Die kleine Lieblichkeit

Es gibt schon ausgesprochen schöne kleine Gesten. Meine Nachbarin macht so eine. Eine ältere Dame, die Hunde mag. Sie installiert jeden Tag eine Trinkstation mit frischem Wasser für die Hunde, die an ihrem Haus vorbei laufen (und auch oft in ihren Vorgarten pinkeln). Dann freut sie sich, wenn die Hunde stehen bleiben und ihren Durst bei diesen hohen Temperaturen stillen können.

Eine andere wirft immer ihr altes Brot und die Kerne von ihrem Obst in den Wald. Für die Waldtiere und Vögel. Und dass die Kerne dann unerwartet Zwetschgen- und Aprikosenbäume spriessen lassen.

Auf Jersey fand ich in den letzten Jahren immer wieder Freesien und Lilien zwischen dem dornigen Heidegestrüpp. Ich hörte, dass eine alte Lady jedes Jahr im Gartencenter Samen kauft und sie einfach so überall auf der Insel vertreut.

Und auch kleine liebevolle Gesten kann man mitunter auf dem Markt, am Postschalter und auch bei der Parkplatzsuche beobachten. Hast Du Dein Parkticket schon einmal weiter gereicht weil Du schon weggefahren bist und noch Guthaben darauf war? Hast Du kürzlich mal jemandem beim Einladen von etwas Schwerem geholfen, ohne dass er gefragt hat? Vielleicht einer anderen Person etwas an einem Tankautomat erklärt? Oder wenigstens ein Lächeln geschenkt und freundlich MIT einem Blick in die Augen „Dankeschön“ gesagt?

Als meine Kinder klein waren, half ich mal einer älteren Dame, die nicht wusste wie man einen Kaffee selbst zapft in einem Restaurant. Mein Grosser sagte: Mama, du musst immer anderen helfen oder? Es hat mir gefallen, dass ihm das aufgefallen war, weil er sonst ein sehr introvertiertes Kind war. Heute weiss ich, dass er auch hilfsbereit ist und sogar charmant sein kann. Es macht mich stolz, dass er das kann: Über seine Scheuheit hinweg springen in die Freundlichkeit.

Kleinigkeiten machen den Tag. Das haben meine Jungs auch bei den Pfadfindern gelernt:
Jeden Tag eine gute Tat!

Was hast du heute schon Liebevolles getan? Die letzten Tage? Kannst Du es an zwei Händen abzählen? Oder erinnerst Du dich nicht? Dann war es eindeutig zu wenig!

Würden wir jeden Tag! Jeden Tag! 10 Dinge tun, die das menschliche Klima ein bisschen erwärmen würden, dann wäre uns bald allen geholfen. Und: Es macht uns ja eigentlich auch selbst glücklich, wenn die Lieblichkeiten durch uns geschehen können.

Wenn Du gerade keine Handlung ausmachen kannst, die Du für andere tun kannst, dann schreibe doch wenigstens ein paar freundliche, liebevolle Nachrichten, an die Menschen, die Du magst und denen Du schon lange nichts mehr Gutes gesagt hast.

Albert Schweitzer hat einmal gesagt:

„Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“

Was tust Du heute und in den nächsten Tages Gutes in die Welt?

Wo kannst Du noch mehr Freundlichkeit, Lieblichkeit ausleben?

Wie kannst Du mit deiner Anwesenheit etwas Gutes in die Welt geben?

Warum freue ich mich, Dich zu sehen?

In diesem Zusammenhang danke ich GINO. Ich habe ihn nach seinem Coaching vor einigen Jahren nie mehr gesehen. Aber Woche für Woche bekomme ich nach der Veröffentlichung meines Blogs sehr rasch ein Herz. Das schätze ich sehr und es bringt mir immer ein Lächeln aufs Gesicht.

Sei freundlich und erwärme das menschliche Klima. Damit tust Du Dir selbst etwas Gutes und es gibt immer jemanden, der glücklich darüber ist.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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