedener Eigenschaften relativ gut unterscheiden. Denn Angst- und Ärgerschreie klingen oft viel rauer als Freudenschreie. Und Ärgerschreie bevorzugen die tieferen Frequenzen.

Wenn wir vor Freude schreien, hört sich das melodiöser und heller an als bei anderen Schreien. Trotzdem geht die Evolutionsforschung davon aus, dass sich Freudenschreie erst recht spät entwickelt haben. Am Anfang der Evolution sollen die Angst- und Alarmschreie stehen, weil sie das Überleben sichern konnten.

Das Konzept, dass Schreien einen therapeutischen Nutzen haben kann, wurde in den 70er Jahren von dem Psychotherapeuten Arthur Janov propagiert, der sich durch zwei berühmte Patienten einen Namen gemacht hat: John Lennon und Yoko Ono.

Dr. Janov glaubte, dass Schreien ein ursprünglicher Drang ist, der uns in unsere Kindheit zurückversetzt, wo wir möglicherweise ein verdrängtes Trauma festhalten. Durch die Teilnahme an der so genannten Urschrei-Therapie können wir diese aufgestauten Emotionen wieder aufgreifen und loslassen, indem wir ihnen eine Stimme geben.

In den letzten Jahren haben viele Psychologen die Wirksamkeit dieser Therapie bewiesen, und sie wird als anerkannte Form der psychosozialen Intervention angesehen.

Soviel zur Erklärung.

Gestern am Strand hatten wir einen wunderbaren Rahmen, bei Sonnenuntergang und in menschenleerer Umgebung mal so richtig laut raus zu brüllen. Und wie lustvoll haben meine beiden Coachees das getan. Schreien tut gut, baut Negativität ab und beruhigt die aufkochenden und verdrängten negativen Emotionen.

Ich liebe es, das zu sehen. Und ich schreie auch super gerne. Am liebsten vor Freude. Aber auch mal wenn ich wütend bin. Für mich eine Befreiung, für viele andere extreme Belästigung.

Hier auf Jersey, in der Bucht, in der wir wohnen, gab es schon sehr viel Geschrei. Einige Male wollten meine britischen höflichen Nachbarn dann schon die Polizei holen, weil sie dachten, da wäre ein schweres Kapitalverbrechen passiert. Inzwischen aber wissen sie: Ach, Maren ist da, mit ihren ausgeflippten Coachees. Alles gut. Sie schmunzeln über uns und das tun wir auch.

Und jetzt Du: Sind Dir Deine Schreie im Hals stecken geblieben?

Ist es Dir manchmal nach Schreien zumute?

Na dann los, folge dem Impuls. Mache es an einem sicheren Platz oder im Wald.

Lass den Dampf ab. Dann kann die Ruhe zu Dir zurück kommen. Viel Spass damit!

Willkommen in der Adlerperspektive.

Heldenreise

Gestern in Orleans habe ich wie immer, wenn ich hier bin, meine Heldin der Geschichte besucht, zu Ihren Füssen ein Glas Champagner getrunken, zusammen mit meiner Freundin-Heldin. Wir haben auf die Kraft der Frauen angestossen und das Leben und den Moment. Auf unseren Roadtrip durch Frankreich, unsere eigene „Thelma und Luoise“-Story (wie aus dem Hollywood Streifen von Ridley Scott von 1991). Und eben – auf Jeanne dÀrc.

Johanna von Orleans ist auch bekannt als Jeanne d’Arc. Sie selbst nannte sich die Jungfrau von Orléans. Es gibt keine genaue Quelle, doch der Legende zufolge, wurde sie am 6. Januar 1412 in Domrémy, einer Region in Frankreich, als Tochter von Bauern geboren. Zu dieser Zeit tobte gerade der Hundertjährige Krieg, in dem England versuchte, Frankreich zu besetzen. Englische Truppen hatten den Norden Frankreichs bereits komplett eingenommen und den damaligen König, Heinrich V., vom Thron gestürzt. Es schien, als sei das Ende des Landes nahe.

