Jetzt.endlich.machen

Irgendwann muss es auch mal gut sein.

In der letzten Woche war ich konfrontiert mit gleich mehreren „Geschichten“ meiner Klienten. Und gleich eins drauf: Auch ich erlebte einige, die es richtig in sich hatten.

Die Geschichten handelten von Verrat, von gebrochenen Beziehungen und Versprechungen, von Betrug, Verlusten, von Demütigungen, von Selbst-Mitleid, von Hoffnungsverlust und von Frechheiten, die von anderen Menschen begangen wurden. Sie handelten von scheinbar unlösbaren Problemen, Hoffnungsverlust, von Ohn-macht und von Scheitern.

Einmal mehr dachte ich darüber nach. Und sinnierte darüber: Warum reden wir nur. Warum klagen wir nur. Warum beklagen wir nur.
Der Schritt in die Handlung fehlt fast immer. Wir winden uns in nimmermüdem Jammern, wir flüchten in die Ohnmacht, in die Erschöpfung, in das Ausweichen, das Er-leiden. Oder in den Widerstand, die Wut, die Anklage, die Kriegszustände im Innen und Aussen. Wir reden und reden. Aber wir handeln nicht.

Fast scheint es, als ob all das Reden über die Probleme irgendeine Lösung bringen würden. Aber das ist keinesfalls so: Mit dem Aussprechen des Unsäglichen machen wir es grösser, bedeutungsschwerer, wir teilen schlechte Energie, wir ziehen andere mit in den Sumpf. Ja, wir vergiften unsere Freundschaften und Beziehungen, unsere Umwelt und unseren Alltag mit dem, was wir erleben – aber auch mit unserer Reflexion darüber.

Damit muss aufhören, wer frei sein will.

Ich muss einmal mehr den Adler bedienen: Wenn es ihm zu bunt wird – sucht er sich eine auftreibende Thermik und lässt sich nach oben tragen. Er schwebt über den Dingen.

Wie können wir das tun?

Das erste ist: Sich den Fall-Winden zu entziehen.

Durchatmen.

Und dann schauen: Was gibt mir jetzt Kraft. Was kann ich TUN?

Was kann ich ändern an der Situation? Was kann ich anpassen? Was kann ich als Gegeben akzeptieren und darin entspannen?

Was kann ich dazu beitragen, dass der Wind sich dreht?

Natürlich können wir den Wind nicht drehen. Und auch die Berge nicht versetzen. Aber wir können AKTIV nach dem Aufwind suchen: Dazu müssen wir ganz genau hinschauen wo er ist, der Aufwind. Und dann mutig und entschlossen in die Handlung kommen.

Handeln heisst manchmal auch: Etwas sein lassen. Etwas aktiv aus unserem Leben entlassen. Eine unbequeme Entscheidung fällen. Eine radikale Wendung herbei führen. Etwas aussprechen, das die Wahrheit ist und zu einer riesigen Welle führt. Sich wehren. Sich auflehnen.

Für mich heisst Handeln immer wieder: Die Komfortzone verlassen.

GO WILD gehen.

GO WILD heisst nicht ein Abenteuer, das es zu erleben gilt. Es heisst nicht einen kleinen Adrenalinschub bei einem Bungee Sprung. Go wild heisst:

ECHT SEIN. AUTHENTISCH SEIN. BEI SICH UND FÜR SICH SEIN.

Hör auf, es allen anderen Recht zu machen. Mach es wie es für Dich stimmig ist. Forme Dein Leben nach Deinen Werten. Nach Deinem Glück.

Wie immer wenn ich in meiner leidenschaftlichen Arbeit unterstützt werde, fiel mir dann auch ein Text in die Hände, den ich an diesen Blogg anhänge. Möge er Dir die Kraft geben, Dich aufzuschwingen und Dir Aufwind geben, damit Du da hinfliegen kannst, wo es Dich nach oben trägt.

Was Du dazu machen musst?

Du musst handeln. JETZT.

Mach die Flügel auf. Tu was. Mach den ersten Schritt. Raus aus der Bequemlichkeit.

Diesen Blogg schreibe ich in der geschenkten Stunde zum Zeitwechsel. Wir haben eine Stunde mehr bekommen, eben gerade. Wie wirst DU sie nutzen wenn Du diesen Blogg liest? Handle. Mach einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

Willkommen in der Adlerperspektive.

