Über das Limit

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Diesen Titel las ich letzte Woche auf einem herum liegenden Magazin.

Alle am Limit? Wirklich?

Bist Du auch am Limit?

Hat der Stress Dich um Griff? Die 100 kleinen Sachen, die Du noch meinst erledigen und besorgen zu müssen? Nimmst Du es sehr genau? Muss alles wieder mal perfekt sein?

Ich kenne den auch, den Freund „Perfektionismus“. Ich kenne Check-Listen und To-do-Listen und den Anspruch, alles perfekt durchzuplanen und alles einwandfrei und fehlerlos zur Verfügung stellen zu müssen. Und ich kenne das auch bei meinen Freunden, Bekannten und natürlich sowieso bei meinen Coachees.

Da heisst es oft: „Ich muss erst noch schnell“ und „Ich habe noch keine Zeit, erst muss ich…“ oder „Es ist noch nicht gut genug“.

Meine liebe Praxiskollegin kann zum Beispiel nicht nach Hause gehen ohne vorher alles zu verräumen und weg zu packen. Am Wochenende sagte ich, sie solle doch jetzt bitte endlich heim gehen und sie sagte: ich muss doch noch dies und das… nahm dies und das in die Hände… und ich bat sie auch mal an sich und die neue Liebe zu denken. Dafür, sagte sie, habe sie im Moment gar keine Zeit, erst die Pflicht, dann die Kür.

Ich bin auch so erzogen worden: Erst musste alles tiptop sein. Dann durfte man vielleicht ein ganz klein bisschen entspannen.

Wie ist das: tiptop?

Wer hat diese Regeln geschrieben wie es sein muss, wie es gemacht werden soll? Wer hat gesagt dass Du nicht auch mal – nichts – machen darfst.
„Die Rede vom Leistungsdruck ist irreführend. Zu schöpferischer Leistung kann gar nicht gedrückt werden, sondern nur zu Routinetätigkeit, zu aggressiver Gereiztheit und zu Krankheit.“ (Arno Black)

Vor lauter Tun.Tun.Tun verpassen wir – das Leben.

Halte JETZT mal ein. Mach langsam. Atme.

Und dann entscheide Dich mal voll radikal:

Was kann ich weg lassen?

Was kann ich aufgeben?

Wo kann ich auch mal locker lassen?

Vermissen Deine Kinder wirklich die riesige Auswahl, die Du jede Woche in den Kühlschrank packst?
Schauen Deine Freunde wirklich ob Du auch in den Ecken geputzt hast?

Denken Deine Nachbarn wirklich schlecht über Dich wenn Du fast nie die Fenster putzt?

Musst Du wirklich Überstunden machen um ernst genommen zu werden?

Die Motivation,  diese 100 Sachen zu machen, ist in den letzten Jahren lächelnd an mir vorbei gezogen. Ich hatte keine Lust mehr zu funktionieren. Das Leben ist nicht nur zur Pflichterfüllung gemacht. Das Leben findet statt. Jetzt. Bitte hetze Dich nicht weiter durch den Tag, die neue Woche, den neuen Monat.

Nimm Dir Zeit, die Zeit zu sehen. Die Schneeglöckchen, die Bewegung in den Bäumen, die Wolken, die Regentropfen, die Sonnenstrahlen. Betrachte Deine Hände. Vielleicht den Menschen, der Dir gegenüber sitzt, während Du diesen Blog liest.

Das Leben ist jetzt. Und es ist kostbar!

Was kannst Du weg lassen?

Mach doch mal eine Not-to-do Liste.

Du kannst das – einfach mal loslassen. Sitzen und nichts tun. Gar nichts ausser atmen und gucken.

Entspanne Dich!

Es muss immer wieder, jeden Tag, eine Zeit geben, in der Du nichts tust als Dein Leben, Dein Lebendigsein zu spüren. Um diese Momente wird es gehen, wenn Du irgendwann nichts mehr tun kannst. Dann musst Du Dich fragen können: Hab ich gelebt in der Zeit?

Habe ich sie genutzt meine kostbare Lebenszeit zum L E B E N?

Ich wünsche Dir eine ent-spannte Woche. Nimm Dir Zeit. Du bist hier.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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