Gerichtsprotokolle aus dieser Zeit belegen, dass Jeanne d’Arc schon im Alter von 13 Jahren erste Visionen hatte. Darin erschienen Heilige, die ihr befahlen, ihr Land zu befreien. Vier Jahre später durfte sie vor dem französischen Königshaus sprechen. Sie beschrieb sich dort als Engel und sagte, dass sie im Namen des Himmels geschickt worden sei.

Man prüfte ihren Glauben und ließ sie am 29. April 1429 in einer Ritterrüstung und mit der Unterstützung einer ganzen militärischen Truppe nach Orléans ziehen. Ihr Siegeszug war beeindruckend: Innerhalb von nur zwei Monaten waren alle Engländer aus dem südlichen Teil des Landes vertrieben worden.

Trotz Verletzung blieb Jeanne d’Arc damals auf dem Pferd und kämpfte. Als Karl VII. im Juli wieder zum König gekrönt wurde, erhielt Jeanne d’Arcs Vater Dank. Die Kämpferin selbst schien erreicht zu haben, was sie wollte und wurde zu übermütig. Bei ihrer Bemühung, Paris zu befreien, wurde sie von englischen Soldaten verhaftet.

Man warf ihr vor, abergläubisch zu sein und Verbrechen gegen die göttliche Hoheit begangen zu haben. Der anschließende Prozess dauerte mehrere Monate und Jeanne d’Arc wurde in zwölf von 67 Anklagepunkten für schuldig erklärt. Unter anderem auch für Mord: Da sie als weiblicher Soldat nicht offiziell anerkannt wurde, sah man alle Männer, die sie in den Schlachten besiegt hatte, als Mordopfer an.

Am 30. Mai 1431, im Alter von nur 19 Jahren, verbrannte man Jeanne auf dem Scheiterhaufen.

Eine tragische Geschichte, der man in Orleans überall begegnen kann. Jeanne wird in Frankreich 500 Jahre später heilig gesprochen und seitdem glühend verehrt.

Wir sitzen also bei Jeanne’s Denkmal und reden über die starken Frauen, die wir sind, die die wir kennen, diejenigen die ein Stück Geschichte geschrieben haben und auch über die modernen Heldinnen.

Ein schöner Gedanke und eine wertvolle Erinnerung. Und natürlich kommen daher auch meine heutigen Fragen, nicht nur an Frauen, genau an Dich, liebe Leserin und lieber Leser:

Hast Du Heldenmut?

Wann hast Du das letzte Mal leidenschaftlich ein Ziel verfolgt und gegen alle Widerstände erreicht?

Welches Feuer brennt ganz tief in Deiner Brust und lässt Dich aushalten, weiter machen, kämpfen, (be-)siegen der eigenen Limits und überwinden aller Bedenken?

Trägst Du das Herz einer Heldin, eines Helden in Dir?

Und was machst Du damit?

Es ist Zeit. Draussen explodiert gerade die Natur. Allerhöchste Zeit aufzublühen und die explosive Kraft für DICH zu nutzen.

Schwing Dich auf und kämpfe. Du wirst das schaffen!

Schau sie Dir nur an…..

Willkommen in der Adlerperspektive.

Für meine starken Freundinnen: Nadia, Kathi, Heidrun und Miriam und alle, die ein starkes Heldenherz in sich nähren und leben und zeigen. Die Welt braucht Euch.

Warum auch nicht?

Warum nicht?

Letzte Woche hörte ich von einer Freundin, dass ihre Tochter einen grossen Traum aufgegeben hat. Es ging um eine Profi Sportkarriere und der Weg bis zu dieser Ent-scheidung war lang und hart. Für viele viele Jahre hatte das junge Mädel sehr viel Zeit und Energie investiert und sich diesen Traum immer wieder ganz genau vorgestellt. Jetzt hat sie Abschied genommen und die Eltern finden Alternativen, wo sie ihre wunderbare Energie investieren kann.

Es braucht viel, etwas aufzugeben, das uns am Herzen liegt. Und manchmal geht es eben nicht anders, dann muss man abbiegen, denn der Weg gabelt sich und man muss eine Ent-scheidung treffen.

Bist Du gut im Loslassen?

