Das Geschenk der Weisen

Diese Tage geht es viel um Geschenke und das Schenken, für viele bedeutet es vor allem: Stress noch das Richtige zu finden.

Ich schenke auch gerne, meistens sammle ich das ganze Jahr wenn mir etwas in den Blick fällt oder wenn ich an etwas vorbei laufe, von dem ich weiss, dass es dem anderen gefällt.

Eigentlich ging es ja einmal um die heiligen drei Könige, die dem frisch geborenen Jesuskind Gaben brachten, ja genau, Gold, Weihrauch, Myrrhe.

Bei Gold war das klar, es galt schon damals als sehr wertvoll. Aber Weihrauch und Myrrhe? Beides sind Baumharze, die aus Afrika, Indien und Arabien eingeführt wurden. Schon die alten Ägypter benutzten Weihrauch und Myrrhe zum Einbalsamieren ihrer Toten. Griechische und römische Ärzte stellten entzündungshemmende Salben und Räuchermittel daraus her. Weihrauch und Myrrhe gehören also zu den ältesten Naturheilmitteln der Welt. Zur damaligen Zeit waren sie wegen ihrer Heilkraft wertvoller als Gold!

Aus den Gaben von damals sind längst andere geworden und leider geht es manchmal verloren, warum Geschenke gemacht werden und was eine Gabe wirklich bedeutet.

Wenn wir in den übertragenen Sinn gehen, dann ist die Gabe so etwas wie ein göttliches Geschenk, etwas, das mehr wert ist als ein Talent und das uns aus einem bestimmten Grund „gegeben“ wurde, nämlich: Um es zu geben.

Manche Menschen geben der Welt etwas ganz Besonderes, einfach weil es sie gibt. Denn es gibt Menschen, mit deren Wertschätzung, Liebe und Fürsorge wir wachsen können. Die uns ermuntern, Mut zusprechen und uns nach bestem Wissen unterstützen. Oder uns zum Lachen bringen, uns leicht machen, uns verzaubern, uns an wunderbare Orte zu grossartigen Erlebnissen führen können. Oder gute Zuhörer sind, gute Freunde, wertvolle Ratgeber, achtsame Begleiter…

Wir alle tragen eine Gabe in uns, die einzigartig ist, die wir völlig anstrengungslos geben können. In der vergangenen Woche war ich in einer Familie zu Gast, in der sehr viel Liebe fliesst. So kam das kleine vierjährige Mädchen zum Papa gelaufen und sagte: „Papa kannst Du mich mal knuddeln?“ und der Papa sagte: „selbstverständlich!“ In diesem Haus geht es nicht ums Perfektionieren, sondern darum, sich zu spüren und aufeinander zu achten. Dieses Klima sorgt bei mir immer für tiefen Frieden und ich erkenne die Gabe, die diese wunderbaren Menschen haben: Sie geben sich Geborgenheit und Sicherheit. Danke für dieses Geschenk.

Zeit also, sich einmal Gedanken zu machen, was wir wirklich an die Welt im absoluten Überfluss geben können. Ohne irgendetwas zurück zu halten, ohne es dosieren zu müssen, ohne zu denken dass wir es verschwenden könnten.

Was ist Deine Gabe an die Welt?

Hast Du sie dieses Jahr im Überfluss verschenkt?
Wo bringst Du Deine wirklichen Geschenke zum Vorschein?

Was gibst Du von Dir?

Was verschenkst Du immer und zu jeder Zeit, nicht nur Weihnachten?

Und könnte das etwas mit Hin-Gabe zu tun haben?

Ich freue mich über alles, was die Menschen mir schenken. Aber vor allem, wenn sie aus vollstem Herzen schöpfen. Das kann man gut spüren. Um diese Gabe ist auch kein Geschenkband geschlungen, es strahlt aus ihnen heraus.

Und dann noch eine Frage: Was hat das Leben Dir dieses Jahr geschenkt?

Ich wünsche Euch Wunderbares.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

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