Storytelling

Dieses Wochenende war ich in einem äusserst inspirierenden und enorm bereichernden Seminar über die Kraft der biografischen Geschichte. Es ging zwar um schriftstellerische Technik, Struktur und stilistische Finessen, aber es war auch voller Poesie, Wortkunst und – Geschichten. Ich sass und lauschte und war beglückt über die vielen Mikroteilchen von Lebensgeschichten, die ich vor meinem inneren Auge abspulen lassen durfte wie kleine Filme aus längst vergessener Zeit.

Hier war er wieder, der Zauber der Geschichten. Ich habe Geschichten immer geliebt, das Erzählen aber auch das Lesen, das Sehen und das Hören von Geschichten die sich im Alltäglichen ereignen. „Noch eine, noch eine“ bettelten meine Kinder oft, wenn ich sie früher ins Bett brachte und eine Geschichte erzählte oder vorlas. Die einzelnen Kapitel der Bücher, die ich ihnen vorlas, wurden immer neu verhandelt. Manchmal war ich müde und sagte: „heute aber nur ein Kapitel“ und dann liess ich mich doch mit in die Geschichte ziehen und las noch, als meine beiden Jungs schon lange im Traumland angekommen waren.

Unsere wunderbare Kursleiterin Barbara zeigte uns dann auch auf, dass Menschen Geschichten brauchen, so nötig wie essen und schlafen, wie trinken und lieben. Sie sagte, sie habe irgendwo gelesen dass wir alle 2 Minuten eine Geschichte erleben oder eine brauchen, um unseren Geist zu füttern.

Balsam auf meinem poetischen Herz!

Heute bin ich in Salzburg in einem altmodischen Hotel und werde nun gleich, nachdem ich Euch ein bisschen Adlerperpektiven-Futter für die Woche gegeben habe, auf Mozarts Spuren wandeln und diese Stadt entdecken. Sie ist, wie auch Wien es gestern war, ganz besonders fest gepackt mit Geschichen, die jahrhundertealt und doch noch immer präsent sind. Und darauf entfalten sich zu jedem Moment neue Anregungen, neue Einblicke, neue Momente, die uns berühren und verändern können.

Schaut diese Woche mal auf die vielen Geschichten. Die in Eurem Kopf und die, die sich ereignen. Es gibt viel mehr als man denkt! Jeder Mensch trägt seine Geschichte mit sich – oder hat welche zu erzählen. Lasst Euch amüsieren, lasst Euch beglücken und in Rage bringen und berühren. Die Geschichten in unserem Kopf, in unserem Leben – das ist auch Nahrung für uns, lebensnotwendig, immer neu – und es steht immer etwas davon zur Verfügung.

Verändere Deinen Blick – schau ins Kleinste, ins Grösste. Erlebe diese Woche wie ein Abenteuer-Wunderland, als ob die Welt etwas zu erzählen hat und Du andächtig lauschst. Das verändert auch Deinen Blick auf die Welt. Sei einmal Beobachter und mitten drin. Und dann – erzähle davon!

Willkommen in der Adlerperspektive.

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