Eine Freundin von mir versucht gerade 10 Jahre in Österreich loszulassen. Auch nicht einfach. So viel geschwitzt und gekämpft um diese Existenz. Das Neue ist schon da, es winkt und lockt aber trotzdem muss sie einen Sprung machen. Und sie zögert vor dem Sprung. Sie stellt das Neue in Frage. Sie rechnet Konsequenzen aus. Sie versucht Prognosen zu machen. Jede Sicherheit scheint verloren zu gehen und man weiss ja noch nicht, ob sich das alles lohnt und ob es eine gute Ent-scheidung ist.

Ich weiss ihr auch nichts zu raten, ausser, dass ich ihr Mut machen will, diesen riskanten, wahnsinnig grossen und doch sehr kleinen Schritt zu machen. Noch mal rein in ein neues Leben. Noch mal woanders verankern, noch einen weiteren, weiteren und weiteren Schritt und noch einen Neuanfang mehr machen. Wer weiss schon, welche Geschenke das Leben bereit hält! Hab Mut, trau Dich, sei offen für Geschenke!

Nun, manchmal geht es eben gar nicht anders: Das Leben will uns an einem anderen Platz haben als da, wo wir gerade sind. Wenn sich Dinge entwickeln sollen, dann muss man die Abzweigung nehmen. Es gibt Menschen, die dann erstarrt vor der Kreuzung stehen und keinen Schritt mehr gehen können, in keine Richtung. Nicht mehr zurück. Nicht nach vorne.

Was tun?

Loslassen ist sehr schwer. Für fast jeden von uns. Und dann kommt auch noch etwas Liebgewonnenes, das wir ziehen lassen müssen oder etwas, das wir, wie die junge Spielerin, einfach mal aufgeben.

Wie schön, dass ich da durch Zufall dieses Schild zu sehen bekommen habe:

Irgendwie geht das Leben immer weiter. Irgend einen Umweg machen wir alle. Aber das Leben geht nach vorne und es ist vergänglich. Am besten gefiel mir, was die Mutter der jungen Sportlerin geschrieben hat:

Und was jetzt wieder alles möglich ist!

So ist es: Alles ist möglich. Man muss mit allem rechnen. Auch mit einem Wunder.

Also:

Willkommen in der Adlerperspektive.

Für Amelie, und Nicolin. Und für Mona. Mut haben. Weiter gehen. Feiern. Fliegen.

Regen

In einem letzten Blog ging es darum zu überlegen, was Du brauchst. Hast Du eine Antwort gefunden? Und was brauchst Du denn nun?

Im Moment regnet es sehr viel und sehr oft. Die Natur braucht das nach einer langen Trockenphase, sie saugt sich voll und speichert ein. Vielleicht muss es für einen langen Sommer reichen. Die Natur ist vorausschauend und klug, sie würde nicht alles aufbrauchen und dann später nichts mehr haben. In Australien gibt es Bäume, die einfach ihre Blätter fallen lassen wenn sie spüren dass es lange nicht regnen wird. Dann beginnen auch die dünnsten Äste zu verdörren. Auch nach einigen Jahren ohne Regen überleben da noch Bäume. Kaum gibt es ein bisschen Wasser blühen sie sofort wieder auf, treiben aus, zeigen sich.

Ein Phänomen, das es einmal in der Wüste gab… Der Death-Valley-Nationalpark liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste Nationalpark in den USA. Er ist gleichzeitig der heisseste Platz.

2004 geschah hier etwas extrem Aussergewöhnliches. Das allererste Mal in der Geschichte von Death Valley regnete es. 7 Inches (114ml). Ein Rekordregen!

Im Frühling 2005 kam dann das eigentliche Wunder. Noch nie hatte es in dem felsigen, steintrockenen Boden irgendwelches Wachstum gegeben. Aber nach dem Rekordregen erblühten in ganz Death Valley Teppiche von Frühlingsblumen:

Die Samen dieser Blumen mussten also in dem unwirtlichen Boden enthalten gewesen sein. Niemand wusste, wie das geschehen konnte. Es wurde ein Phänomen, das sich nicht mehr wiederholt hat.

Was ist (noch) in Dir versteckt was aufblühen will? Welche Schätze hast Du noch nicht geborgen, vielleicht Dir auch noch nie zugetraut? Was ist ausserhalb der Komfortzone, in der Du es Dir schön gemütlich gemacht hast, möglich? Wo findest Du etwas, mit dem Du nicht gerechnet hast? DA ist Dein Schatz. DA ist Dein Wachstum und die Erweiterung Deiner Welt.

