Zwischen den Jahren ist die beste Zeit, neue Wege zu überdenken und einzuschlagen. Auch ich habe meine grosse Entscheidung ver-tagt, was mit diesem Blog passieren soll. Hin und her überlegt habe ich seit einigen Wochen. Es gab sehr gute Gründe, ihn abzubrechen, weil ich alle Brücken verbrennen wollte. Ich mag radikale Schritte. Und dann gab es viele, die sich wünschten, ich solle einen Reiseblog schreiben. Dazu hatte ich so gar keine Lust. Weil ich alleine reise und das auch alleine für mich erleben und nicht (gleich) teilen möchte. Es gab einige Menschen, die sich einen Broadcast von mir wünschten, damit sie virtuell meinem Weg in die Ferne folgen können. Das wollte ich nun schon gar nicht. Und es gab Menschen, die sich wünschten regelmässig von mir zu hören, wo ich mich befinde, damit sie mich „retten“ könnten wenn man das muss. Nur: Ich will nicht gerettet werden 🙂 weil ich schon gar nicht in so eine Situation komme, in der man das muss.
Was also mit diesem Blog machen?
Er heisst seit einiger Zeit: C’est la vie.
Und hier liegt sie wohl, die Lösung. Ich werde Euch Geschichten erzählen. Dazu muss ich ein bisschen ausholen:
Ich möchte Dich heute mit der Natur der Charaktere vertraut machen, denen Du begegnest. Nennen wir sie „die Archetypen“. Eine Arbeit, die C.G.Jung fundamental bearbeitet hat.
Archetypen sind die Spieler im Spiel des Lebens. Sie erscheinen in jeder guten Geschichte, sie umgeben uns. Und jeder Archetyp ist auch in uns angelegt.
Gehen wir von einem Lebensspiel, von einer Geschichte aus. Auch unser Leben wird einmal eine fertige Geschichte sein. Die ganze Natur besteht aus Geschichten und das Wichtigste daran ist, dass es ein Prozess ist, durch den wir gehen. Wenn wir die Prozesse der Natur verstehen, dann verstehen wir schlussendlich auch unsere eigenen Prozesse. Dann sehen wir unsere „Mitspieler“ eben als Mitspieler und jedes Drama und jede Verstrickung fällt von uns ab. Archetypen sind nichts anderes als Entwicklungshelfer.
Gehen wir davon aus, dass alles was um uns herum ist, lebendig und in einem Prozess ist. Wir werden die archetypischen Energien überall finden. Um sie auch zu verstehen werde ich eine der archetypischen Rollen einnehmen: Die des Geschichtenerzählers.
Der Geschichtenerzähler ist ein uralter Archetyp, den man in allen Kulturen findet. Das Besondere an ihm ist, dass er sich zugleich in die Erfahrung hinein gibt und ihr dabei zuschaut. Man kann ihn mit dem inneren Beobachter vergleichen, den es in vielen spirituellen Konzepten gibt. Der Geschichtenerzähler beobachtet, jedoch nicht nur den Augenblick sondern auch den Prozess. Er weiss an welchem Punkt der Geschichte oder des Weges er sich befindet. Er weiss ob er einen inneren Ruf bekommt oder er sich kurz vor dem Scheitern befindet. Er weiss, dass das Scheitern nichts Endgültiges ist sondern ein notwendiger Teil der Geschichte, ohne den es keine wahre Erfahrung gibt. Der Geschichtenerzähler erlebt die Geschichte und spinnt sie weiter, lässt sie im Raum spielen und weckt in den Zuhörern/Lesern ein Gefühl, was sie mit der jeweiligen Geschichte tun.
Sehr oft habe ich zum Ende meines „alten“ Berufs gerade gehört, dass ich Menschen nachhaltig inspiriert habe. Einer meiner liebsten Werte – Inspiration.
Ich werde diesen Blog also weiterführen mit Geschichten. Gleichzeitig eröffnet mir selbst das einen Focus. Ich werde auf die Suche nach Geschichten gehen. Lebensgeschichten oder Kuriositäten. Etwas, das entdeckt werden kann. Etwas, das ein genaues Hinschauen erfordert.
So, wie ist es?
Möchtest Du diesem Blog weiterhin folgen, wenn er ein Geschichtenerzähler Blog wird?
Ist es Dir etwas wert?
Letztes Jahr hatte ich das bereits angekündigt: Dass meine Leser Sponsoren meiner Schreibtätigkeit werden können. Es hat ganz gut geklappt und ich freue mich, wenn es noch mehr Menschen geben wird, denen dieser Blog etwas wert ist.
Der Sponsorbetrag ist 133,– Schweizer Franken pro Jahr.
Meine schweizerischen Leser können mir den Betrag twinten, alle anderen bekommen gerne meine Bankdaten (bitte nicht die von letztem Jahr verwenden, es gibt neue Verbindungen).
Natürlich kannst Du auch beschliessen, kostenlos zu lesen, es ist Deine Wahl, ob Dir die Texte etwas wert sind oder nicht.
Na also, los in eine aufregende Reise in 2025!
Ich bin selbst schon ganz gespannt, welche Geschichten ich finden werde.
Da, wo Du das Leben spüren kannst, da ist es auch. C’est la vie.

