Der internationale Tag der Frau

Anfang des 20ten Jahrhunderts bewegte sich etwas. In England ging ein Raunen um die Welt. Eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen sagte: Wir fordern die Hälfte der Welt! Was war passiert? Die Frauen hatten eine Stimme gefunden. Sie lehnten sich auf. Es gab Widerspenstige, Rebellinnen, Suffragetten.

Eine neu entdeckte Kraft kam aus dem Herzen der Frauen. Sie wollten wählen, sie wollten selbst bestimmen. Sie wollten gut bezahlt werden und eigene Berufe ergreifen. Sie gingen auf die Strasse und standen couragiert ein, gemeinsam und solidarisch für das Recht selbst zu bestimmen wie, mit wem und von was und auch wo sie leben wollten. Diese Entwicklung ging 1903-1928 in England die ersten Schritte und wurde bald weiter geführt, die Emanzipation entstand, das Leben wollte erobert werden.

Emanzipation kommt aus dem Lateinischen und umschreibt eine Art Befreiung aus einer Abhängigkeit. Nicht immer ging es dabei um Frauenrechte, vielmehr um jede Art der Selbstbefreiung, gesellschaftlich zurück geführt ins 17/18. Jahrhundert, dabei ging es um das Gewähren einer Selbständigkeit jenseits der Fesseln von Traditionen, gesellschaftlichen Normen und vorgegebener Weltanschauung. Es ging und geht ganz wesentlich um Freiheit und Gleichheit.

Nicht einmal 100 Jahre sind vergangen seit dieser ersten Zeit. Unsere weiblichen Vorfahren und Wegbereiterinnen waren mutig. Sie nahmen Taten statt Worte in Kauf, gingen in Hungerstreiks, auf die Strasse zum Streik, sie lehnten sich aktiv auf und machten sich ihrer Rechte bewusst. Wie mutig und initiativ sie damals waren! Heute erfüllt mich das mit sehr viel Dankbarkeit.

Auch ich ging in den 80er Jahren noch auf die Strasse für meine, für unsere Rechte. Es musste noch immer neues Land erobert werden. Zurück schauend denke ich, wir wollten wirklich das Beste, die Freiheit, die Befreiung und heute ist vieles, was wir damals erkämpften, was die Suffragetten zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts erkämpften, längst zur Selbstverständlichkeit geworden.

So nehmen wir doch den Internationalen Tag der Frau einmal zum Anlass uns bei den Vorreiterinnen für unseren freien Lebensweg zu bedanken, nichts von dem was wir heute in den modernen Zeiten an Freiheit geniessen war ein Geschenk. Denken wir zum Beispiel an Jeanne d’Arc. Zu einer Zeit als es Frauen nicht einmal erlaubt war, Hosen zu tragen oder selbst zu bestimmen was sie mit ihrem Leben machen wollten (das bestimmte einzig und allein der Mann im Haus, in diesem Falle der Vater) zog Jeanne nach Orleans um als Anführerin eines mächtigen Heers Frankreich vor der Übernahme durch die feindlichen Engländer zu befreien.

Zu allen Zeiten gab es Frauen Figuren die kämpferisch und engagiert Neuland einnahmen. Jeanne d’Arc, Marie Curie, Hildegard von Bingen, Rosa Luxemburg, Coco Chanel, Alice Schwarzer, Anne Frank, Angela Merkel, Carla del Ponte, Prinzessin Diana von England um nur einige zu nennen. Es gab viele Frauen, die unsere Welt wesentlich verändert haben und ihren Beitrag dazu gaben und dass wir heute eine eigene Stimme haben und feminin in die Welt wirken können.

Verneigen wir uns also in Dankbarkeit und leben das, was heute geschenkt ist – Freiheit zu entscheiden, wohin die Reise geht, uns kreativ auszudrücken und die Polarität zu leben.

Eine kleine Anregung für die kommende Woche: Bedenken wir bei dem was uns begegnet, dass die Frauen immer dazu beigetragen haben und auch dazu beitragen werden, dass die Welt fruchtbar und stark, sanft und feminin, weiblich und emotional und bunt, wild und leidenschaftlich ist.

Lass(t) uns feiern!

Auch die Adlerin wählt schon immer – den Lebensraum und jedes Jahr wieder den Partner für das kommende Jahr. Dabei bleibt sie durchaus treu, wenn sich der Partner für ein weiteres gemeinsames Jahr bewähren kann. Sie ist sogar etwas grösser gebaut als der Adlermann und sie hat ein freies und starkes, engagiertes und mutiges Herz.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

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