In den letzten beiden Wochen habe ich gleich mehrere Coachees gesehen, die viele Jahre zurück bei mir im Coaching waren. Es war ein riesiges Vergnügen, zu sehen wie sie sich ent-faltet haben und sich wieder und wieder heraus-fordern aus der bekannten Welt. Das Leben ist immer so bunt, wie wir es uns erlauben zu leben.

Öffne Deine Augen: Wo liegt die nächste Hürde?

Wo liegt der nächste Berggipfel?

Die nächste Überwindung?

Das nächste Level in Dir?

Wiederhole Dich nicht. Probiere etwas, das Du noch nie getan hast.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Für Beat. Paso.

Aufblühen

Hast Du bemerkt dass es keinen Blog gab gestern?

Und warum hast Du nicht nachgefragt?

Hattest Du Dich auf den mentalen Kick gefreut?

Brauchst Du diesen Kick?

Und genau das führt uns zu unserem heutigen Thema:

Was b r a u c h s t Du?

Gerade war Ostern. Eine liebe Freundin erzählte mir ein Brauchtum aus ihrer Heimat Ungarn: Das „Begießen“ von Frauen und Mädchen am Ostermontag geht auf einen vorchristlichen Fruchtbarkeitsbrauch zurück. Männer besuchen verwandte oder befreundete Frauen und besprengen sie mit Parfüm. Damit wollen sie, dass die Frauen nicht verblühen sondern immer wieder aufblühen.


Ein charmantes Ritual, nicht wahr?

Und was brauchst Du, damit Du nicht verblühst?

Was brauchst Du zum Wachsen?

Was brauchst Du, damit Du Deine Träume verwirklichen kannst?

Ich schwöre: Du brauchst kein Geld. Keinen Luxus. Keinen Tand. Keine wohlwollenden Mäzene. Keinen Partner oder Partnerin zur Unterstützung.

Du brauchst überhaupt keine Unterstützung!

Du brauchst Dich selbst.

Du brauchst DEIN Herz und nicht das eines anderen. Du brauchst Deine Fantasie, dein Feuer, deine Leidenschaft. Du brauchst Deine Überzeugungen und Deine Werte und deinen unerschütterlichen Glauben an Dich selbst. DU MUSST BRENNEN. LICHTERLOH.

Ja, ich weiss, das hört sich viel zu schwer an, wenn man im Alltag vor lauter Arbeit und Pflichten untergeht. Wenn man nicht mehr weiss, wo einem der Kopf steht (er ist abgelenkt, er steht nirgends) …. wenn man krank ist oder schwach und ausgelaugt. Oder in einer toxischen Beziehung steckt oder gerade eine andere Krise hat.

Ich bin auch oft in einem Tal. Gerade war ich längere Zeit krank und bin in das Tal des Selbstmitleids gefallen. Mein Lieblings-leidens-tal, das ich besonders verabscheue. Und trotzdem ist es passiert. Und was hab ich gebraucht? Ruhe. Nicht reden müssen (deshalb habe ich meine Stimme verloren). Schlafen (deshalb habe ich diese lähmende Schwäche bekommen) und fasten (deshalb habe ich Geschmack und Geruch verloren). Und dann, als es wieder aufwärts ging, da hörte ich endlich wieder meine innere Stimme, die so oft übertönt wird vom Geschrei meines Ego. Sie hat mir zugeflüstert was ich brauche. Nichts, was man kaufen oder von einem anderen Menschen bekommen könnte.

Tu Dir diese Woche einmal selbst den Gefallen: Frage Dich: Was brauche ich wirklich?

Was brauche ich um zu wachsen?

Was brauche ich um aufzublühen?

Was brauche ich um lichterloh zu brennen?

Wenn Du magst, lass es mich wissen. Oder einen Menschen, mit dem Du das teilen möchtest. Aber: Mach es Dir bewusst.

Du wächst. Blühst Du auch? Wann? Bald? Wir wollen Dich sehen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Für Kathi. Zedric. Roman. Fabian. Auf geht’s.

