Ich bin’s mir wert

Ein Thema, das ich immer wieder in meinen Coachings antreffe, ist das Thema Selbstwert und Minderwertigkeitsgefühle. Unglaublich, wie stark dieses Gefühl in uns Menschen vorhanden ist. So wenige von uns kennen ihren eigenen, unverkennbaren Wert, ihre wertvollen Seiten, ihren inneren Diamanten.

Ist es nicht bedauerlich, dass wir uns alle zu wenig wertschätzen?

Ich meine nicht einander – obwohl das auch immer wieder einmal der Fall ist – sondern sich selbst. Wie wenig schätzen wir unsere Eigen- und Einzigartigkeit, unser Menschsein, unsere Schätze, die wir mit beiden Händen in die Welt geben könnten, wenn wir sie erkennen.

Ich habe eine liebe Freundin, die das „sweet talking“ unglaublich gut beherrscht. Sie kann das, Menschen lieblich ansprechen, ihnen Mut, Zuversicht, Hoffnung und Liebe geben. Ich habe sie dabei beobachtet und sie bewundert. Ich selbst bin da weitaus trockener, trage mein Herz zwar gerne auf der Zunge, aber ich fühle mich da bisweilen etwas hölzern und ungeschmeidig. Aber sie – sie macht es einfach so, leicht und unbeschwert und mit einer grossartigen Warmherzigkeit. Darauf angesprochen wiegelte sie ab und sagte: „Ach was, das ist doch nichts Besonderes“.

Eine andere Freundin fühlt sich als Dienerin, als zuverlässigen Garant für Problemlösungen jeder Art. Sie sagt, sie sei eben einfach immer da. Abrufbar, verlässlich, anwesend. Für mich ist sie das nicht. Diese Freundin ist für mich einfach Luxus. Kein täglich Brot, eher Kaviar – oder das Sahnehäubchen.

Warum schätzen wir uns so wenig Wert? Warum geben wir einem anderen mehr Wert? Warum meinen wir „nichts Besonderes“ zu sein wäre richtig?

Was ist Deine stärkste Kraft? Was ist Deine Leidenschaft? Was ist das, was Du ganz tief in Dir trägst und was aus Dir heraus sprudelt, ganz einfach so und ohne Zutun?

Ich habe gestern so viel Liebe gespiegelt bekommen. So viel wunderbare Herzenswärme. Und unter all der wunderbaren Wertschätzung hörte ich, dass ich den Menschen das Gefühl geben kann, in das Leben zu vertrauen. Zuversichtlich zu bleiben. Weiter zu machen, das Beste zu erwarten. Die Menschen dazu einzuladen, das Leben zu leben und zu geniessen.

Es ist etwas, das aus mir heraus kommt, von Kindesbeinen an, das einfach da ist, ohne jede Anstrengung: Ich liebe es einfach, das Leben. Das Kunterbunte, das Freie und Wilde und Echte und Überschwängliche. Daraus entwickelt sich ganz von alleine ein Wert, der sich teilen und vervielfachen lässt.

Du hast es auch – diesen speziellen Funken. Den einen Auftrag. Deine Mission, Deine Botschaft, Deinen Grund warum die Welt durch Deine Anwesenheit zu einem besseren Ort wird.

Was mag das sein?

Was ist Dein grösster Wert?

Mit was bist Du reich gesegnet worden?

Mit Deiner Liebe, Deiner Hingabe? Deiner Durchhaltekraft? Deine Grosszügigkeit? Dein Mut dem Leben immer und immer wieder zu begegnen? Deine Verantwortung? Deine Ethik? Deine Poesie und Deine Kunst?

Einer meiner liebsten Freunde ist ein Musiker. Wenn er in die Saiten seiner Harfe fasst, berührt er Menschen ganz tief. Ein anderer ist ein Maler, der mit seinen Bildern die Farben in dem Betrachter zum Leuchten bringt. Einer meiner Lieblingsmenschen bekocht andere und schenkt ihnen mit den Aromen seiner Küche Genuss und gute Stimmung. Ich kenne viele Menschen mit einem riesigen Herzen. Mit sweet talking und Empathie und Mitgefühl. Andere die als leuchtendes Vorbild voran gehen und andere mitziehen in die richtige Richtung. Menschen mit unheimlich grosser Geduld. Menschen mit dem magic touch in den Händen. Menschen mit Überzeugungskraft und Begeisterungsfähigkeit. Menschen mit Willensstärke und Menschen, die Fehler machen und wieder aufstehen. So viele wunderbare, starke und liebevolle Menschen.

Was ist Dein Beitrag, ganz persönlich, ganz intim, ganz individuell – für diese Welt?

Was in Dir ist wertvoll?

Nie im Leben hätte ich geglaubt dass meine grösste innere Kraft – der Hedonismus – einmal ein Geschenk für andere sein könnte. Und doch ist das die Quelle von allem, was ich tue. Es ist mein ganz individuelles Geschenk. Es kommt ohne Anstrengung und zeigt sich in vielen verschiedenen Formen.

Noch einmal:

Was an Dir ist wertvoll?

Ich sehe Dich. Siehst Du Dich auch?


Willkommen in der Adlerperspektive.

Gewidmet: Mirjam, Daniela, Remko, Zedric, Georg, Pan, Kathi, Jolanda, Nadia, Rose, Markus, Bernadette, Coco, Roman, Fabian, Sven, Yvonne, Diana, Inge, Tanya, Heidrun, Beatrice, Edith und Sabine und allen, die mir vielleicht jetzt nicht gleich eingefallen sind 🙂

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