 

 

Ich kann nicht bleiben, Mutter.
Ich liebe dich, aber ich bin nicht geboren, um dir zu gefallen.
Ich bin nicht geboren, um dich glücklich zu machen.
oder deinem Leben einen Sinn geben.
Ich bin nicht geboren, um unter deinen Flügeln zu verrotten.
wie ein ungeschlüpftes Ei.
Ich kann nicht bleiben, Lehrer.
Ich bin nicht geboren, um in deine Kisten gesteckt zu werden.
um nach deinen Vorstellungen zu denken.
oder um sich deine Fakten zu merken.
Ich wurde geboren, um unabhängig zu denken.
Ich kann nicht bleiben, meine Liebe.
Ich wurde nicht geboren, um deine Bedürfnisse zu befriedigen.
um sich um dich zu kümmern.
oder sich in deinen Armen zu verstecken.
Ich wurde nicht geboren, um mich kleiner zu machen.
oder als selbstverständlich angesehen werden.
Ich kann nicht bleiben, Boss.
Ich wurde nicht geboren, um Geld für andere zu verdienen.
Ich wurde nicht geboren, um Befehle zu befolgen.
oder den gleichen Tag immer und immer wieder zu wiederholen.
Ich wurde nicht aus Langeweile geboren.
Ich kann nicht bleiben, Meister.
Ich wurde nicht geboren, um deinen Vorstellungen davon zu folgen, was Wahrheit ist.
oder nach deinen Dogmen zu leben.
Ich wurde geboren, um meine eigene Wahrheit zu finden.
und mache meine eigenen Regeln.
Ich wurde geboren, um das Leben voll zu erleben.
Sich in indischen Zügen zu verirren.
Von gefährlichen Männern verführt zu werden.
Um verschiedene Gesichter, Orte und Kulturen zu treffen.
um die ganze Nacht im Dschungel zu sein.
Um mit Wölfen zu laufen.
Um von meinen Füßen gefegt zu werden.
Im Sturm zu erobern
Um ein gebrochenes Herz zu haben.
Am Boden zerstört
Betäubt
Schockiert
Verloren
In die Tiefe geworfen
Ich wurde geboren, um mir die Hände schmutzig zu machen.
Um Sand in meinen Mund zu bekommen.
Schlamm auf meinen Kleidern
Dornen unter meinen Füßen
Ich wurde geboren, um in den Abgrund zu springen.
Ich wurde geboren, um Ausserirdische zu treffen.
Rituale durchzuführen
Um in der Zeremonie geknackt zu werden.
Um über Zeit und Raum hinauszugehen.
Um die Magie zu begrüßen
Mich völlig zu verlieren.
Ich wurde geboren, um alles zu spüren.
Um alles zu schmecken
Der bittere Geschmack der Trauer
Der üble Geschmack von Täuschung
Der süsse Geschmack der Liebe
Ich wurde geboren, um zu lernen, wie man mit Veränderungen elegant umgeht.
Ich wurde geboren, um die Wahrheit zu erfahren.
um zu lernen, wie man fliegt.
Ich wurde geboren, um zu lernen, wie man die Sprache der Liebe spricht.
Wie ich mein Herz entfesseln kann.
Wie man alles vergisst
Wie man alle Erwartungen loslässt.
Ich wurde geboren, um zu lernen, wie es sich anfühlt, alles zu verlieren.
ausser dem, was wirklich wichtig ist.
Ich wurde geboren, um ein Leben zu führen, das alles, was nicht real war, wegnimmt.
das war nicht wahr.
das war nicht ich.
Ich bin ein Phönix.
Ich bin geboren, um meine Flügel zu spreizen und zur Sonne zu fliegen.
Um zu verbrennen und zu Asche zu werden.
Um auf die Erde zu fallen und wieder aufzustehen.
Wenn ich alt bin
Ich werde stolz auf meine Narben sein.
Meine Falten
Meine Erinnerungen
Meine Geschichten
Meine Weisheit
Meine Freiheit.
Ich wurde geboren, um frei zu sein.
Und deshalb kann ich nicht bleiben.

Autor: Sanne Burger

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