Zurück zu Dir und dann in die Welt!

In den letzten Wochen wurde ich gleich mehrfach mit Menschen zusammen geführt, die sich aufhalten und ablenken lassen. Von den falschen Menschen, den falschen Gegebenheiten, von Manipulation und emotionaler Erpressung und von ungutem Klima. Wie schade!

Meist liegt dem etwas zugrunde was total einfach zu verstehen und zu erklären ist: Diese Menschen geben etwas und/oder jemand anderem, die grössere Bedeutung als sich selbst. Tragisch. Denn: Du kommst alleine auf die Welt. Und Du gehst auch alleine. Und zwischendurch meinst Du nur, dass du nicht alleine bist. Selbst wenn du ganz eng mit jemandem lebst oder in einer Gemeinschaft geborgen bist: Bist Du doch im Grunde allein. Denn: Du siehst durch deine Augen. Du hörst durch deine Ohren. Du spürst mit deinen Sinnen. Im Grund ist alles, was Du erlebst eigentlich aus Dir selbst heraus. Und niemand ausser Dir kann es so erfahren wie du selbst.

Ist das nicht wunderbar? Du bist immer mit Dir zusammen. Du hast immer den besten Ratgeber dabei. Du kannst immer auf deine Intuition vertrauen. Du wirst Dir immer deine besten Geschenke machen können weil es Dir sicher gefällt was Du Dir auswählst. Du kannst Dich inspirieren. Du kannst dich motivieren. Du kannst Dich trösten. Du kannst Dir zuhören so oft bis es gut ist und deine Gedanken sich beruhigen können. Du kannst jede Entscheidung selbst treffen. Du kannst deine Bedürfnisse am besten befriedigen. Du kannst über Dich lachen. Du kannst es gut mit Dir meinen. Du kannst an Dich glauben. Du kannst es Dir selbst beweisen. Du kannst Dich trauen. Du kannst Dich verwöhnen. Du kannst Dir Mut zusprechen. Du kannst Dich bewundern.

Kannst Du das alles?

Und wenn nein, warum nicht?

Vielleicht weil Du auf der Jagd, nach etwas im Aussen, verloren gegangen bist. Weil Du Deine innere Stimme nicht (mehr) hörst. Weil Du Dir die Wichtigkeit abgesprochen hast. Oder weil Du Dich etwas anderem geopfert hast (das ist das Wahrscheinlichste) – um im Austausch dafür etwas zu bekommen, was Du Dir auch selbst geben könntest.

Klingt das an bei Dir?

Wie gut magst Du Dich selbst?

Wie gut bist Du zu Dir?

Wie ernst nimmst Du Dich und Deine Wünsche und Bedürfnisse?

Gibst Du Deiner Sehnsucht genug Raum? Was tust Du dafür?

Das ist ein wirklich wichtiger Schritt auf der Reise zu Deinem Ziel:

Bist Du gut zu Dir? Am besten zu Dir selbst?

Darin steckt nicht einmal der allerkleinste Hauch von Egoismus. Es ist nicht unser Ego, das bei sich selbst sein will. Es ist unser Herz. Und wenn Dein Herz laut und deutlich und glasklar weiss, was Dir gut tut, dann musst du dem gehorchen. Da nützen die Konzepte aller Art – moralisch, sozial, erzieherisch, gesellschaftlich und religiös, gar nichts. DEIN HERZ ist die Instanz die weiss was sie braucht. Wenn Du also nur Deinem Herz entsprechend handelst. Wenn wir das alle täten. Dann wäre Frieden. Denn im Prinzip will kein Herz jemals etwas, das einen anderen verletzen könnte. Und wir alle hätten unsere Würde.

Tue Dir selbst einen Gefallen.

Tue Dir etwas Gutes: Beantworte die hier gestellten Fragen.

Wenn Du bei Dir selbst bist, dann ist alles richtig, gut, wertschätzend und freudvoll.

So können wir weitergehen. So musst Du.

Willkommen in der Adlerperspektive.

Niemand sagt es so kurz und klar und einleuchtend wie Gerald Hüther, nimm Dir 5 Minuten Zeit und höre ihm zu: