Freiheit ist…

Freiheit ist die Wahl zu haben… stimmt das?

Und hast Du denn die Wahl?

Ja. Ich behaupte: Immer.

Du kannst Dich natürlich auch auf Anderes konzentrieren. Du kannst auf das schauen, was gerade nicht gut ist. Das, was nicht geht. Das, was andere Dir antun und Dich damit in die scheinbare Machtlosigkeit treiben.

Ich habe die Tage einen sehr wichtigen Satz gehört: Wer die Hoffnung verliert, der verliert die Hoffnung. Und dann lächelte der Guru, von dessen Lippen es kam. Ich fühlte mich veralbert und dann liess ich mich auf den Gedanken ein. Wenn ich immer Hoffnung auf etwas habe, dann bindet mich das auch: Dann warte ich auf ein Ergebnis, das ich nicht in der Hand habe, statt das, was ich bewegen kann, zu bewegen.

Die Hoffnung aufzugeben, kann das auch frei machen?

Das Denken, das Festhalten an „So und nicht anders muss es sein“ aufzugeben, könnte das Dich frei machen?

Und wohin dann mit der Freiheit?

Vielleicht: In das bewusste Wahrnehmen von dem, was gerade gut ist. Für das, wofür wir dankbar sein können. Für das, was wir noch verändern, verbessern können. Zum Beispiel: Unseren Umgang mit dem, was ist. Oder ganz allgemein unsere Haltung zu uns und dem Leben.

Ich erinnere mich an eine wunderschöne alte Dame, die ich vor vielen Jahren kennenlernen durfte. Sie hatte schon über 12 Jahre an Krebs gelitten, der immer wieder kam und ging. Die Dame war kultiviert, grossherzig, milde, inspirierend. Auch ich wollte ungern auf ihre Anwesenheit in meiner Welt verzichten. Ich lernte sie in ihrer letzten Phase des Krebs kennen, sie machte das alles tapfer und mutig und immer wieder erzählte sie mir, wie sehr ihre Kinder, Freunde, Nachbarn daran glaubten, dass sie es wieder schaffen würde. Irgendwann aber siegte die Krankheit dann doch und in einem der letzten Gespräche sagte sie: Kann ich jetzt endlich aufhören zu kämpfen? Darf ich loslassen? Als ich das bejahte ging ein grosses glückliches Lächeln über ihr Gesicht. Sie war frei.

Woran hältst Du aktuell fest, was würde Dich frei machen, wenn Du es nicht mehr überdenken, erhoffen, erzwingen, anstreben, ersehnen würdest?

Was kannst Du tun?

Eigentlich ist es ganz einfach: Freu Dich intensiv an dem, was Du hast. Das kann ganz simpel sein: Dass Du atmen, laufen, sinnlich die Welt erfahren kannst. Dass Du eine Wahl hattest und hast in Deinem Leben. Dass Du geliebt wurdest und wirst. Dass Dein Beruf Dich erfüllt, dass Du Menschen triffst die Du magst, dass es schön warm bei Dir ist, dass Du gutes Essen und Trinken geniessen kannst.

Und jetzt habe ich nur einmal Fundamentales aufgezählt. Das, was übrigens ganz viele Menschen nicht haben.

Ich möchte hier keinesfalls den moralischen Zeigefinger auspacken, ich predige keinesfalls!!! Bescheidenheit, darum geht es nicht. Es geht um die Wahl, die Du hast: Du kannst Dich weiterhin zermürben an dem, was Du nicht hast, nicht bekommst, nicht wahrhaben möchtest. Oder: Du kannst es loslassen und damit die Freiheit zelebrieren.

Hänge nicht weiterhin an dem, was gerade nicht so läuft wie Du es haben willst. Mach Dich einen Moment frei davon, schüttle Dich, öffne die Augen auf eine andere Weise und dann:

Zähle auf, was alles wunderbar ist!

Egal wie es Dir gerade geht, da ist etwas Wunderbares.
Und ganz ehrlich: Wenn Du schon die Zeit und die Chance hast, meinen Blog zu lesen – dann bist Du schon in einer fantastischen Lebenslage.

Sei frei. Mach Dich frei.

Dir gehört der ganze Himmel.

Willkommen in der Adlerperspektive!

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