Zusammen wachsen – zusammenwachsen

Eine Liebe, welche die Begegnung mit der Wirklichkeit

nicht verträgt,

ist keine Liebe.

<Albert Camus>

Wie geht es bei Dir weiter?

Und wie bei Euch?

Geht etwas weiter?

In der letzten Woche hatte ich mit einigem Liebeskummer zu tun. Es ging um Beziehungen und Partnerschaften. Und es ging um unerfüllte Wünsche und Sehnsüchte.

Das Thema Liebeskummer kenne ich selbst sehr gut, ich habe viele Jahre an dieser Krankheit gelitten. Wie gut, dass das nun vorbei ist. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie sehr es die eigene Lebenskraft einschränkt, wie alle Energie heraus und in dieses Thema hineinfliesst. Auch ich war einmal fast zwei Jahre bei einer Psychologin und musste mir den Kummer heraus weinen.

Erleichterung tut in diesem Fall gut. Sich ausweinen, erzählen, Fragen stellen, austauschen.

Aber was steckt dahinter?

In fast allen Fällen, die mir begegnet sind, ist es vor allem ein Problem mit unserem Selbstwert und der daraus folgenden emotionalen Abhängigkeit. Der Partner soll uns glücklich machen, unsere Wünsche erfüllen, für uns da sein, unser Leben versüssen. Und wenn er es nicht tut, dann beginnt man zu kämpfen, die Anfangseuphorie soll wieder hergestellt werden, die Nähe wieder neu aufblühen. Häufig beginnt eine ungute Spirale aus Anhänglichkeit und Leiden. Spätestens dann wissen wir: Es ist nicht mehr gesund.

Wie hast Du Dich gefühlt, bei Deinem letzten Liebeskummer? Und wie siehst Du das heute?

Wenn Menschen in meine Praxis kommen um ihren Liebeskummer abzulegen, dann vor allem weil sie sich vor lauter Suche nach dem, was sie retten möchten, selbst verloren haben. Dann bauen wir gemeinsam wieder auf. Denn Dein Leben ist ja immer noch wertvoll und schön, auch wenn der Partner nicht mehr darin vorkommt! Dein Leben ist noch immer 24/7 ein Geschenk! Was kannst Du jetzt als Nächstes angehen, um Dich in Deinem Leben wieder einzurichten?

Nun, vor allem eins: Du musst aus der Defensive heraus kommen. Die unglückliche Beziehung hat Dich schrumpfen lassen. Du hast Dich klein gemacht oder dem anderen angeboten, Dich klein zu machen. Du hast Lebensfreude eingebüsst, die Dinge, die Dir wichtig sind, aus den Augen verloren. Und nicht gut für Dich selbst gesorgt.

Vor allem aber: Du hast aufgehört zu wachsen!

Und wachsen willst Du. Alles was lebt, wächst auch. Das Leben bleibt nicht stehen. Es ent-wickelt sich. Meistens zu Deinem Vorteil. Vor allem aber, um zu reifen, erfüllt zu werden, die beste Version von sich selbst zu werden.

Ich behaupte: In einer guten Beziehung muss man sich gegenseitig die Möglichkeit zum Wachsen geben und lassen. Und sich gegenseitig fördern und unterstützen. Man muss sich auf Augenhöhe begegnen, sich gegenseitig anspornen. Und natürlich auch die romantischen Dinge: Die Schönheit des Anderen sehen, sich gerne berühren, einander verwöhnen und beschenken. Aber vor allem vom Miteinander wachsen wird eine Partnerschaft gelingen.

Entfernt man sich zu weit voneinander, wird man sich aus den Augen verlieren. Ist man zu nah beieinander, verliert man den Blick auf ICH und DU, die beide im WIR Platz haben müssen.

Partnerschaft und Liebe sind komplizierte Dinge, die sich immer wieder neu formieren und mit deren Entwicklung man geschmeidig mitgehen muss, um sie dauerhaft auf einem wertvollen Niveau zu halten.

Frage Dich: Tun mir die Menschen gut, die um mich herum sind?

Bringen sie das Beste in mir zum Vorschein?

Glauben sie an mich?

Können wir gemeinsam wachsen?

Dann bleibe.

Und sonst: Zieh weiter, schau nicht zurück. Du kannst durch die Käfigtür hinaus spazieren und die grosse weite Welt erobern.

In jedem Fall wirst Du gewinnen.

Willkommen in der Adlerperspektive.

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