Triffst Du nur das Zauberwort…

Kennst Du das? Du hörst ein Wort, einen Ton, eine Melodie und sofort beginnen eine ganze Reihe an Körperreaktionen Dich zu beschäftigen. Dein Herz schlägt schneller oder zieht sich melancholisch zusammen, Dein Gesicht wird ganz weich, deine Augen schwärmerisch… irgendetwas wird immer angekickt bei diesem Wort, dem Ton, dem Lied.

So hörte eine Freundin von mir in der vergangenen Woche melancholische Cellomusik um zu ihren tiefen Antworten zu kommen. Die Musik öffnete ihr den Zugang zu ihren Gefühlen, die sie schon eine Weile wirkungsvoll vergraben hatte.

Wie oft verbieten wir uns berührbar zu sein, zu tief einzutauchen, weil wir meinen, das nicht auszuhalten, die Relation von unseren seelenvollen Gefühlen und die Ratio, die uns im täglichen Berufsalltag, mit Pflichten und Anforderungen am Laufen hält, zu verbinden. Wie wenig leben wir in unserem Leben das, was unserer SEHNSUCHT entspricht?

Und was ist das eigentlich, dieses Ding Sehnsucht?

Eine der ältesten und am meisten bekannten Sehnsüchte ist eine Theorie, die einst Platon erschuf: Dem Mythos zufolge hatten die Menschen ursprünglich kugelförmige Rümpfe sowie vier Hände und Füsse und zwei Gesichter auf einem Kopf. In ihrem Übermut wollten sie den Himmel stürmen. Dafür bestrafte sie Zeus, indem er jeden von ihnen in zwei Hälften zerlegte. Diese Hälften sind die heutigen Menschen. Sie leiden unter ihrer Unvollständigkeit; jeder sucht die verlorene andere Hälfte. Die Sehnsucht nach der einstigen Ganzheit zeigt sich in Gestalt des erotischen Begehrens, das auf Vereinigung abzielt.

Sehnsucht also als „schmerzliches“ Begehren?

Ich möchte da weiter gehen. Es gibt nicht nur Sehnsucht nach der zweiten Hälfte. Es gibt auch Sehnsucht nach anderem, was uns scheinbar vollständig macht – Sehnsuchtsorte, -töne, -farben, -dichtung, -worte, -berührungen. Es sind immer Dinge, die einen Cocktail an Gefühlen für uns auslösen und die uns irgendwie ergänzen, beglücken, erfüllen.

Sehnsucht kann aber auch eine schöpferische Kraft sein, die uns da hin bringt, was wir uns erträumen – oder eben ersehnen. An Orte aber auch zu Menschen, zu Lebensumständen, die wir uns innig wünschen. Zu einer Form des Umgangs, des Miteinander, nach dem wir uns sehnen.

Und Sehnsucht kann uns auch intrinsisch motivieren unsere Schritte so zu machen dass wir da ankommen, wo wir am allerliebsten sein möchten. Sei es an einem Ort oder auch – in einer beruflichen oder emotionalen Ausrichtung auf das, was wir wirklich wirklich wollen.

Vor vielen Jahren hörte ich einen Lehrer sagen: Wenn man sein innerstes Streben, seinen grössten Herzenswunsch entdeckt hat und ihn formulieren kann, wenn man der Sehnsucht einen Namen geben kann – dann kann man nicht mehr anders, als diesem Herzenswunsch gehorchen. Man hat keine Wahl mehr, als dem eigenen Herzen zu folgen.

Was also ist Deine tiefste Sehnsucht?

Ganz einfach ist es, wenn Du schaust, was sie auslöst. Ist es eine spezielle Musik? Das Meer, die Frische der Bergwelt, das Rauschen eines Flusses? Sind es Bäume, Tiere, Begegnungen? Ist es Dichtung, Kunst? Landschaften, Städte? Mit was kannst DU Deine innerste Sehnsucht immer wieder stimulieren?

Und wohin führt Dich das?

Ein kleines Beispiel: Eine liebe Freundin hat immer wieder die Sehnsucht nach Paris. Angesprochen was genau es ist, sagt sie: Das Savoir vivre, die Kunst, die Mode, das elegante Lässige, die melodische Sprache, die Weite des Himmels, das köstliche Essen, Strassencafes und Zeit haben zum Schlendern. Kannst Du sehen, wonach sie sich sehnt? Und wird sie ihr Leben danach ausrichten?

Ich wünsche es ihr von Herzen.

Ein weiterer spiritueller Lehrer, dem ich aktuell sehr viel zu verdanken habe, hat einen Youtube Clip gemacht zum Thema Sehnsucht. Wenn Du noch mehr eintauchen willst in dieses Thema und es Dich wirklich bewegt, dann schau es Dir an:

https://www.youtube.com/watch?v=AyncrnmrsX0

Ich wünsche Dir, dass Du Deiner Sehnsucht nicht nur folgst, sondern ihr sogar gehorchst. Das wird Dein Leben erfüllen. Glücklich machen. Vollständig machen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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