Schwerelos

Fühlst Du sie auch manchmal, die schwere Zeit?

Hast Du es auch aktuell gerade schwer?

Wir alle laufen hin und wieder mit einem Rucksack durchs Leben, der voller Steine ist. Das Komische daran: Wir haben ihn uns selbst aufgeladen. Tragen ihn mitunter sogar stolz und meinen, das gehöre sich so.

Sorgen sind im Rucksack, Befürchtungen, Pflichten, Schuldgefühle, Bedenken, Dinge, die wir meinen tun zu müssen. Zweifel, Zögern, Widerstände, Traurigkeiten, Erwartungsdruck und Angst.

Meistens ist der Rucksack gefüllt, weil wir meinen, das mit uns herum tragen zu müssen. Und dann gibt es noch die, die sich von anderen den Rucksack füllen lassen. Die freiwillig des Anderen Last (mit-) tragen.

Wir alle glauben noch daran, dass es uns adelt, wenn wir durch „schwere Zeiten“ gehen und sie aushalten und überwinden, meistens sind wir stolz darauf, wenn wir die Schwierigkeiten überwunden oder so lange mit ihnen gelebt haben. Auch so ein Glaubenssatz: Wenn ich es schwer habe und trotzdem weiter mache, dann bin ich edel und zeige meine Stärke. Die Schwere mit tragen, das wird uns als menschliche Tugend verkauft.

Kein Wunder wird dann der eigene Gang schwer. Das Leben scheint schwer. Die Entscheidungen scheinen schwer.

Und wenn Du das Ding einfach mal absetzt? Ausleerst?

Hast Du die Chance, Dein Herz einem anderen mal auszuschütten?

Aufzuräumen, loszulassen?

Vor allem aber zu fragen:

Was macht mich jetzt gerade so schwer?

Als Coach darf ich Dir sagen: In fast allen Fällen ist die Last im Rucksack nur

ein grosser Haufen Gedanken. Eine ganze Menge selbst auferlegter Glaubens- Muster (ich bin dafür verantwortlich, ich muss doch, ich sollte noch, ich habe die moralische Pflicht).

Kannst Du mal hinterfragen was Du wirklich MUSST?

IST DAS WAHR?

Gerne empfehle ich in solche Fällen die Arbeit von Byron Katie.

Wie kein anderer schafft es Byron Katie, Dir klar zu machen, dass es vor allem die Gedanken sind, an denen Du leidest. Meist sind die Katastrophen niemals eingetreten, vor denen wir so lange Angst hatten, die wir mit uns herum geschleppt haben. Meist sind die Pflichten, die wir haben, gar nicht so drückend, werden gar nicht alle von uns erwartet.

Selbst wenn es jemand von uns erwartet, dies oder das zu tun, dürfen wir uns fragen:

Will ich das eigentlich (mit-)tragen?

Damit meine ich keineswegs dass wir alle egoistische Menschen werden sollen, die nichts mittragen sollen, wenn es denn wirklich nötig ist.

In unserem Rucksack aber ist auch oft viel Schrott, der einfach mal angeschaut und mitgeteilt werden muss, damit wir ihn nicht mehr zwanghaft verdrängen – und weitertragen.

Sich einem anderen ausschütten wie eine Insel – das ist auch Boden, auf dem wir stehen können. Und dann – vielleicht – erleichtert weiter gehen, weil es einfach mal gesagt worden ist. Ich kenne die schweren Zeiten auch. Meine hiessen: Verschweigen. Ich habe meine Abscheu, meinen Ekel, meine Wut, die Ungerechtigkeiten, die Kränkungen, meine Ablehnung oft in meinem Leben verschwiegen, es wurde tonnenschwer, dieser verdammte Rucksack. Und dann: Habe ich mir erlaubt alles „aus – zu – spucken“. Mit viel Glück hatte ich einen stabilen wunderbaren liebenden Menschen vor mir, der mir die Spuckschale hielt und damit auch gezeigt hat: Ich höre Dir jetzt mal zu und halte das alles aus.

Denn seien wir mal ganz ehrlich: Wir schütten einem anderen nicht das Herz aus. Sondern die Last aus dem Rucksack. Vieles darf dann gemeinsam

ent – sorgt werden.

Willst Du Deine Schwere los sein?

Kannst Du sie los lassen?

Damit Du wieder frei atmen, tanzen, rennen kannst?

Ein kleiner Trick um einen Anfang zu machen: Suche Dir ein SPA in der Nähe, ein Thermalbad. Lege Dich eine Stunde oder mehr in warmes Salzwasser. Lass Dich „floaten“. Spüre die Schwerelosigkeit. Spüre wie gut es tut.

Und dann: Lass den Rucksack los.

Jetzt kannst Du fliegen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

 

(diese Adlerperspektive widme ich der mutigen Daniela. Volle Kraft voraus!)

 

katie

Ein Gedanke zu “Schwerelos

  1. Heidrun Wieben

    Liebste Freundin,
    Danke für die Zeilen….sie kommen zur rechten Zeit:beschäftige ich mich doch seit Tagen mit dem Thema des Rucksackes-der Schwere, bzw. un nötigen Last… Deine Zeilen stärken mich, dass meine Gedanken gar nicht so abwägig waren… Danke 😘

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